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Verschiedene Meditationen

z.B. Ahnen, Das Neue, See der Gnade, der Karmische Rat, Timeline uvm. bei mir auf Anfrage

Hier einige meiner Artikel

Hier finden Sie einige meiner Artikel, veröffentlich von 2008 bis 2016 in raum &zeit über Klangheilung, Geistiges Heilen, Realitätsgestaltung, Prozessbegleitung

(die Titel sind gelb hinterlegt.

Alle Artikel sind im raum & zeit archiv in natürlich sehr viel schönerem Layout erhältlich.

Die Artikelreihe über das Human Design bitte einfach per Email bei mir anfordern.

 

Ein-Klang – Schwingung und Sensitivität

Erschienen in der Zeitschrift raum& zeit, Heft 152, März/April 2008

Die Schaffung einer neuen Wirk-lichkeit: Sensitive Wahrnehmung, transportiert über Klang, kann die Neurochemie verändern.

 

Ein Leben "in Ein-klang" davon träumen offenbar viele. Dieser Eindruck drängt sich zumindest auf, wenn wir bei "Google" diese Sichtwort eingeben. Die Internet-Suchmaschine meldet nämlich 3.5 Millionen Einträge.

 

Doch so ein Einklang mit unserem Umfeld kann nur erreicht werden, wenn sich eine harmonische Übereinstimmung, eine Verbindung herstellen lässt. Stress, Überlastung und Krankheit reduzieren unsere Fähigkeit, in Resonanz (re-sonare = lat. zurückklingen) zu treten, deutlich z.B. an dem Krankheitsbild der Depression nachzuvollziehen. Hier ist es dem Betroffenen nicht mehr möglich, sich in ein anderes Energieniveau, eine andere Realität als die der Krankheit, der Energie- und Hoffnungslosigkeit einzuschwingen.

 

Wie sehr unser gesamtes System über Klang erreicht und modifiziert werden kann, erlebte der Arzt Dr. A. Tomatis (1920-2001), der zu einer Gruppe von Mönchen in ein Benediktinerkloster bei Paris gerufen worden war. Die Mönche litten unter Depressionen und Appetitlosigkeit. Tomatis fand heraus, dass die Abtei kurz vor Auftreten des Problems einen neuen, progressiven Abt bekommen hatte, der die bisherige Praxis des mehrstündigen Singens Gregorianischer Gesänge zu "altertümlich" fand und sie abgeschafft hatte. Ohne die Sinnesanregung durch das Singen kam es im Gehirn der Mönche jedoch zu einem Ungleichgewicht. Kurz nachdem das Singen offiziell wieder erlaubt wurde, besserte sich der Zustand der Mönche rapide. Daraus entwickelte er eine Methode, über bestimmte Klangfrequenzen zu heilen.1

 

Klang wurde und wird seit Urzeiten zum Heilen, wie auch zur Bewusstseinsweiterung verwendet – und genauso kann er zur Folter werden - die Dauerbeschallung mit Musik gehört zu den "verschärften Verhörmethoden" der Geheimdienste. Denn – Klang können wir uns nicht entziehen. Der Körper reagiert sofort, die Klangwellen erreichen ihn, er geht in Resonanz.

 

Mantra – geformter Klang

Die wohl ältesten Quellen für die direkte Zusammengehörigkeit von Klang und Form

finden sich in Vedischen Texten, und auch in der alten Tradition des Buddhismus, in dem viel über die Wort/ Schwingungs-und Fokussierungs-Energie von Mantren gearbeitet wird – denen immer ein sog. Yantra – eine bildliche Erscheinungsform zugeordnet ist. Wie sehr dieses Bild dem Mantra entspricht, wurde erst nach der Entwicklung des Tonoskops erkannt, bei dem über Sand das Mantra gesungen wird und sich darin Formen bilden.

 

Im 18.Jahrhundert gelang es dem deutschen Physiker Ernst Chladni (vgl. Raum und Zeit, Warum Töne heilen C. May Ropers 148/2007), Klänge als Formen sichtbar zu machen – und Dr. Emoto bewies mit seinen Aufnahmen des Elektronenmikroskops, das Klang Materie formt. Es heißt von den Ältesten der Aborigines, dass sie die Welt in ihre Form sangen – und im Hawaiianischen übersetzt sich "Glücklichsein" mit "mehr singen" 2

 

Das zutiefst Spannende ist für mich die Verbindung von Tönen, Biologie, Quantenphysik und Sensitivität, denn hier belegt das eine das andere. Klang wirkt aktivierend auf die

rechte Gehirnhälfte – den Bereich, der auch für Intuition, sensitive Wahrnehmung, den größeren Zusammenhang, die nicht-logischen Aspekte zuständig ist.

In seinem Buch "Intelligente Zellen" schreibt PH D. Bruce Lipton "alle Organismen, auch Menschen, nehmen ihre Umgebung durch Energiefelder wahr und kommunizieren durch sie. Weil wir Menschen vorwiegend auf die gesprochene und geschriebene Sprache fixiert sind, haben wir unsere Wahrnehmungen der energetischen Kommunikation vernachlässigt…..

die Ureinwohner Australiens nutzen diese hypersensorischen Fähigkeiten auch noch heute in ihrem täglichen Leben. 3

Und das tun auch wir, jedoch meist unbewusst. Sie reagieren auf den ärgerlichen Chef mit einem unguten Gefühl im Magen, fühlen sich angespannt, wenn ihr Partner schlecht gestimmt ist, reagieren mit Krankheit auf disharmonische Lebenssituationen, wir können sogar sterben wenn wir hören (und glauben), sterbenskrank zu sein, obwohl wir gesund sind und schmerzfrei werden, weil wir hören und glauben, eine Knieoperation gehabt zu haben 4 Wir leben in wissenden Feldern – auch wenn die Informationen dem bewussten Denken nicht zugängig sind.

 

Wandelnde Symphonien 5

In dieser Ebene kommt unserer sensitiven Arbeit mit Tönen eine ungeheure, alles verändernde Kraft zu. Wir können – für uns selbst und für andere – eine neue Wirklichkeit schaffen, denn Klang verändert den Zustand unseres Gehirns.

Vom Moment der Klangerzeugung vergeht weit unter 1/6000 Sekunde, bis dieser Ton jede Zelle erreicht hat. 6. Klänge wirken also unmittelbar – nicht unser Gehirn interpretiert eine Wortbedeutung, eine Wahrnehmung, sondern der Klang selbst– als Ursprache des Körpers, denn dieser pulsiert ständig 7. Und so können wir über die Klänge behilflich sein, eine neue energetisch-neuronale Wirk-lichkeit zu schaffen, indem wir die Aufmerksamkeit auf die Stärkung bestimmter Zustände, Gefühle, Sichtweisen lenken, denn Energie folgt der Absicht, Intention generiert Realität.

 

"Summen ermöglicht uns, mit unserer Neurochemie zu kommunizieren und ihr alternative Informationen anzubieten, aufgrund derer sie sich neu ausrichten kann". 8

Das bedeutet, mit Hilfe von Tönen können wir unsere Realitätsformung nach alten, Schmerz-verursachenden Mustern verändern. Es ist richtig, dass sich unsere Zellen ständig erneuern. Doch im "Normalfall" geben sie alle alten Informationen weiter an die nachfolgende Zelle. Und nicht nur das – wenn z.B. viele Botenstoffe für einen bestimmten emotionalen Zustand – Depression z.B. – ständig im Blut sind, wird die neue Zelle sogar mit mehr Rezeptoren für diesen Stoff ausgestattet – und andere werden reduziert. Und genau dieses Prinzip können wir uns zunutze machen, wenn wir eine neue Ausrichtung über Klang wählen; die "feste" Struktur des Körpers wird sich umformen, Sie erstellen Ihre neue Blaupause.

 

Wenn wir also nur ein wenig unseren Wahrnehmungsstandpunkt , unseren Fokus ändern, verändert sich auch die Welt. (Von der wir laut Physik eh maximal 10 % wahrnehmen,vlg. z.B. Lotte Ingrisch, S. 16) Doch dazu gehört der Mut, einen neuen Standpunkt in Betracht zu ziehen – denn wir sind auch Herdentiere – zu sehr von den anderen verschieden zu sein, macht Angst und wir wollen uns nicht blamieren (nichts hindert mehr beim Tönen, als die Sorge, es könne peinlich sein). Und wenn es zu sehr unseren Lebens- und Erfahrungshorizont übersteigt, entzieht es sich komplett unserer Wahrnehmung.

 

Glaubenssätze sind ein starker Wahrnehmungsfilter – gleichgültig, ob sie einzelne oder eine Gruppe betreffen. Ein Erlebnis, das während Magellans Reisen geschah, verdeutlicht dies auf dramatische Weise. Als der Entdecker um die Spitze Süd- Amerikas segelte, ging er an einem Ort namens Tierra des Fuego vor Anker, dem südlichsten Punkt der westlichen Welt.

Als er an Land ging, kamen ihm einige Einheimische entgegen, die die fremden Besucher sehen wollten. Was dann geschah, ist kaum zu glauben, aber der Schiffshistoriker hat

es festgehalten: Als Magellan an Land ging, fragten ihn die Einheimischen, wie er denn dorthin gekommen sei. Er zeigte auf die Segelschiffe, die vor der Küste vor Anker lagen. Unvorstellbarerweise konnte keiner der Eingeborenen die Schiffe sehen, die für Magellan und seine Besatzung deutlich sichtbar waren. Die Eingeborenen hatten noch nie so etwas wie Schiffe gesehen. Sie erwarteten sie nicht und daher konnten sie sie nicht wahrnehmen.

 

Den Unterlagen des Historikers zufolge war der erste, der die Schiffe dann sehen konnte, der Dorfschamane oder Hexendoktor. Er riet den anderen, aus dem Augenwinkel zu schauen, dann würde sie etwas sehen können und letztendlich konnten alle die Schiffe erkennen."9

 

Schamanen leben in mehreren Welten – sie haben daher eine flexiblere Wahrnehmung.

Und genau diese trainieren wir in der Sensitivität. Dazu schreibt Lotte Ingrisch in der "Physik des Jenseits": "Wir existieren – bitte schreiben Sie das in Ihrem Herzen groß! – in vielen Zuständen. Diese Multiexistenz, die ich ebenso wie andere Sensitive erfahre, ist nur zuerst erschreckend. Später wird sie immer vergnüglicher." 10

 

In der Sensitivität wählen wir einen Fokus, der leicht über die sonst wahrgenommene,

als Norm der Realität geltende Wirklichkeit hinausgeht. Sie öffnen sich für die positiven Potentiale des Gegenübers, werfen einen Blick auf das, was möglich ist. Hierzu jedoch braucht es eigene Entwicklung – denn das, was bei mir selbst nicht da sein darf, kann ich auch in anderen nicht wahrnehmen. Daher ist Arbeit zur Erweiterung des eigenen Bewusstseins ein wichtiger Bestandteil der sensitiven Arbeit in englischer Tradition.

 

Eine wunderbare Möglichkeit, unsere Sensitivität jenseits der Kontrolle unseres Denkens wirken zu lassen ist das Tönen.

 

Der Begriff "Tönen" bezieht sich auf den Ausdruck von Wahrnehmungen über die Stimme, durch Summen, durch getragene Vokale (so z.B. die Keimsilbe AH, die eine sehr stabilisierende und heilsame Schwingung hat) oder spontan entstehende Klangfolgen.

 

Es gibt verschiedene Anwendungsformen des "Tönens" – wobei sie sich fast immer ergänzen.

Passiv-sensitiv – Sie gestatten Ihrem System, mit dem System Ihres Gegenübers, sei es der Mensch als Ganzes, ein erkrankter Bereich, ein seelischer Zustand, seine Potentiale u.v.m in Resonanz zu gehen und drücken diese Wahrnehmung spontan über Töne aus, die in Ihnen aufsteigen – ohne dass diese durch den Kopf "zensiert" werden. Hierdurch öffnet sich häufig ein neuer Zugang zu einem Problem/Potential.

 

Aktiv – im Sinne der Klangheilung bedeutet Tönen, Schwingungsinformationen zur Verfügung zu stellen – eine erkrankte Zelle z.B. schwingt anders als eine gesunde. Über Heiltöne kann hier eine Harmonie wieder hergestellt werden.

Dies kann über bewusste Intention des Tönenden geschehen (denn die Energie folgt der Absicht) oder über mediale Arbeit, in der Sie gestatten, dass geistige Heiler über Ihre Stimme die benötigten Heilfrequenzen erzeugen.

 

Klangwellen heilen

Wissenschaftler wie PH.D. Bruce Lipton haben in vielen Versuchen bewiesen, dass nicht unsere Gene unser Leben bestimmen, sondern dass es unser Umfeld ist, auf das wir in unserer Biologie reagieren. Und hierbei ist das System in erster Linie auf energetische Signale angewiesen, denn "energetische Signale sind 100-mal effizienter und unendlich viel schneller als biochemische Signale. Welche Art von Signale würde Ihre Gemeinschaft von Milliarden Zellen bevorzugen?" 11

Ähnlich, wie die Medizin Klangwellen nutzt, um Nierensteine zu zerstören, lässt sich folgern, dass wir Klangwellen in maßgeschneiderten Frequenzen für heilsame Zwecke nutzen können.

Es gibt mittlerweile viele bekannte Namen, die sich mit dem Phänomen Klang beschäftigen

Jonathan Goldman, Tom Kenyon, Manfred Clynes, Joachim-Ernst Berendt, Dr. Georgi Lozanov, Dr. Alfred Tomatis, u.v.m, und unzählige faszinierende Geräte, mit deren Hilfe unser Gehirn und der Körper durch Klänge positiv unterstützt und ausgerichtet werden können – ob auf einer Klangliege, über Klangschalenmassagen oder Womb-Sound für frühgeborene Babies , Liquid Sound unter Wasser oder mithilfe von sog. Mind Machines, Audio-Stimulationsprogrammen die Stress reduzieren und das Lernen fördern. Hier bieten die Seiten der Sound Healers Association von Jonathan Goldman einen weiteren Überblick.

 

Die sensitive Arbeit mit Klang liegt mir so am Herzen, weil meiner Erfahrung mit ihr zeigt, dass sie berühren kann, wo anderes nicht hinkommt, die Töne finden einen Weg direkt in die Bereiche, die traumatisiert und abgespalten sind, wirken völlig jenseits einer Beurteilung, ob wir sie schön oder scheußlich finden, sie berühren und fühlen sich immer richtig an.

Für mich war das Tönen Herausforderung und Beweis zugleich, denn ich kann mir wenig vorstellen, was ich noch weniger gern öffentlich getan hätte, als meinen Mund zum Tönen – (was ja dem Singen doch nahe kommen kann) zu öffnen. "Du kannst nicht singen", das war mit dickem Textmarker auf alle meine Zellen geschrieben….

 

Da ich jedoch durch die Erfahrungen und Rückmeldungen beim Reiki, in Massage- und Körperarbeit sowie natürlich durch die mediale Arbeit immer mehr Vertrauen in sowohl die geistige Ebene als auch meine Wahrnehmung bekommen hatte, wagte ich es schließlich bei einer guten Freundin und Kollegin, diesen Klang-Impulsen zu folgen. Ich ließ während der Sitzung die Töne, die ich in mir fühlte, hörbar werden. Wir waren beide erstaunt, dass diese Töne sehr viel tiefer als meine Stimmlage waren und von einer intensiven Heilenergie begleitet wurden…und es öffnete sich in ihr eine Tür, nach der sie schon lange vergeblich gesucht hatte.

Danach folgte ein Zeitraum von mehreren Monaten, in denen ich deutlich fühlte, dass sich meine Stimme veränderte und ich lernte, mein besorgtes Ego (das ständig fragte "klingt es auch okay – ist der Ton schief, was werden die anderen denken, halten sie mich jetzt für völlig verrückt….") immer mehr in den Hintergrund zu stellen, denn offensichtlich bewirkten die Töne etwas Heilsames im Empfänger – ob nun auf der seelischen Ebene oder ganz körperlich - während eines Heilkonzerts in meiner Praxis habe ich z.B. erlebt, dass sich die lebenslange Traurigkeit bei einem 35-jährigen Klienten völlig aufgelöst hat und nicht wieder auftrat, bei meinem Klangworkshop beim Kongress des Dachverbands Geistiges Heilen rutschte spontan beim Tönen ein Wirbel bei einer Teilnehmerin wieder rein.

 

Klänge gelangen über die Nervenverbindungen vom Ohr in das Gefühlszentrum unseres Gehirns direkt, ohne vorher bewertet zu werden. Sie wirken unmittelbar. Auch in Bereichen, die vielleicht unbenennbar sind, die dem wissenden Versand nicht zugängig sein (dürfen), können Töne wirken.

Was mich besonders interessiert ist, wie wir im Alltag, im ganz normalen Leben, Klang in Verbindung mit Sensitivität nutzen können.

Klang und Sensitivität im Alltag

Jeder kennt die befreiende Wirkung eines tiefen Seufzers. So wie er im Gehirn von Babies als eine Art Reset-Taste wirkt, um eine variable stabile Atmung auszubilden, so entläd ein Seufzer Spannung und auch Schmerz aus dem Körper. Ausnahme ist, wenn der Verstand regulierend eingreift, um das zu unterbinden, wie z.B. während eines Gesprächs mit dem Chef…

Indem ich mich beim sensitiven Tönen als Resonanzkörper für den anderen zur Verfügung stelle – also nicht denke, was dem anderen gut tun könnte, sondern aus der energetischen Verbindung heraus das Tönen entsteht - öffnet sich beide für eine neue Ausdrucksebene.

Zum einen können sich dann die Frequenzen ausdrücken, die das eigene System des Empfängers tabuisiert hat. Entweder, weil sie mit einem Trauma verbunden sind und "weggesperrt" wurden oder weil derjenige die Erfahrung gemacht hat, dass für seinen Schmerz kein angemessener Raum existiert, denn Schmerz kann die unterschiedlichsten Gefühle unter Verschluss halten.

Wenn in dem Familiengefüge des Empfängers z.B. Wut kein akzeptiertes Gefühl war, wird sie unter Verschluss genommen – für das Kind oft der einzige Weg, den lebenswichtigen Platz in dem Gefüge zu sichern. Da aber oft nicht nur das Gefühl weggesperrt, sondern der Schlüssel zu dem Gefängnis gleich mit weggeworfen wird, ist es zu einem späteren Zeitpunkt, wenn das Leben dieser Gefühle möglich wäre, nicht mehr möglich, diese direkt zu kontaktieren und die damit gebunden Kraft zu nutzen. Und je unakzeptabler für mein Familiensystem das Gefühl war, desto intensiver sind die "Sicherungen" vor der Gefängnistür.

 

Klang jedoch passt offensichtlich – um im Bild zu bleiben – an den Ritzen dieser Gefängnistüren vorbei – er erreicht das ursprüngliche Gefühl und wirkt dort erlösend, ohne jedoch Prozesse unangemessen zu forcieren.

Indem nicht der Empfänger es ist, der die Töne von sich geben muss, kann er entlasteter Zuhörer sein, die inneren Verbote wirken nicht, er ist unschuldig. Und so kann eine heilsame Resonanz entstehen, und sein System nimmt die Frequenzen auf, die bisher geblockt wurden – so kann eine neue Balance entstehen.

Therapeutische Praxis:

Es gibt hier zwei Varianten: Die eine, rein nährende Klangheilung, in der über den Vermittler ein Gefühl, dass der Empfänger braucht, interpretiert und zur Verfügung gestellt wird. Denn oft haben wir sehr verbaute Vorstellungen von Gefühlen, wie dieses Beispiel zeigt: das Gefühl "Mut" war für eine Dame sehr schwierig (wohl weil ihr Umfeld selbst etwas eigenwillige Vorstellung davon hatte, wie ihr Mut aussehen sollte). Nachdem eine Gruppe von anderen Teilnehmern nun einige Minuten dieses Gefühl in ihr System getönt hatten, sprang sie begeistert auf und meinte laut " na wenn das Mut ist, das kann ich". Sie war wie ausgewechselt.

Und ein weiterer Vorteil – um ein Gefühl für einen anderen Tönen zu können, muss man es selbst fühlen – was auch für den "Gebenden" einen heilsamen und erweiternden Effekt hat.

Die zweite Möglichkeit ist, über eine Katharsis zunächst eine Ableitung des Schmerzes zu tönen, i.e. dem Knieschmerz, der Trauer, dem Magendruck vielleicht zum ersten Mal

"eine Stimme zu verleihen". So die Tradition der Klagefrauen, "als natürliches therapeutisches Ausdrucksmittel, die im Fall der Trauer vorhandene Stimmung zu treffen, anzusprechen, zuzulassen und zum Ausdruck zu bringen"12

Das Alte erst einmal heraus, die Wunde wird gereinigt und dann erst ist sie bereit, tönend "gesalbt und verbunden" zu werden. Nach einer Weile werden die Töne dann von selbst weicher, nährender und etwas Neues baut sich auf.

Farb-Töne – von der wunder-vollen Wirksamkeit einer Verbindung von Farben und Klang.

Jeder weiß wohl aus eigener Erfahrung - es liegen Welten zwischen einer orangenen Jacke und einer schwarzen; zwischen hellen, leuchtenden Farben und gedeckten Tönen. Meist ohne es bewusst zu registrieren wählen wir die Farben, die unserem inneren Seinszustand entsprechen – oder auch jene, die uns am besten schützen, stärken oder auch unsichtbar machen. Denn als "graue Maus" ist man ja erstmal sicher…

Show me your true colors – ein alter Hit von Bonny Taylor – und genau darum geht es.

"Farbe zu bekennen", die eigenen Farben leuchten zu lassen, erfordern Mut und meist auch einen Heilweg, Transformation. Farben wirken in mehrfacher Weise – kulturell geschichtlich (verbunden mit ihrer Kostbarkeit, bzw. der Schwierigkeit ihrer Beschaffung und Herstellung , dem Vorbehaltensein für bestimmte Stände etc.), der Signalverwendung (rote Ampel = Stop), vor allem aber konkret über ihre Schwingungsfrequenz von Infrarotstrahlen (Träger von Wärmeenergie) hin zu Ultraviolettstrahlen (kalte Energie).

Die Menschen wissen seit ewigen Zeiten von der heilenden Wirkung von Farben. So war die Farbtherapie im alten Ägypten genauso wie in China eine gängige Heilmethode –

von Farbtempeln mit unterschiedlichen Räumen bis hin zu farbigen Tüchern, die man in China vor die Fenster hängte, so dass die Kranken mit gefärbten Licht bestrahlt wurden.

Die durch farbiges Licht erzeugten Signale führen dazu, dass der Körper stimmungsaufhellende Substanzen wie zum Beispiel den Botenstoff Serotonin ausschüttet.

In einer New Yorker Reha-Klinik wurde festgestellt, dass die Patienten eines bestimmten Zimmers die Klinik etwa eine Woche eher verlassen konnten als vergleichbare andere Patienten im Haus. Der Raum jener Patienten, die sich erheblich schneller erholten, war in kräftigem Orangerot gestrichen, während die anderen Zimmer weiße oder cremefarbene Wände hatten. 1

Klassenzimmer in hellblau und Gelb unterstützen beim Lernen, Gelbsucht bei Neugeborenen heilt in blauem Licht.

 

Der amerikanische Augenarzt Jacob Liebermann heilte in den 70er Jahren durch Farb- und Lichttherapie seine vor der Erblindung stehende Mutter und sorgte dafür, dass die Heilwirkung der Farben wieder populärer wurden.

Lebendiges Licht

Doch nicht nur "gesehen" wirken Farben. Grund dafür ist, dass Lichtschwingungen und Energie nicht nur von den Augen, sondern vom ganzen Körper ganz besonders über die Haut wahrgenommen werden. In den Körperzellen werden diese physikalischen Reize zu Nervenimpulse umgewandelt und zum Gehirn weitergeleitet. Die Nervenimpulse lösen im Gehirn Reaktionen aus, die unser Wohlbefinden beeinflussen. Den gleichen Effekt erleben wir wenn wir Musik hören. Das ist der Grund warum auch Blinde, oder Menschen mit verbundenen Augen die Farbenergien wahrnehmen können.

Das von der blinden aber medialen Engländerin Vicky Wall entwickelte "Aura Soma" macht sich diese Wirkung zunutze – die aus einer Wasser-Öl-Mischung bestehenden, rein natürlichen zweifarbigen Fläschchen habe für viele Menschen eine so tiefgreifende Wirkung, dass das System inzwischen weltweit verbreitet ist. – siehe kästchen aura soma.

Aura Soma

Aura Soma Equilibrium Öle sind farbige Essenzen (meist 2-farbig in einer Öl-Wasser Verbindung) , die Vicky Wall als "lebendiges Licht" bezeichnete, in denen die Heilwirkung von Farben, Kristallen, Pflanzenextrakten und natürlichen Düften enthalten ist. So werden alle Sinne des Menschen angesprochen – und somit viele unterschiedliche Gehirnareale genauso sowie unsere feinstofflichen Energiezentren, die Chakren und die Aura.

Ich durfte den Segen dieser Methode vor über 12 Jahren "live" erfahren – mit beeindruckendem Ergebnis. Seitdem habe ich diesen Effekt immer wieder bei Menschen beobachten dürfen – nicht nur verschwinden häufig die Beschwerden, sondern man wird auch wie "an die Hand genommen" für Wachstumsprozesse. Denn unsere Farben wirken nicht nur auf den Betrachter – wer je eine Farbberatung gemacht hat weiß, dass die eigenen Farben zu tragen uns wirklich sichtbar macht. Ich selbst habe Jahre gebraucht, bis sich es aushalten konnte, meine Farben zu zeigen – denn, wenn’s passt, werden Sie sogar in den zartesten Tönen – wenn sie denn die Ihren sind – zum Blickfang, haben Präsenz.

In der sensitiven Ausbildung nutze ich Farben, um Wahrnehmung zu schulen, denn der Empfänger spürt mit geschlossenen Augen, was die Essenz in ihm bewirkt. Hier kann man immer wieder beobachten, dass der Mensch deutliche Körper- und Emotionsreaktion hat, selbst wenn eine selbstgewählte Aura Soma Flasche noch viele Meter entfernt ist.

Das Wort "Farbton" bringt nicht von ungefähr die über das Auge wahrgenommenen Lichtwellen-Frequenzen in Zusammenhang mit Tönen – so beschreibt der Mystiker und Musiker Khan Sowohl der Klang als auch die Farbe haben ihre Wirkung auf die menschliche Seele, entsprechend dem Gesetz der Harmonie. Eine feinfühlige Seele wird von Farben angesprochen, und eine noch feinfühligere Seele vom Klang. Der Ton hat entweder eine warme oder eine kalte Wirkung, seinen Elementen entsprechend, weil alle Elemente aus verschiedenen Stufen (Graden) von Schwingungen gebildet werden. …Daher hat auch jedes Individuum seinen eigenen Ton.

…Der Klang gibt dem Bewusstsein einen Beweis für sein Vorhandensein, obwohl es in Wirklichkeit der aktive Teil des Bewusstseins selbst ist, der sich in Klang umwandelt. Der Erkennende erkennt sozusagen in sich selbst; mit anderen Worten: Das Bewusstsein bestätigt sich selbst durch seine eigene Stimme. Daher spricht der Klang den Menschen an. In allen Dingen, die von den Schwingungen herrühren und von ihnen gebildet werden, ist Klang verborgen – jedes Atom im Weltall bekannt mit seinem Ton, "mein alleiniger Ursprung ist Klang".2

Die menschliche Stimme ist ganz sicher das vielseitigste und ausdrucksstärkste Instrument, das es gibt. Über sie transportieren wir unser Innerstes. Sokrates hat nicht umsonst gesagt "sprich, damit ich sehe, wer du bist". Und so wirken die frühen Erziehungsmaßnahmen, dem "guten Ton" entsprechend höflich zu sein, nicht zu laut, nicht frech, leise zu sprechen, ganz stark auf unser gesamtes Verhalten, (ver)-formend auf die ganze Persönlichkeit.

Die wahren Töne bleiben dann "im Halse stecken". Und wer kennt nicht das Gefühl, dass der Hals zugeht bei sehr emotionalen Themen. Die Klangfarbe ist Ausdruck der Reife der

Persönlichkeit, sie entspricht der Bandbreite unserer Lebenserfahrung und dem Umgang damit.

Sprache programmiert unseren inneren Rechner – und wenn wir im Umgang mit Menschen wirklich hilfreich sein wollen, lernen wir in der Ausbildung sehr früh, auf die Sprache des andere zu achten, denn da zeigen sich die Glaubensmuster, die unsere Wirk-lichkeit entstehen lassen. Und gerade unsere eigenen Töne, die eigene Stimme hat eine intensive Heilwirkung, denn über sie verbinden wir uns mit unserer Essenz, dem Grundton, der ganz einzigartig uns ausmacht. So nennt sie der Musiktherapeut Wayne Perry unser " bestes Heilmittel 3

Im Englischen wird der Zusammenhang zwischen Klang und Gesundheit sogar im Wort deutlich, sound bedeutet gleichzeitig "Klang" und auch "gesund, intakt, gut, solide"….

Realitätsgestaltung

Ich bekenne – ich mag es einfach. Das heißt, ich liebe Methoden, die möglichst klar sind und funktionieren. Und da funktioniert meiner Erfahrung nach kaum etwas so gut und für jeden anwendbar wie der Einsatz von Tönen und Farben.

Den Erkenntnissen der neuen Biologie (Bruce Lipton, Joachim Bauer) wie auch der Quantenphysik zufolge ist es die Ausrichtung unserer Wahrnehmung, die unsere Realität bestimmen. Aber – wie richte ich diese dauerhaft neu aus, um meine Realität anders zu gestalten?

Wir können lernen, negative, i.e. uns nicht dienliche Gedanken durch positive zu ersetzen,

"Glück hängt nicht davon ab, wer du bist oder was du hast, es hängt nur davon ab, was du denkst." (Dale Carnegie)

Doch wie verändere ich, was ich denke?

Indem ich verändere, wie ich fühle.

Der Geowissenschaftler und ehemalige Raumfahrtingenieur Gregg Braden nennt es den Jesaja- Effekt, bei dem klar wird, dass wir nicht etwa einem fremden Schicksal ausgeliefert sind, sondern dass wir zu jeder Zeit die Resultate unserer Entscheidungen erleben. Im Kontext der Quantenphysik ist gezeigt, dass unsere Zukunft in Form von unzähligen Möglichkeiten bereits angelegt ist. Unsere Entscheidung, unser Fühlen entscheidet, welche Möglichkeit zur Realität wird. Braden lehrt hier eine neue Gebetsform, in der wir uns so fühlen, als sei das Gebet bereits erhört worden. Wenn wir auf diese Weise beten, ist das ein aktiver Entscheidungsprozess: Wir wählen aus den latent vorhandenen Möglichkeiten diejenige aus, die Zukunft werden soll. 4

Doch wer auch immer schon in einer angespannten, traurigen oder wütenden Verfassung versucht hat, sich anders zu fühlen, wird nun mit Recht fragen, wie das so einfach funktionieren soll. Zumal wir ja alle erst einmal gelernt haben, dass die Ursachen für unsere Gefühle außerhalb unserer selbst liegen sollen "ich bin traurig, weil du mich nicht verstehst, weil du so und so bist"….Doch erst über den Prozess der Zurücknahme von Verantwortlichkeit für die eigenen Gefühle – ich bin Schöpfer meiner Realität – gelangen wir an unser Gestalterpotential.

Das fatale ist nun, dass wir uns an Gefühle gewöhnt haben, denn sie sind ja letztendlich nichts anderes als Neurotransmitter. Und jemand, der z.B. an einen inneren chemischen Zustand der Wut gewöhnt ist – mit allen Botenstoffen, die dazugehören – kann nicht so leicht von dieser "Droge" ablassen. Er hat zunächst gar keinen Schlüssel für anderes Fühlen.

Dies erklärt, warum wir uns so häufig in Beziehungen wieder finden, die an die durchaus unangenehmen Seiten von Mutter oder Vater erinnern, warum wir es immer wieder hinkriegen, in der gleichen unerwünschten aber vertrauten Weise behandelt zu werden, auch wenn wir mit ganz neuen Menschen zu tun haben.

Der Psychotherapeut Steve de Shazer führte eine sehr erfolgreiche Partnerschafts-beratungspraxis – mit Wartezeiten bis zu einem halben Jahr. Um den Paaren in der Wartezeit etwas Sinnerfülltes an die Hand zu geben, bat er sie irgendwann, sich täglich schweigend eine Zeitlang auf die (vielleicht wenigen) positiven Aspekte des anderen zu konzentrieren. Nach wenigen Wochen hatte sich seine Warteliste auf 2 Wochen verkürzt.

Denn – wir formen die Realität, auf die wir uns konzentrieren. Und wenn ich mir ständig vor Augen halte, wie wenig mein Mann auf mich eingeht, wie er immer seine dreckigen Socken im Wohnzimmer liegen lässt, wie meine Frau immer nörgelt..…..ist sicher klar, wie der Partner mir erscheinen wird.

Doch - über das Denken komme ich nicht über das Denken hinaus, "du kannst ein Problem nicht auf der gleichen Ebene lösen, auf der es entstanden ist" sagt schon Einstein.

Im Denken drehen wir uns nur im Kreis. Es braucht etwas, was andere Ebenen anspricht.

Der Speicherort ist entscheidend.

Unser Gehirn ist so aufgebaut, dass Erfahrungen an verschiedenen Speicherorten im limbischen System gleichzeitig "abgelegt" werden. Im Hippocampus und der Großhirnrinde, dem und auch in der Amygdala, die eine Art Alarmanlage darstellt und blitzartige Reaktionen auslösen kann. Diese Mandelkerne gehören zum ältesten Gehirnteil des Menschen, reagieren also unmittelbar.

Die Qualität der gespeicherten Erinnerungen ist mit Emotionen verknüpft - "Werden also unbewusste Erinnerungen wachgerufen, so stellt die Amygdala

den Körperzustand wieder her, wie er beim Speichern des ursprünglichen Erlebnisses

geherrscht hat. (Herzklopfen, schwitzende Hände, schneller Atem usw.)" 5

Für Sprache und Denken ist dieser Bereich jedoch nicht empfänglich, die

Erinnerung wird non-verbal gespeichert, abgekoppelt von anderem Kontext.

Dies macht es therapeutisch oft so schwer, hier eine Korrektur, eine Neubewertung zu verankern. Denn der Hippocampus ist vergesslich – Telefonnummern, Prüfungsinhalte gehen immer wieder mal verloren, doch die Amygdala vergisst nichts, selbst wenn ein Ereignis nur einmal stattgefunden hat, ist es hier eingebrannt. Ein weitere Faktor ist, dass die Erinnerungen im Hippocampus bewusst sind, mit Assoziationen verarbeitet werden und

abrufbar sind. Die Inhalte der Amygdala jedoch sind unbewusst, wie der medizinisch Beobachtung von Patienten, bei denen Teile des Gehirns beschädigt worden sind, nachweisen.

Köstchen

Zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts behandelte der französische Arzt Eduard Clafard eine Frau, die wegen eines Gehirnschadens keine neuen Erinnerungen bilden konnte. Jedes Mal, wenn Clafard ihr Zimmer betrat, musste er sich neu vorstellen und ihr die Hand reichen, denn sie hatte über Nacht vergessen, wer er war. Eines Tages griff Clafard zu einer Arglist. In der Hand, die er seiner Patientin zur Begrüßung reichte, verbarg er eine Nadel. Die Ärmste spürte den Schmerz und fuhr erschrocken zurück. Am nächsten Morgen hatte sie zwar wieder vergessen, wer Clafard war, weigerte sich aber hartnäckig, ihm die Hand zu geben.6

Es braucht ein Werkzeug, dass die Sprache der Amygdala "spricht" – und das sind Töne, Farben und Gerüche. So arbeitet die Musik- und Klangtherapie auf Basis von Erkenntnissen der Hirnforschung, die eine deutliche Aktivierung der hypothalamischen Strukturen (die Amygdala wirkt durch den Hypothalamus, der wie der Hippocamus ein Teil des limbischen Systems ist und das Steuerzentrum des vegetativen Systems ist) durch die alleinige Wahrnehmung von Musik und Klängen gezeigt haben. Durch die Wahrnehmung heilsam wirkender Musik und Klänge werden die höheren hypothalamischen Hirngebiete aktiviert. Sie wirken dann über das autonome Nervensystem und das endokrine System 7

In dieser Kombinationsarbeit mit Heiltönen und Farben mache ich immer wieder die Erfahrung, dass sich dadurch im Klienten eine Art Fenster öffnet, durch das diese unzugängigen Bereiche geklärt und sanft gewandelt werden können. Eine Klientin reagierte

(mit einem jahrelangen depressiven Hintergrund) auf einen anstehenden Umzug mit dem Beginn einer Depression. Sie war zusätzlich panisch vor Angst, da ihr dieser Zustand zutiefst vertraut war und sie aus der Vergangenheit um die Gefahr jahrelangen Leides wusste. In einer einzigen Sitzung mit Farbessenzen und Heiltönen war der Bann in ihr jedoch gebrochen und die Depression löste sich auf.

Der größte Teil unsere emotionalen Reaktion bei einem Kinofilm gehen auf den Hörsinn zurück, blenden wir diesen aus, nimmt uns das ganze längst nicht mehr so intensiv gefangen. Über das Hören sind wir verbunden.

So sagt Hörspezialist Karl-Bernd Hüttenbrink, Direktor der Universitäts-Hals-Nasen-Ohrenklinik in Köln Gehörlose "sind aus der Gesellschaft weitaus stärker ausgegrenzt als Menschen, die nicht sehen können. Die Selbstmordrate unter Gehörlosen ist weitaus höher als zum Beispiel unter Blinden, und sie leiden häufiger an Depressionen. Die taubblinde Schriftstellerin Helen Keller hat es so ausgedrückt: Blindheit trennt von den Dingen, Taubheit von den Menschen.“8

Farben wirken – ohne dass wir sie sehen, Klänge wirken, ohne dass wir sie hören

Töne sind die Ursprache des Körpers (vgl. Artikel) und mit ihrer Hilfe können wir

die Aufnahme von Informationen im Körper fördern, ähnlich einer Trägerwelle, die

Radioinformationen transportiert.

Die Intention hinter dem Ton ist die eigentlich Information, sie bringt in-Formation, i.e. sie formt und erschafft Realität. Nun ist unser Schwingungssystem, die Energiekörper, mit denen der Sensitive arbeitet –entstanden aufgrund einer Vielzahl von programmierenden Erfahrungen und Glaubenssätzen genauso wie aus vielen Möglichkeiten, unseren Potential.

In der Arbeit mit Farben und Tönen stelle ich mich – auf einem andere energetischen Level - der Realität des Empfängers zur Verfügung. Lässt sich dieser darauf ein, kann einem Motor gleich die gewünschte Energie das System des Erkrankten wieder "in Gang" setzen –

"Als Resonanz werden in der Physik Vorgänge bezeichnet, bei denen ein schwingungsfähiges System mit seiner Eigenfrequenz durch Energiezufuhr angeregt wird. 9

Im ersten Schritt signalisieren die Töne Annahme, das innere "verstimmt sein" darf sich ausdrücken. Dann folgt eine Art

klingendes "Rohrfrei", indem alte Schwingung abtransportiert wird und zuletzt helfen sie, eine neue, heilsamere Schwingung zu implementieren.

 

Wenn wir nun in den beiden Ur-Programmiersprachen – Klang und Farbschwingungen - neue Informationen in dieses System einbringen, verändern wir (immer vorausgesetzt der Empfänger ist auf irgendeiner Ebene einverstanden) die Festplatte, die DNS.

 

Gemeinsame Realitäten

Und so, wie wir bei unserem Gegenüber im Gespräch das Gefühl brauchen, in unserem "Ist-Zustand" angenommen zu sein, damit Wandel geschehen darf, wirken Heiltöne und Farben

am besten, wenn sie zunächst in Resonanz zu dem Schmerz, dem Ungleichgewicht gehen dürfen. In der Trauma-maltherapie erscheint so das amputierte Bein eines Krebspatienten

in seinem Bild als schwarzer Riss auf dem Bild einer Vase, den er mit wieder und wieder nachzeichnet, mit zusammengebissenen Zähnen. Über diesen Prozess kam er schließlich zur Annahme und mit gelber Kreide malte er Lichtstrahlen, die durch den Sprung ins Innere der Vase drangen und er sagte "Unser Herz kann sehr stark werden, wo Brüche sind".10

 

Farben sind Licht und zu Licht gehört der Schatten.

 

Genauso bei der Heilarbeit mit Schmerz, körperlichem oder seelischen, Emotionen oder

Entwicklungsthemen. Zunächst geht es ums Annehmen, auf der Frequenz, die in unserem Gegenüber ist. So sagt Howard Richman "die Töne, die den größten Heilerfolg bringen,

sind oft Töne, die wir nie freiwillig aussuchen würden, da sie dem Schmerz zu ähnlich klingen . 11

Da Töne und Farben jedoch unmittelbar sowohl auf das Gefühl wie auf die physische Ebene einwirken, lässt sich über sie ganzheitlich Einfluss nehmen auf die Befindlichkeit des Patienten. Studien bei Schmerzpatienten zeigen, dass die Notwendigkeit für Schmerzmittel, die vom Patienten selbst verabreicht werden können, durch die Arbeit mit heilsamen Klängen um 75 % zurückgingen, die Patienten empfanden mehr Lebensqualität und Beweglichkeit. 12

 

In einer Testreihe des Fauna Communications Institute, Hillsborrough, USA, untersuchte man 2006 die Heilwirkung der Frequenz, wie sie Katzen beim Schnurren erzeugen. Vergleicht man die Heildauer eines Knochenbruchs bei einer Katze und einem Hund, so fällt auf, dass bei ähnlicher Anatomie die Katze wesentlich schneller geheilt ist als der Hund. Katzen schnurren nicht nur bei Wohlbefinden, auch bei schwersten Verletzung, wenn sie Junge bekommen, eingesperrt und unter Stress sind. Eine Messung der Frequenz des Schnurrens ergab einen Wert zwischen 25 und 50 Hz – genau die Wellenlänge, die zur Förderung von Muskel, Sehnen Knochenwachstum und Heilung am förderlichsten ist.

 

Die menschliche Variante des Schnurrens ist das Summen - mein Vorschlag ist, probieren Sie' s einfach aus. Wenn Sie in einem Körperbereich ein Unwohlsein oder Schmerz verspüren, lenken Sie Ihre Aufmerksamkeit dorthin und summen hinein. Gleichzeitig

hilft es sehr, sich eine Farbe vorzustellen, die diesen Bereich umhüllt.

 

 

 

Klangschalen – Heilen mit Musik

 

Die vielfältigen Töne einer Klangschale durchdringen den Körper und wecken Emotionen. Sie laden in Räume ein, die nicht mehr zugänglich waren und erinnern an die Harmonie, die in jedem angelegt und immer vorhanden ist. Ein Angebot, das man auf sich wirken lassen sollte.

 

Von Christiane Tietze-Gerhards,

 

In der griechischen Mythologie galt Harmonia als Tochter von Mars und Venus – dem Kriegsgott und der Liebesgöttin. Wen wundert es da, dass das scheinbar harmlose Streben nach Harmonie soviel Dynamik beinhaltet, uns immer wieder neu nach ihr suchen lässt und sich oftmals der Worte so entzieht.

Kaum ein Medium kann dies so fühlbar werden lassen wie der Klang – denn dieser wirkt ja gerade über sein Gegenüber, die Stille, in seiner ganzen Intensität. Und hier wiederum faszinieren Klangschalen seit über 3500 Jahren Menschen auf dem Weg zu sich, denn ihr Klang kann "die Erleuchtung begünstigen", so ein buddhistischer Mönch.

"Eine Klangschale hören heißt fühlen", schreibt David Lindner in seinem Buch "Gesang der Stille".[i] Fast jeder kennt sie – die in warmen Tönen leuchtenden Metallschalen. In Deutschland wurden sie vor allem durch Peter Hess bekannt, den Begründer der Klangmassage. Inzwischen sind sie aus den meisten Heil- und Entspannungspraxen nicht mehr wegzudenken. Laut David Lindner gehören sie "zu den populärsten Klanginstrumenten überhaupt."[ii] Denn sie klingen nicht nur wunderschön und öffnen dem Hörenden und Fühlenden neue Räume, sie sind auch leicht zugänglich. Es braucht kein jahrelanges Training, mit ihnen Klänge zu erzeugen und so trauen wir uns, sie zu nutzen.

 

Ursprung der Klangschalen

Der erste Vorläufer der Klangschale ist die so genannte Standglocke. Sie wurde circa 1500 vor Christus in Ostasien in zum Teil ganz erstaunlicher Größe angefertigt. Man stellte sie auf ein Kissen oder eine andere Unterlage und schlug sie an. Hieraus entstanden dann im Laufe der Zeit die vor allem aus Nepal, Indien, Tibet, Japan und China bekannten metallenen Klangschalen. Die genaue Geschichte jedoch ist unbekannt. Oft werden die Schalen als "tibetische Klangschalen" bezeichnet, da sie von den buddhistischen Mönchen in ihren Zeremonien benutzt wurden. Doch es gibt auch Berichte, denen zufolge schon in dem vor dem Buddhismus verbreiteten Bön-Schamanismus Klangkörper verwendet wurden. Heute gibt es kaum noch echte tibetische Schalen, da durch die chinesische Besatzung Tibets nahezu alle religiösen Gegenstände vernichtet und das Spielen von Klangschalen als Ausübung religiöser Praxis verboten wurde.

 

Schalen aus Metall, Kristall oder Edelstein

Die verschiedenen Schalen können sehr unterschiedlich klingen, je nach Größe - diese rangiert von circa 200 Gramm bis zu 4 Kilogramm – und Metallzusammensetzung. Über die Beschaffenheit der Schlegel kann dieser Klang darüber hinaus noch stark variiert werden.

Doch neben all den verschiedenen Metallschalen gibt es die langsam bekannter werdenden Kristall- und neuerdings auch Edelsteinklangschalen.

Für mich haben die Kristallklangschalen eine ganz besondere Bedeutung, denn sie haben mir eine Brücke gebaut zur Heilarbeit mit Tönen und Klang, zu der ich ohne diese Schalen sicher nicht den Mut gehabt hätte. Niemals hätte ich nach meiner Medialen Ausbildung am Arthur Findlay College in Stansted gedacht, dass ich einmal mit Klang arbeiten würde - noch weniger mit dem Selbst-Tönen, im Musikunterricht in der Schule hatte ich ja immer nur die Lippen bewegt... Doch die Kristallschalen machten mir Mut. Ihr sphärischer Klang öffnete in mir so viele Türen; es war letztendlich so, als flossen die Töne von selbst aus mir heraus. Vielleicht auch, weil sie uns so ähnlich sind, denn sie bestehen aus Siliziumquarz – aus dem auch viele Verbindungen des menschlichen Körpers bestehen. Zum anderen haben sie einen wundervollen Klang, durchdringend, den Raum erfüllend, lebendig. Anders als die Metallklangschalen werden sie "gerührt", man reibt mit einem speziellen Schlegel am Rand der Schale entlang, was die erstaunlichsten, immer auf mehreren Ebenen erklingenden Töne produziert.

 

Nicht ganz korrekt heißt es oft, die Kristallklangschalen seien aus "Bergkristall" hergestellt. Das stimmt nur insofern, als dass sie zu 99,9 Prozent aus Siliziumquarz bestehen, aus dem eben auch Bergkristall besteht. Dieser Quarz wird pulverisiert und über weit 3000 Grad erhitzt und dann in die Schalenform gebracht. Ursprünglich wurden sie für die Halbleiterindustrie als Medium der Energiebündelung in der Herstellung von Kristall-Silizium Chips entwickelt. Erst seit rund 25 Jahren werden sie vor allem in den USA als Musikinstrumente benutzt, da sie eine ganz außergewöhnliche Wirkung auf den Körper haben. Wie bereits erwähnt besteht dieser, genau wie die Schalen, zu großen Teilen aus Silizium. Sogar auf molekularer Ebene enthalten unsere Zellen kristalline Kieselsäure, die unsere elektromagnetischen Energien ausgleicht, und diese hat die gleiche chemische Formel wie die Kristallklangschalen.

 

Schwingende Informationen

Somit ist der Effekt, den die Schalen haben, leicht nachzuempfinden. Wenn Sie in die Schale selbst Wasser geben und sie anschlagen, wird das Wasser sofort sichtbar auf die Schwingung reagieren. Das Gleiche geschieht in unserem Körper. Und da es zusätzlich die Grundfähigkeit von Silizium ist, Informationen zu speichern (daher die Verwendung in der Computerindustrie, bei Telefonen etc.), lassen sich die Schalen wunderbar nutzen, um über Intention spezifische heilsame Botschaften einzuschwingen. Die Töne der Schale wirken wie ein Transformator und Verstärker.

Die Intensität der Schalen ist ganz erstaunlich. Nicht nur, dass sie eine Klang-Spannweite von 5 Oktaven erreichen. Ihr Klang breitet sich auch über enorme Distanzen bis zu einem Kilometer aus und sie können, je nach Qualität der Schale, bis zu 10 Minuten nachklingen.[iii] Sie gehen über das für uns Hörbare hinaus, in einen weiteren Raum. So erfahren die Menschen oft tiefe Ruhe und Geborgenheit. Der Verstand schweigt und so wird oft der Weg zu schöpferischer Energie, Ressourcen und neuer Kraft frei.

 

Klang als Mikro-Massage

Bei einer Klang-Massage werden die klingenden Schalen um den Empfänger herum bewegt und teilweise auch auf seinem Körper platziert und angeschlagen. Dabei können Erinnerungen an die Zeit im Leib der Mutter wieder lebendig werden, wo wir umgeben waren vom Klang ihres Herzens und ihres Körpers. Forscher wie Alfred A. Tomatis und Vera Brandes haben nachgewiesen, dass diese Frequenzen das Gehirn stimulieren, es mit Energie versorgen und unmittelbar das Limbische System ansprechen, was direkt mentale und körperliche Heilimpulse auslöst.[iv] Erinnerungen an diese frühen Eindrücke werden durch die Obertöne, die bei jedem Klangschalenton mitschwingen, aktiviert.

 

 

Individuelle Resonanz

Die beim Reiben der Schalen entstehenden Obertöne wandern, überlagern sich und wirken ganz unterschiedlich auf jeden Anwesenden im Raum. Bei jedem Menschen ergibt sich eine andere Resonanz. Wir haben Klangheilkonzerte gemacht, in denen bei dem einen Zuhörer ein rausgesprungener Wirbel durch den Klang wieder reinrutschte, beim anderen löste sich eine Depression auf und eine andere Zuhörerin kam in Kontakt mit einem lange unzugänglichen Anteil ihrer Persönlichkeit. Kurz gesagt, nicht wir als Klangschalen-Spielende bestimmen, was geschieht, sondern in jedem Empfänger entsteht eine völlig eigene, persönliche Interaktion mit den Schalen. Es tun sich neue Hör-Welten auf, und jeder bekommt, was er braucht. Das besondere an Klangschalen ist ihr extremer Reichtum an Obertönen, die je nach Verwendungsart der Schale vollkommen unterschiedlich sein können. Sie tauchen den ganzen Körper in ein Klang- und Schwingungsbad und erinnern unser Wasser, jene zwei Drittel unseres Körpers, an die harmonische Ur-Schwingung.

 

Der Neurobiologe Prof. Gerald Hüther zeigt in seinen Arbeiten über das Gehirn immer wieder, dass letztendlich alle entscheidenden Kompetenzen in uns verankert sind, es geht nur darum, diese wieder "freizuschalten". Und Tomatis sagt über seine Arbeit "Ich behandle keine Kinder. Ich wecke sie auf".[v] Ich finde diese achtungsvolle Haltung so heilsam, es ist schon alles da, es gibt eine harmonische Ordnung, und mit ein wenig Unterstützung ist unser System in der Lage, sich wieder neu auszurichten und diese Fähigkeiten zu nutzen. Hier kann Klang eine Brücke sein zu einem Jetzt der Gestaltungskraft und Heilung. An diese Grundharmonie erinnern uns die Kristallklangschalen.

Inzwischen gibt es mehrere Erscheinungsformen der Kristallklangschalen. Die gefrosteten Schalen mit circa 0,5 bis 1 Zentimeter dicker Wand sind die erste Generation. Sie werden mit einem Gummischlegel angeschlagen und dann "gerührt". Sie sind – zumindest für Kristallklangschalen – relativ robust, können intensiv an Menschen aber auch zur Reinigung und Energetisierung von Räumen eingesetzt werden. Noch neuer sind Edelsteinklangschalen, in denen zu dem Kristallquarz noch verschiedenste Edelsteine oder Edelmetalle zugefügt werden. Deren Energie wird über die Schalen potenziert, aufgeschwungen. So öffnet sich ein ganz neuer Raum, sie wirken über die feinstofflichen Körper hinaus und verbinden – so der Erfahrungsbericht vieler Klienten – mit einer Art kosmischem, göttlichem Raum.

 

Klang und Intuition

Siliziumquarz (wie auch Bergkristall) birgt in sichdie Farben des Regenbogens – daher wirken alle Schalen auch auf alle Energiezentren beziehungsweise Chakren, wenngleich auch hier eine Zuordnung von bestimmten Schalen zu den einzelnen Chakren möglich ist. Hier gibt es kein "richtig" oder "falsch", denn es wirkt. Und so werden die Schalen auch gewählt – intuitiv, sie sprechen uns an.

Das Wort "Intuition" leitet sich von dem lateinischen „intueri“ ab, was „anschauen“, „betrachten“ und „erwägen“ bedeutet. So wird Intuition als ein ganzheitliches Wahrnehmen betrachtet. Intuitive Erkenntnisse sind nicht auf verstandesmäßige Schlussfolgerungen zurückzuführen, sie sind ‚einfach da’. Der Vorteil bei diesem ‚sechsten Sinn’, unserem Bauchgefühl, ist, dass er unendlich schnell arbeitet und so wurde Intuition als kreatives Mittel auch gerade von den großen Denkern durchaus geschätzt. Der Mathematiker Henry Poincaré beschrieb sie in seinem Werk „Intuition and Logic in Mathematic“ als "das Mittel zur Erfindung".

 

Intuition als therapeutisches Mittel?

Die Frage ist nun: Kann und darf Intuition beim Klang als therapeutisches Mittel eingesetzt werden? Hierzu schreibt David Lindner: "Es braucht Klang-Schamanen, die nicht genau wissen, was sie tun. Es braucht Menschen, die darauf vertrauen, dass in den Klängen etwas verborgen liegt, was wirkt. Und natürlich muss man alles loslassen, was man sich so über Heilung und Krankheit gedacht hat. Wie sonst sollte man verstehen."[vi] Was ich an den Schalen so liebe, ist das Entstehen von fast kindlicher Freude beim Anschlagen, beim Reiben und Spielen (!), die in der Verbindung zu den sphärischen, über-irdischen Klängen eine äußerst heilsame Botschaft gibt: ich darf mich loslassen, darf ausprobieren und mal reinhören, darf laut und leise, zart und penetrant sein – und es wirkt. Ich muss nicht die Verantwortung für das Geschehen im Hörenden übernehmen, ich darf ganz bewusst einfach in Resonanz gehen, so wie Wellen schaukeln, kommen und gehen. Gunter Schmidt sagt: „Die Bedeutung eines Satzes, eines Ereignisses bestimmt einzig und allein der Empfänger“. Übertragen auf die Klänge bedeutet das, die Wirkung der Klänge bestimmt das Körper-Seele-Geist-System des Empfängers. Und das ist gut so. Denn das, was allem Missgestimmten, aus der Balance Gefallenen, zugrunde liegt, ist Harmonie - Ihre, meine ganz persönliche, einzigartige Form des Seins – die zum Klingen kommt.

 

In der nächsten Folge von „Schwingende Welten“ wird Christiane Tietze-Gerhards zusammen mit Wolfgang Bossinger das Projekt „Singende Krankenhäuser“ vorstellen.

 

Zitate:

"Höre , so wird deine Seele leben" (Buch Jesaja, Altes Testament", Madel/Henneges 1997, S. 226) Zitat aus Koller

 

Kaum jemand, der den Klang einer solchen Schale hört, wird sich im entziehen können, er öffnet uns, klingt für viele wie ‚zu Hause sein’.

 

Reisen, die heilen

Erschienen in raum & zeit, Nr. 160, Juli/August 2009, S. 106-109.

 

Fahrten durch die inneren Welten der Seele

Anpassung an das Erwartungs- und Wertesystem der Eltern und traumatische Erfahrungen können Teilaspekte unserer Persönlichkeit schon in der Kindheit abspalten. In der Heilarbeit haben wir die Möglichkeiten, durch die Technik der inneren Reisen Kontakt zu diesen Aspekten aufzunehmen und sie in uns zu integrieren, also wieder ganz und heil zu werden.

 

Meditation öffnet die Tore zu unseren inneren/anderen Welten. Hier liegt ihre besondere Kraft. Zum einen ist es natürlich die geführte Innenschau, sind es die Landschaften, Bilder und Begegnungen, die der "Reiseleiter" vorgibt aufgrund von Erfahrungen und auf der Basis archetypischer, seit Jahrtausenden in der schamanischen Arbeit aller Völker bewährter Bilder. Diese Worte sind die Energie, die Sie in eine innere Begegnung trägt.

Durch die Vorgabe bestimmter Begegnungen und Erfahrungen können Sie an die Bereiche gelangen, die vielleicht bisher ausgeschlossen waren aufgrund alter Verletzungen, oder einfach solche, die neu und bereichernd in Ihr Leben treten. Wichtig ist, dass Sie frei sind, zu entscheiden, ob Sie ein Bild, eine Begegnung entstehen lassen oder nicht. Meditation ist respektvoll, sie drängt nichts auf, Sie zeigt Ihnen lediglich jene Bereiche, die gerade betrachtet werden können.

Gleichzeitig bietet sich die Möglichkeit zu einem Quantensprung im Inneren – denn in diesen inneren Welten begegnen Sie schlussendlich sich selbst. Vielleicht einer an Jahren und Weisheit älteren Version Ihrer selbst, oder auch Ihrem Heiler/Heilerin, Ihrem Höheren Selbst.

 

Es geht nicht darum, dass ein vermeintlicher weiserer Guru uns erzählt, wie wir unser Leben zu leben haben. Es geht um unsere persönliche Meisterschaft, um Selbst-Verantwortung und die Entdeckung, dass wir in einer Hinwendung zu uns all die Antworten finden, nach denen wir so dringend im Außen suchen. Doch vor dem äußeren Finden steht das innere Sein – und in der Meditation verbinden wir uns mit unserer Essenz, unseren Gaben – finden Kontakt zu unserer Quelle.

 

Über den Kontakt mit einer heilen, kraftvollen und gewandelten Version unserer Selbst In der Meditation können wir lernen, einschränkende Selbstbilder loszulassen, wir erstellen gewissermaßen eine neue Blaupause, in der die Beschränkungen der Vergangenheit aufgelöst werden.

 

Und tatsächlich zeigt sich, dass Menschen zu allem fähig und bereit sind, was sie für möglich halten – haben wir einmal etwas erlebt, was unser bisher für möglich Gehaltenes übersteigt, können uns die Spiegelneuronen im Gehirn behilflich sein, dies in uns selbst auch als möglich zu verankern.

So z.B. galt für über 100 Jahre eine "magische" Grenze, niemand konnte eine Meile in weniger als 4 Minuten laufen. Kaum aber war es einem Läufer gelungen, unter diese Schallgrenze zu kommen, gelang es dann auch anderen Läufern, schneller als in 4 Minuten die Meile zu laufen. Dieses Beispiel verdeutlicht, dass uns manchmal nur ein Mensch zeigen muss, dass etwas möglich ist, und dass das Wunder dieser Person anderen unbewusst erlaubt, das gleiche zu bewältigen. 1

 

Wunderbarerweise können wir selbst dieser Mensch sein – und die Wirkung verstärkt sich noch – nach dem Grundsatz der Homöopathie – Ähnliches heilt Ähnliches.

 

Voraussetzungen für eine erfolgreiche Reise

Um wieder Zugang zu finden zu unserer inneren Vollkommenheit braucht es zwei Elemente – einen Führer, der diese Orte kennt, der uns durch sein Energiefeld die Sicherheit vermitteln kann, dass es eine richtige und heilende Reise ist; dass sie – durch Selbsterkenntnisse hindurch und vielleicht manchmal auch erlösende Tränen – in jedem Fall jedoch zu mehr Ganzheit, endlich zu uns selbst führt.

Zum anderen braucht es unser Vertrauen, unsere Bereitschaft, einen Schritt auf uns selbst zu zugehen. Alles weitere folgt so, wie es für Sie passt. Die inneren Reisen bieten Ihnen auf respektvolle Weise an, sich selbst näher zu kommen. In Ihrem Tempo, in Ihren Welten, auf Ihre Weise.

 

Die Verbindung mit einer höher schwingenden Heilebene wirkt sich auf unsere Zellen, unsere DNA aus. Alleine der Aufenthalt in der inneren Verbindung mit dem Höheren Selbst, den kosmischen Eltern oder dem Geistigen Lehrer verändert unsere Vibrationsfrequenz – und somit unsere Welt. Als schwingendes System reagieren wir nachhaltig positiv auf die Verbindung mit einer Heilquelle.

Wie die Russischen Wissenschaftler Poponin und Garajev herausgefunden haben, dienen 90 % unserer DNA als Kommunikationsmittel und Informationsspeicher. Die so aufgenommene Energie wird in der DNA gespeichert, indem das Molekül in Schwingung versetzt wird "Die DNA ist also ein höchst komplexer interaktiver Biochip auf Lichtbasis mit 3 Gigabits Speicherfähigkeit, 2 der noch dazu in der Lage ist, die menschliche Sprache universell in einer Art Urcode zu verstehen" Und so lernen Kinder Verhaltensmuster nicht nur durch Nachahmen, sondern sie werden ihnen auch auf der DNA-Ebene einprogrammiert.

 

Und da wir sicher alle in der Kindheit aus Unkenntnis dieser Tatsache etliche Programmierungen "abbekommen haben", die uns nicht wirklich dienlich sind, kann uns der Zugang über die Meditation helfen, eine neue Matrix zu erstellen. So schreibt Dr. Bruce Lipton in "Intelligente Zellen" 3 "Wenn sich das Denken verändert, beeinflusst das unsere Biologie"

 

Auf der Reise

Für viele Klienten ist es wichtig, dass ihnen nichts "von außen" aufgedrückt wird, sie nicht

der Vision eines anderen folgen, sondern dass die heilende Wahrheit von ihnen selbst, von innen kommt. In den geführten Reisen können Sie dem Göttlichen in sich selbst begegnen –

ähnlich, wie in der meditativen Praxis des Darshan allein die Gegenwart des Meisters die Schwingungsfrequenz hebt und heilsam wirkt, wirken wir selbst heilsam auf uns.

 

Der Begriff Darshan stammt aus dem Sanskrit und bedeutet zunächst „schauen“, „sehen und gesehen werden“, ist aber meist mit der Anschauung eines Heiligen oder einer Gottheit oder des spirituellen Meisters verbunden. Es geht darum, den Horizont des Schülers zu erweitern und zu mehr Offenheit zu führen.

 

Um Ihnen diese Reisen zu erleichten, habe ich CDs mit dem Titel Seelen-Reisen durch innere Länder aufgenommen. Sie sind dazu gedacht, Sie in müheloser und unterstützender Weise zu einer Begegnung mit Ihren Ressourcen, Ihren inneren Schätzen, zu bringen. Meine „Reisebeschreibungen“ führen Sie – an der Hand des Wortes – in Bereiche Ihres Bewusstseins, in denen Sie Zugang zu Informationen und Hilfen haben; in denen Sie mehr über sich erfahren können. Diese Seelen-Reisen sind vielfach erprobte Werkzeuge, die meinen Klienten behilflich waren, sich Stück um Stück besser kennen und lieben zu lernen und die Verbindung zu den feinstofflichen Bereichen, zur Geistigen Welt, zu verbessern.

 

So, wie wir als Kind sicher jeder einmal die Erfahrung machen mussten, wie genau sich nun das "heiß" des Herdes anfühlt, so brauchen wir für eine echte und transformierende Erkenntnis ein eigenes Erleben. Die Psychotherapie hat sich dieses Wissen schon lange zunutze gemacht, denn in jener Nicht-Zeitgebundenheit der Seele ist es nicht von Bedeutung, ob etwas "real" oder in der Meditation erlebt wird. Somit ist es nie zu spät für eine glückliche Kindheit, für einen Neubeginn.

 

Gleichzeitig bieten uns geführte Reise in unsere innere Welt auch die Möglichkeit, so genannten Schattenaspekten zu begegnen, jenen ungeliebten Anteilen, die wir am liebsten nur "weg-haben" wollen. Doch gerade diese Schatten bergen unsere größten Ressourcen, sie sind eine Quelle von Kraft und Energie – wenn wir sie uns nutzbar machen können.

"Sie müssen ins Dunkle gehen, damit Ihr Licht leuchten kann. Wenn wir irgendein Gefühl oder einen Impuls unterdrücken, dann unterdrücken wir auch seinen polaren Gegensatz. Wenn wir unsere Hässlichkeit verleugnen, vermindern wir unsere Schönheit".4 "Das, was in Ihnen nicht sein darf, lässt Sie nicht sein" .

 

In unseren unbewussten Bereichen – im Schatten – liegt eine unendliche Quelle von Kraft und Energie, die jedoch meist blockiert ist durch schmerzhafte Erfahrungen in der Kindheit. Wenn es nun gelingt, über eine Begegnung mit den bisher ausgeschlossenen Anteilen in der Meditation Frieden zu schließen werden sie zu Ressourcen, die uns dienen.

 

Dabei ist nicht gemeint, dass wir zu dem werden, was wir ablehnen. Wir wandeln lediglich das Abgelehnte wieder zu der Urenergie um, die es eigentlich repräsentiert – ähnlich, wie wir bei einem lauten Radio die Lautstärke herunterdrehen können, bis es angenehm wird.

So wird zum Beispiel aus dem abgelehnten Schatten der Wut (Hintergrund: cholerischer Vater, schlug mich als Kind) in einer „leiseren“ und erlaubten Version die Fähigkeit, angemessen Grenzen zu setzen, ein Nein auszusprechen und zu halten – für viele Menschen ein großes Problem. Denn da wir um keinen Preis so werden wollen, wie der Verursacher unserer Blockade, unterbinden wir zunächst jeden Energiefluss. Doch damit fehlen uns überlebenswichtige Ressourcen, die wir über die geschützte Begegnung mit diesen Aspekten in einer Meditation wieder befreien und für unser Leben passend integrieren können.

 

Die verschiedenen Reiseziele

Ich möchte Ihnen nun die Reisen auf unseren CDs kurz vorstellen. Zunächst die auf CD1: Auf der Reise mit dem Titel Der Fluss der Chakren bewegen Sie sich, getragen von einem Fluss, durch eine Landschaft, die gleichzeitig mit Ihren Energiezentren, Ihren Chakren, verbunden ist. So erhalten Sie Informationen über Ihre Energien und können sich mit Erdenergie aufladen. Gegen Ende führt die Reise Sie auf eine Insel, auf der Sie einem weisen Aspekt Ihrer selbst begegnen können, um Antwort auf Fragen sowie Unterstützung erhalten zu können.

 

In der Meditation Das Innere Haus finden Sie in einer für Sie stimmigen Landschaft Ihr inneres Haus – einen Ort, der eine Widerspiegelung Ihres augenblicklichen Zustandes ist. Die Räume, die sich dann zeigen, spiegeln symbolisch Aspekte unseres Selbst wieder. Der Weg in den Keller des Hauses lädt ein, möglichen Schattenaspekten in einem geschützten Raum zu begegnen. Sie betreten den Raum der Zukunft und haben weiterhin die Gelegenheit, sich mit einem Menschen, mit dem Sie noch etwas zu klären haben, auszusprechen.

 

In Der innere Tempel machen wir gemeinsam eine Reise an Ihren persönlichen heiligen Ort. Über einen Regenbogenweg gelangen Sie ins Innere Ihres Heiligtums und begegnen dort Ihrem Geistigen Lehrer oder Heiler. In diesem Kontakt können Sie sich aufladen mit neuer Energie und gleichzeitig die Anbindung an die Geistige Welt stärken und üben. Sie haben die Gelegenheit, Fragen zu stellen und Unterstützung zu bekommen.

 

Mit einem Heillied bitten Sie um Unterstützung für ein persönliches Anliegen – egal ob körperlicher oder geistig-seelischer Art und öffnen Sie sich für die heilenden Frequenzen der Geistigen Welt.

 

Die CD 2 geht noch einen Schritt weiter. Die Meditation Mögen alle Wesen Frieden finden ist inspiriert durch eine alte buddhistische Praxis. Sie wenden sich zunächst sich selbst zu, segnen Ihr eigenes Leben, danach eine geliebten Menschen, und dann – wenn es möglich ist, einen Menschen, mit dem Sie vielleicht Schwierigkeiten haben. Dem liegt das Wissen zugrunde, dass sicher auch dieser Mensch, wenn er denn wirklich glücklich wäre, wahrscheinlich ganz anders gehandelt hätte. Danach wenden Sie sich der Erde zu und segnen alle Wesen, um abschließend noch einmal auf das eigene Leben zu schauen.

Diese Meditation bringt tiefen Frieden und Entspannung.

 

In Die kosmischen Eltern – eine Nährmeditation erleben Sie diese alsganz reale energetische Instanz, die unabhängig von unseren physischen Eltern unterstützend, nährend und ermutigend wirken. Gerade, wenn die eigenen Eltern – aus welchen Gründen auch immer – uns nicht das geben konnten, was wir gebraucht hätten, bietet diese Meditation eine wunderbare Möglichkeit, Heilung für diesen Kinder-Anteil in uns zu erfahren. Sie werden durch eine innere Landschaft zu einer Begegnung mit diesen Archetypen geführt und haben Zeit und Raum, zurück in die Zeit als Säugling zu gehen und genährt, geliebt und gehalten zu werden – so lange, wie es für Sie richtig ist.

 

Auf dieser geführten Reise Das innere Kind haben Sie die Gelegenheit, einem Kinderteil von sich selbst zu begegnen, der vielleicht stecken geblieben ist in einer schmerzhaften Erfahrung und vielleicht immer noch verletzt ist durch Erlebnisse in der Kindheit. Sie werden behutsam in eine Annäherung zu diesem Teil Ihrer Selbst, Ihrem inneren Kind, geführt. Im weiteren Verlauf werden Sie gesegnet in einer Begegnung mit all den Menschen aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, die Sie geliebt haben, lieben und lieben werden. Über diesen inneren Segen kann Aussöhnung geschehen und sich eine engere Verbindung zu den vielleicht problematischen kindlichen Persönlichkeitsanteilen entwickeln.

 

Auf der Reise Das Lösen unguter Verbindungen haben Sie die Möglichkeit, die unguten, blockierenden Aspekte in Beziehungen zu nahe stehenden Menschen zu klären. Es geht in keinem Fall darum, Liebesbeziehungen aufzulösen, Fokus der Meditation sind jene „Reaktionen auf Knopfdruck“, die für beide Seiten nur Leid und Einschränkung bewirken. Liebe braucht Freiheit und in dieser Meditation können Sie die Aspekte lösen, welche diese Freiheit gefangen halten. Sie werden in Ihrer inneren Landschaft auf einen Berg geführt, auf den Sie eine Person einladen können, mit der es etwas zu klären gibt. Unterstützt durch Ihr Höheres Selbst oder Ihren Engel lösen Sie dann die Fesseln der Energie mit dieser Person auf und werden anschließend an einen unterstützenden hilfreichen Ort geführt.

 

 

Resonanz - wie wir unsere Wirklichkeit gestalten.

Schwingende Welten, Teil 2. Originalartikel in raum & zeit, Nr. 163/Jan-Feb. 2010

 

"Think positive" – viele stehen dieser amerikanischen Psychostrategie skeptisch gegenüber. Mit Recht, werden hier doch oft die komplexen Zusammenhänge völlig außer Acht gelassen, wie zum Beispiel die große Macht des Unterbewussten. Christiane Tietze-Gerhards macht auf diese tief liegenden Strukturen aufmerksam und zeigt, wie man sie in Resonanz mit seinen Wünschen bringen kann.

 

Resonanzen – das Zurück-Klingen dessen, was wir aussenden, gestalten unser Leben. Nicht nur meta-physisch, sondern gemäß den Erkenntnissen der Physik.

Wir leben in einem Feld von Frequenzen; wirkenden Wellen, die aus der Vergangenheit unsere Gegenwart bestimmen – soweit können wir alle sicher mühelos folgen; wenn ich gestern ein Buch bestellt habe, finde ich es ganz normal, wenn dann ein Päckchen bei mir angeliefert wird. Genauso ist klar, dass unsere Erfahrungen und besondere Erlebnisse in der Kindheit unser gesamtes Denken, unser Herangehen an die Welt und somit unser Leben nachhaltig beeinflussen.

Dann gibt es eine weiter Wellenform, solche, die aus der Gegenwart die Zukunft bestimmen– auch das ist nachvollziehbar (sog. Angebotswellen gem. dem Quantenphysiker John G. Cramer) – hier wirkt das gleiche, uns vertraute Prinzip – hier und heute die Ursache – morgen dann die Wirkung.

Aber – so gradlinig funktioniert die Gestaltung unserer Realität nicht, denn es gibt auch Wellen, so genannte Echowellen, die aus der Zukunft in unsere Vergangenheit hineinwirken. Das Zusammentreffen dieser beiden Wellen führt dann zu einer Ereigniswahrscheinlichkeit. Vergleichbar vielleicht mit der Kommunikation zwischen zwei Faxgeräten, bei denen zunächst gewisse Prüfsignale ausgetauscht werden, bis sich beide Geräte auf einen Übertragungsstandard geeinigt haben und ein Datenaustausch stattfinden kann. 1. Somit kommunizieren wir ständig mit zahllosen Varianten unseres zukünftigen Selbst sowie gleichzeitig rückwirkend mit unserem vergangenen Selbst.

Hierbei sucht der Filter unseres Bewußtseins dann die Zukunftsvariante aus, die am ehesten zum Bewusstseinszustand in der Vergangenheit passt.

Kästchen: "Somit existieren im Möglichkeitsraum nicht nur alle möglichen Varianten des Universums zu einem bestimmten Zeitpunkt, sondern alle möglichen Realitätsvarianten aller Zeiten parallel, also auch unsere Vergangenheit und Zukunft in allen ihren möglichen Variationen". 2

 

Kästchen: Die Zeit ist überhaupt nicht so, wie sie scheint.

Sie bewegt sich nicht nur in eine Richtung,

und die Zukunft existiert gleichzeitig mit der Vergangenheit.

ALBERT EINSTEIN

 

"Wir sind Schöpfer unserer eigenen Wirklichkeit. Die Welt, die wir erleben, entsteht erst durch unsere bewusste Wahrnehmung, die aus dem gigantischen Spektrum aller Möglichkeiten eine bestimmte, mehr oder weniger scharf abgegrenzte Realität herausfiltert. Das grundlegende Kriterium dabei ist die Widerspruchsfreiheit der erlebten Realität." 3

Klingt herausfordernd. Wir haben also alles in der Hand – theoretisch. Denn es sind natürlich und leider ! nicht unsere bewußten Gedanken, die jene Resonanzen auslösen, sondern vor allem unbewußte Glaubensmuster, unsere tief verinnerlichte Haltung zur Welt, genauso wie systemische Bindungen bzw. morphogenetische Felder, die wirken.

"Wenn also die Wünsche des Bewusstseins den Programmen des Unterbewusstseins widersprechen, raten Sie mal, wer da wohl gewinnt ? Sie können sich eine positive Affirmation wie dass Sie liebenswert sind oder dass sich Ihr Tumor auflöst tausendfach wiederholen – wenn Ihnen als Kind immer wieder gesagt wurde, dass Sie wertlos oder schwächlich sind, wird Ihr Unterbewusstsein all Ihre Bemühungen untergraben 4. Bruce Lipton Intelligente Zellen S. 126.

 

Einem Projektor vergleichbar, der egal auf welche Leinwand immer wieder den gleichen Film projiziert. Und so kann es nicht helfen, die Leinwand (ist gleich – den Partner, den Chef, die Freunde) auszutauschen, solange ein bestimmter Glaubenssatz (für Liebe muss ich hart arbeiten, niemand wertschätzt mich etc.) in mir vorhanden ist, werde ich in jeder neuen Beziehung immer wieder die gleichen Effekte bewirken. So wie der Fall einer Klientin, die immer wieder an Männer geriet, die sie schlugen. Sie war von ihrem Vater misshandelt worden, auch ihr erster Mann schlug sie. Es gelang ihr, sich zu trennen, doch in jeder weiteren Beziehung kam es zu Gewalt, obwohl die Männer, mit denen sie zusammen war, vorher noch nicht gewalttätig gewesen waren, sich selbst nicht erklären konnten, warum sie sich so verhielten. Ein Einzelfall? In dieser extremen Form sicher. Doch wir kennen es alle aus eigenem Leben, wenn trotz aller offensichtlichen Bemühung unsere Erfahrungen nicht anders werden, wir immer wieder um Liebe, Erfolg, Anerkennung, mehr Fülle oder Freude ringen – sogar wissen, dass sie uns (eigentlich) zustehen – aber irgendwie klappt es nicht.

Rüdiger Schache 5 nennt es den „Herzmagneten“. Wir ziehen immer die Personen und Erlebnisse in unser Leben, die uns mit unseren „Baustellen“ in Verbindung bringen, das Gesetz der Resonanz bietet uns die Gelegenheit, im Außen zu erkennen, wie unsere innersten Glaubenssätze sind.

 

Welche Resonanz wirkt ?

So beglückend und befreiend die grundlegende Erkenntnis, dass wir unser Leben wandeln und gestalten können, ist, so gilt es doch auch hier gewisse Gesetzmäßigkeiten zu achten. Es reicht nicht aus, sich von nun an in positiver Weise zu sehen und eine glückliche, mit allem erfüllte Zukunft zu visualisieren.

Zwar ist es, gemäß der Quantenphysik, "die Beobachtung selbst, die aus der Überlagerung aller Möglichkeiten eine bestimmte Variante zur erlebten Realität macht" 6.

Bekanntlich sind jedoch 90 % unserer heutigen Gedanken die gleichen wie gestern und vor einem Jahr, und wir neigen dazu, uns aus vermeintlichem Selbstschutz heraus mit dem zu beschäftigen, was wir nicht wollen. Und so ziehen wir unweigerlich das in unser Leben, worauf wir die meiste Energie verwenden – sorgen wir uns z.B. um Mangel, so erfahren wir eben diesen. Wenn ich mein Navigationsgerät auf "nicht-Berlin" oder "nicht-München" programmieren wollte – es würde mich sicher nicht nach Hamburg bringen, auch wenn das mein geheimes eigentliches Ziel wäre.

Haben wir als Kind gelernt, dass wir wenig Einfluss auf unsere Lebensumstände haben, verbunden vielleicht noch mit einer Negativ-Beurteilung durch die Eltern (das schaffst du eh nicht, dafür reicht`s bei dir nicht oder für unsere Familie gibt’s kein Glück etc.) so werden unsere Zellen darauf programmiert. Masaru Emotos Aufnahme von auf diese Weise programmiertem Wasser zeigen deutlich, wie negativ sich solche Sätze auf unsere Biochemie auswirken. Negativ-In-form-ationen werden an andere Zellen weitergegeben. Somit sind Neuropeptite, die durch Emotionen ausgelösten Stoffe, Gedanken, die zu Materie werden 7 Biochemisch führen z.B. Wut, Stress und Sorgen für Stunden zu einem geschwächten Immunsystem, Glücksmomente hingegen stärken es und sorgen sogar dafür, dass unser Gehirn sehr viel leistungsfähiger arbeitet. (So schildert Stefan Klein einen Versuch, in dem Krankenhausärzten vor einer schwierigen Diagnose überraschend ein Bonbon geschenkt wurde – sie liefen daraufhin zu kreativen Höchstleistungen auf und kamen doppelt so schnell wie die Vergleichsgruppe zum richtigen Ergebnis 8

Versuche zeigen, dass Menschen, die in einem psychologischen Versuch in eine für sie nicht zu beeinflussende Situation geführt werden, im weiteren Verlauf der Tests immer weniger davon ausgehen, etwas an ihrer Lage ändern zu können und schließlich ganz passiv werden.

Doch – "das menschliche Gehirn ist so wandlungsfähig wie kein anderes System, das die Natur hervorgebracht hat" 9 Wir können also lernen, aus dem, was wir als Realitäts-daten vorfinden, neue Deutungsformen zu schaffen. Als Beispiel vergleiche man nur die grundlegenden Verschiedenheiten der männlichen und weiblichen Deutungsweise einer Situation. Ohne ein Bewusstsein der Unterschiede (so spricht Therapeut und Bestseller-Autor John Gray von unterschiedlichen Planenten, von denen Mann und Frau stammen) missverstehen wir uns ständig. Bei einem Problem möchte die Frau z.B. kommunizieren, Nähe herstellen. Der Mann jedoch braucht einen Rückzug, um sich und seine Position zu finden. Ohne die Kenntnis dieser an sich neutralen Bedürfnisse kommt es offensichtlich zu Verletzungen und Problemen. Sie fühlt sich ungeliebt und verlassen, er fühlt sich bedrängt. Haben jedoch beide Kenntnis über die Realität des anderen – die sich von ihrem eigenen Gefühl und Bedürfnis unterscheidet, können sie sich verständnisvoll begegnen.

 

Positive Resonanz muss erlaubt sein

Da gibt es sicher keine Diskussion – wir alle wünschen uns Glück, Liebe, Gesundheit, Erfolg….Und finden sicher auch, dass sie uns zustehen – zumindest in unserem Denken. In der therapeutischen Arbeit stoßen wir jedoch immer wieder auf tief sitzende Glaubensmuster, die genau das, was wir uns doch wünschen, verbieten und verhindern.

Für die wirk-liche Gestaltung unseres Lebens scheinen ganz andere, tiefer liegende Programme zuständig zu sein. Ein wichtiger Bereich hier ist unser Familiensystem, unsere Ahnen.

Dies wird heute leicht übersehen, können wir doch meist unseren Beruf, unsere Lebensform weit freier wählen als in vergangenen Generationen – und glauben uns somit frei von Zwängen.

 

Und doch gibt es in uns Programmierungen, die festen Glaubens- und Denkmuster, die unsere "Festplatte" von Kindheit an beschrieben haben, und die oft so subtil arbeiten, dass wir uns ihrer Wirkung nicht bewußt sind. Und gerade diese Muster bestimmen unsere Realität.

 

Hierzu einen Geschichte. Ein Klient – wunderbar ausgebildet und sehr begabt – hat trotz aller Bemühung keinen Erfolg in seiner Praxis. Er liebt seinen Heilberuf und hätte die Möglichkeit, gut zu verdienen. Immer wenn seine Einkünfte ein bestimmtes Maß erreichen, bleiben die Klienten weg. In einer Supervision zeigt sich, dass tief in ihm verwurzelt das Wissen wirkt, dass beide Eltern sich für ihren Lebensunterhalt und die drei Kinder völlig aufgerieben haben, von früh um 4 bis abends an 6 Tagen in der Woche hart gearbeitet haben, in ungeliebten Jobs und kaum genug Geld verdienten, um alle über Wasser zu halten. Seinem inneren Gefühl (das nichts mit dem vernünftigen Denken und Wissen zu tun hat) gemäß wäre es einfach unanständig gewesen, mit der Tätigkeit, die er liebt, erfolgreich und wohlhabend zu sein, wenn seine Eltern sich so anstrengen mussten. Hinzu kam noch erschwerend, dass der Begriff "Arbeit" an sich für ihn über die Eltern sehr negativ besetzt war.

 

Das interessante an dieser Geschichte ist, dass an der bewussten Oberfläche mein Klient sehr deutlich betonte, wie klar ihm sei, dass seine Eltern selbst für ihr Leben verantwortlich seinen, dass er sich von ihrer Haltung distanziert habe und alles geklärt sei.

 

Doch kaum waren für ihn die zugrunde liegenden Muster der Treue und Liebe des Kindes fühlbar geworden, wie dies z.B. in der systemischen Arbeit oder der Medialen Beratung geschieht, konnte er seine Eltern in ihrem Leben ehren und für sich eine neue Wahl, eine neue Resonanz finden, dann erst durfte sie entstehen.

 

Unser Unterbewusstsein reagiert auf Reize gemäß seiner Programmierung – und diese können wir wandeln, "wir sind weder unseren Genen noch unseren Schutzreflexen hilflos ausgeliefert" 10.

 

Kästchen: Als Systemische Therapie wird eine psychotherapeutische Fachrichtung beschrieben, die systemische Zusammenhänge und interpersonelle Beziehungen in einer Gruppe als Grundlage für die Diagnose und Therapie von seelischen Beschwerden und interpersonellen Konflikten betrachtet. Seit Dezember 2008 ist diese Therapieform und ihre Wirksamkeit auch in Deutschland wissenschaftlich anerkannt, in Österreich und der Schweiz erfolgte die Anerkennung bereits in den 1990er Jahren. Ein System ist eine Gesamtheit von Elementen, die so aufeinander bezogen sind und in einer Weise wechselwirken, dass sie als eine aufgaben-, sinn- oder zweckgebundene Einheit angesehen werden können und sich in dieser Hinsicht gegenüber der sie umgebenden Umwelt abgrenzen. wikipedia.

 

Interessant ist, dass in den schamanischen Kulturen diese Ahnen-Bindung immer gesehen und geachtet wurde, es galt, dass nur mit dem Segen der Ahnen Projekte gelingen konnten und dass ein Wandel, etwas Neues, nur dann wirklich gelingen kann, wenn es mit dem Segen der Ahnen geschieht. Wenn das Alte geachtet wird, kann es zu einer guten Basis für das Neue werden.

 

Wie wandeln wir unsere Resonanz ?

In seinem Buch Verlorene Geheimnisse des Betens,11 geht der Physiker Gregg Braden auf die Kraft des Fühlens ein. Denn erst, wenn eine mögliche neue Realität in uns fühlbar wird, hat sie genug Kraft, über die Frequenzwellen zu wirken und zu formen.

 

Dieses Prinzip wird auch in folgender Geschichte deutlich:

Ein Regenmacher wurde in ein Dorf gerufen, nachdem eine lange Dürreperiode alle Felder ausgetrocknet hatte und die Bauern um ihre Ernte fürchteten. Der Regenmacher bat um eine Hütte, in der er für die Zeit seiner Arbeit wohnen könne. Nachdem man ihm eine Hütte zur Verfügung gestellt hatte, verschwand er darin für drei Tage und drei Nächte. Die Bauern wurden besorgt und wütend, das er so gar nichts tat, schließlich hatten sie doch alle ihr letztes Geld dafür gesammelt, um ihn rufen zu können. Am Abend des dritten Tages jedoch zogen Regenwolken am Horizont auf und bald regnete es in Strömen. Alle feierten begeistert und liefen zu dem Regenmacher. Was er denn getan habe fragten sie? Nun, entgegnete der weise Mann, hier war alles im Ungleichgewicht. Und so habe ich mich ins Gleichgewicht gebracht. Das ist alles.

 

Es geht also nicht darum, das wir das "Richtige" tun müssen, es geht darum, zu dem zu werden, was wir erleben möchten.

 

Wie aber können wir etwas fühlen, was ja offensichtlich noch nicht da ist?

 

Hier hilft alles, was den spielerischen, nicht-sprachlichen Teil unseres Seins berührt.

Tönen und Summen zur Manifestation (vgl. Artikel r & z Heft 152…), Bewegung und Haltung genauso wie die meditative Verbindung mit den Aspekten unseres Seins, die sich auf einer höheren Schwingungsfrequenz befinden. So ähnlich, wie Sie alle sicher den Zustand kennen, im inneren Erleben eher einem Dreijährigen als einem Erwachsenen zu gleichen, und dann auch wieder jene Momente, wo wir völlig weise und erleuchtet sind, so gibt es Aspekte von uns, die schon SIND, wonach wir uns sehen, in Liebe, im Vertrauen, erfolgreich, strahlend.

Und in der bewussten Verbindung mit diesen Teilen unserer selbst gelingt mehr und mehr das Wunder, wir werden, was wir sind….

 

Sollte Sie sich schlecht fühlen - nehmen Sie einfach rein körperlich eine erfolgreiche, glückliche Haltung ein – und Ihre Biochemie wird sich wandeln – probieren Sie's aus.

Tönen Sie (wenn nötig zum Üben erstmal alleine) Ihren liebsten Wunsch, das, was Sie in Ihr Leben rufen wollen….und Ihre Sende- und Erschaffungsfrequenz wird sich ändern. Denn da alles Schwingung ist, schöpfen und erschaffen wir sowieso ständig. Der entscheidende Wandlungsfaktor beginnt dabei, dieses bewußt einzusetzen. Und natürlich auch, sich

den Bereichen in uns zuzuwenden, die aufgrund alter Verletzungen nicht schwingen können. So wies Dr. Maximilian Moser nach, dass nur ein gesundes Herz schwingt und tanzt, 12 ein krankes Herz jedoch schweigt.

 

Über ein äußeres Zuführen von Heilklängen kann diese Schwingung jedoch wieder angeregt werden und das Herz heilt.

 

Da es kein stärkeres Sendefeld als das Herz gibt (vgl. Artikel in der nächsten Raum und Zeit) lernen wir, immer müheloser jene Resonanzen in unser Leben zu rufen, die dem Ausdruck verleihen, was wir leben wollen.

 

Schwingende Welten

Originalartikel: raum & zeit Nr. 162, November/Dezember 2009

 

"Musik ist die Beschreibung der Welt ohne Worte und Begriffe. Sie ist die Philosophie der Gefühle" brachte es der Schriftsteller Carl Ludwig Schleich auf den Punkt. Klänge begleiten uns nicht nur durch die verschiedensten Stimmungen und Phasen des Lebens, sie können auch der Heilung dienen. Die Klangtherapeutin Christiane Tietze-Gerhards fängt hier als Auftakt einer losen Serie über verschiedene musikalische Heilmethoden das ganz besonderen Phänomen der Musik ein.

Ein Wort, ein Ton – sie können alles verändern, und das in rasender Geschwindigkeit. Nichts erreicht unser gesamtes Sein so schnell wie Klang: vom Moment der Klangerzeugung vergeht weit unter 1/6000 Sekunde, bis dieser Ton jede Zelle erreicht hat. Klänge wirken also unmittelbar – nicht unser Gehirn interpretiert eine Wortbedeutung, eine Wahrnehmung, sondern der Klang selbst – als Ursprache des Körpers, denn dieser pulsiert ständig 1 (siehe Artikel Einklang, r & z Jan08)

Und so wird in allen Schöpfungsmythen KIang als Grundlage aller Erscheinungen, allen Lebens gesehen. Letztlich besteht das gesamte Universum aus Schwingungen, denn jeder Körper, jede Materie ist ja – wie die Physik darlegte – nichts anderes als verdichtete Energie. Sichtbar machten diese Tatsache Forscher wie Masaro Emoto, Hans Jenny, Chladny und die Wasserbilder von Alexander Lauterwasser (vgl. artikel R & Z No. 152, 2008)

Jede lebende Zelle - ob pflanzlich, tierisch oder menschlich – besitzt laut NASA und wissenschaftlicher Erkenntnisse eine ganz bestimmte Tonfrequenz, welche Physiker der Quantenphysik im BBC präsentiert haben.

Auch in unserer Sprache drückt sich dies aus – ist uns jemand sympathisch, sprechen wir davon, mit ihm „auf einer Wellenlänge zu sein“, und das Wort „Person“ mit dem wir einander beschreiben, geht zurück auf das lateinische „personare“, was durchtönen bedeutet – wir sind Schwingung, Frequenz, In-Formation.

 

Was liegt also näher, als diese Interferenzen zur Heilung zu nutzen. Jede Schallschwingung wirkt auf den Menschen als Ganzes.

Das Hören ist der erste Sinn, mit dem das Baby im Mutterleib seine Umwelt wahrnimmt. Nur eine Woche nach der Befruchtung der Eizelle können kleine Ansätze der Ohrenbildung am Embryo festgestellt werden und von der der 20. Schwangerschaftswoche an nimmt das Baby Töne wahr und unterscheidet Stimmen. Wenn eine Mutter während der Schwangerschaft ein bestimmtes Klavierstück wieder und wieder gehört hat, dann wird ihr Kind später stark auf diese Musik reagieren.

Es lässt sich heute nachweisen, dass Musik Einfluss auf Herzschlag, Atmung, Puls, Hautwiderstand, Blutdruck, Stoffwechsel, Verdauungssystem und die Hormone hat. Musik ist eine Sprache, die alles und jeder versteht.

 

Hier kann die Heilarbeit mit Klang und Musik in erstaunlich effektiver Weise wirksam sein - wie der Neurobiologe Prof. Dr. Hübner darlegt, können einmal entstandene Verschaltungsmuster im Gehirn (wie sie dann z.B. unsere Überzeugungen und Verhaltensweisen bestimmen) nur bei gleichzeitiger Veränderung der emotionalen Zentren gewandelt werden.3 Untersuchungen zeigen, dass beim Hören von Musik diese emotionalen Zentren stimuliert werden, „die damit einhergehende vermehrte Ausschüttung neuroplastischer Botenstoffe unterstützt die Verankerung der im Rahmen dieser Erfahrungen aktivierten neuronalen Verschaltungsmuster durch entsprechende Bahnungsprozesse“ 4– auf diese Weise wird neues Denken, Handeln und Fühlen möglich, wir erschaffen uns neu.

Kästchen: Denken Sie, wenn Musik nicht allein ein Gemüt, eine

Seele zu erschüttern vermöchte, sondern sogar Macht hätte, einen

Körper umzubilden, ein Gesicht zu verändern . . . , vielleicht eine

körperliche Wunde zu heilen! . . . Was hindert uns, daran zu glauben?“

(aus einem Brief vom 15. 7. 1924 an die Prinzessinnen Mary und

Antoinette Windischgraetz). Rainer Maria Rilke

 

Töne wirken direkt auf unsere Biochemie – sie rufen Emotionen hervor, bringt in Bewegung, aktiviert in sekundenschnelle Erinnerungssequenzen - wir alle kennen die sofortige Wirkung eines besonderen Liedes aus der Vergangenheit – das süße Erinnerung oder intensiven Schmerz hervorrufen kann. Rhythmische Musik regt uns an, langsame Klänge beruhigen und entspannen; Melancholie oder Fröhlichkeit lassen sich somit einfach durch die passende Musik auslösen.

 

Von der Antike bis zur Gegenwart

Klang verändert unser Fühlen. Diese Tatsache wird schon seit der Antike therapeutisch genutzt - schon damals schrieb man der Musik die Macht zu, ins Innere der Seele zu dringen und wieder eine ganzheitliche Harmonie herzustellen, sie galt als wichtiges Mittel zur Persönlichkeitserziehung. Für Aristoteles reinigte Musik die Seele und im Alten Testament gibt es Hinweise auf die Zusammenhänge zwischen Musik und Heilung, so wird z.B. der depressive Saul durch David geheilt, indem dieser für ihn Harfe spielt.

Im Mittelalter versuchte man, den Puls über Musik zu beeinflussen und „bespielte“ Schlaganfallpatienten mit der Laute. Ebenso setzte man Musik zur Förderung der Durchblutung und zur Kräftigung des Herzens ein.

Der deutsche Dichter Novalis fasst es passend zusammen „Jede Krankheit ist ein musikalisches Problem - ihre Auflösung eine musikalische Auflösung (1798/99).

Schamanen und Heiler aller Zeiten nutzen Klang – Stimme, Trommeln, Rasseln und ähnliche Rhythmus gebende Instrumente, um über diesen Impulsgeber Energien zu bewegen und Heilung zu installieren. Über Musik und Klang gelangten die Schamanen, Priester und Heiler in veränderte Wachbewußtseinzustände, die der Freiburger Arzt und Forscher Hermle als „fließende Zeitlosigkeit“ beschreibt. (Schwingung und Gesundheit, S. 122)

Seit der Mitte des 20. Jahrhunderts begann sich die Musiktherapie mehr und mehr in der komplementären und auch klinischen Heilarbeit durchzusetzen. Der Grazer Chronobiologe Prof. Dr. Maximilian Moser ist zu dem Schluss gekommen:" Der Mensch ist ein Instrument" Schwingungen von außen treten in Resonanz mit inneren Schwingungen. Jedes Organ hat seine eigene Schwingung und gesunde Organe schwingen mehr als kranke: "ein gesundes Herz tanzt…" formuliert Maximilian Moser poetisch. 6 (ww.tomatis-group.com)

Aktives und rezeptives Erleben

Prinzipiell gibt es zwei Hauptrichtungen der Musiktherapie, die rezeptive und die aktive.
In der rezeptiven Musiktherapie wird therapeutische Wirkung durch das Hören von Musik erzielt. Dies kann über technische Geräte erfolgen (Vorteil ist hierbei die Wiederholbarkeit) oder aber über den Therapeuten.

Klang wirkt wie ein universelles Balance und Ergänzungsmittel, die Töne füllen jene Frequenzbereiche im System des Hörenden auf, in denen er einen Mangel hat. Auf diese Weise können Gesundheit und Wohlbefinden wieder hergestellt werden, der Mensch kommt in Einklang. Der Musiker Pius Vögel entwickelte aus dieser Erkenntnis eine Palette von Frequenzen, die für bestimmte Störungen besonders hilfreich sind – z.B. der Ton Cis, der mit 126,10 Hertz entspannend wirkt, wohingegen das „G“ mit 194,18 Herz dynamisiert und stärkt. Über die hörende „Zuführung“ dieser Töne gelang es, Krankheiten zu heilen, das System wieder in Einklang zu bringen.

Sehr gute Erfolge hat hier die Tomatis methode, die in den 50er Jahren von Alfred Tomatis (1920-2001), einem französischen HNO-Arzt entwickeltet wurde. (siehe auch "Hören wir im Mutterleib: Erkenntnisse von Dr. tomatis, raum & zeit Nr. 105) Hierbei werden über ein „akkustisches Ohr“ dem Klienten jene Frequenzen übermittelt, die er – z.B. durch Störungen in der der Entwicklung im Mutterleib nicht wahrnehmen kann. Über diese Erweiterung gelangt er zu einem neuen Gleichgewicht, gewinnt an Selbstvertrauen und Stabilität.

„Die von Tomatis geschaffene Methode besteht daher darin, jemanden mit Kommunikationsschwierigkeiten wieder auf den idealen akustischen Weg zu geleiten, von dem er aus welchem Grund auch immer abgekommen ist.“ 7

Bei Schmerz- und Spannungszuständen haben sich sog. Auch sog. Klangwiegen oder Klangliegen haben sich als rezeptive Methode sehr bewährt und mehr und mehr Einzug in Kliniken und Reha-Einrichtungen gefunden. Der Klient liegt hierbei sozusagen mitten in einem Holzinstrument. Der Holzkörper wölbt sich an den Seiten des Klienten nach oben. Auf der 'Außenseite des Instrumentes sind Saiten gespannt, die auf gleiche Töne gestimmt sind (Monochord). Der Therapeut kann über das Spielen der Saiten fließende, sphärische Klänge erzeugen. Die Klienten nehmen dabei simultan Vibrationen der Haut und Klänge im Ohr wahr. Sie gelangen in einen Zustand großer Leichtigkeit und Entspannung und tauchen ein in innere Bilder von Ruhe und Geborgenheit.

Die aktiven Musiktherapie – die sowohl als Einzel- wie auch aus Gruppentherapie angeboten wird - könnte man auch als angewandte Psychotherapie verstehen, das Musikinstrument wird dabei zur Brücke, über das der Klient in die Lage kommt, seine ansonsten im Ausdruck gestörten Gefühle zu vermitteln, mit anderen Kontakt aufzunehmen, sich auszuprobieren. Dies kann über den Körper geschehen – durch Singen, Stampfen, Klatschen etc., über Instrumente wie Trommeln und Xylophone, aber auch über selbst gebaute Instrumente. Hier stellt die Herstellungsphase schon einen Teil der Therapie dar, denn der Patient geht eine Bindung zu dem jeweiligen Ausdrucksinstrument ein.

Die im Klangausdruck mitgeteilten Gefühle können dann vom Therapeuten angesprochen und behutsam aufbereitet werden. Hier gibt es viele Querverbindungen z.B. zur Kunst- oder Tanztherapie. Wichtigster Aspekt ist die aktive Beteiligung des Klienten am Heilgeschehen, er musiziert selbst, findet endlich eine Ausdrucksmöglichkeit für sein Inneres und gelangt so zu Heilung. Das Ersetzen von Sprache durch Musik ermöglicht eine Öffnung um Kommunikationsstörungen zu beheben. Über die spielerische Kontaktaufnahme mit anderen über das Medium Klang können Menschen zu neuer Verbindung finden, sie lernen auszudrücken und mitzuteilen, was in ihnen ist, ohne die Vorgabe alter Rollenmuster.

Für manchen gelingt es erst über das hörbar-machen, wieder eine Beziehung zum eigenen Körper sowie zu den eigenen Gefühlen zu finden. Gerade in der Arbeit mit Patienten, bei denen nichts anderes wirklich zu greifen scheint, so z.B. auch bei Kindern mit ADS, erzielt die Musiktherapie erstaunliche Ereignisse . Gerald Hüther und Helmut Bonney schreiben in Ihrem Buch "Neues vom Zappelphillipp"„der musikalische Perspektivwechsel setzt Gefühle frei" und kann … bei anderen Kindern affektive Leibregungen (Gefühle, Stimmungen und Befinden) klingend ins Spiel bringen und Möglichkeiten zur aktiven, erlebten Veränderung ermöglichen, neue Verknüpfungen,„Trampelpfade“ im Gehirn können so geebnet werden.“ 8

Psycho Accoustic – Klang wirkt auf das Gehirn

Der Physiker und Metereologe Heinrich Wilhelm Dove fand im Jahr 1839 heraus, dasss gleichmäßig pulsierende Schläge hörbar werden, wenn auf dem linken und rechten Ohr unterschiedliche Frequenzen zur gleichen Zeit hörbar sind. 1973 patentierte Robert Monroe diese Entdeckung als Hemi Sync.

Der Klient bekommt bei dieser Methode über Kopfhörer Klänge zu hören, die eine Tonhöhendifferenz zwischen dem rechten und dem linken Ohr mit sich bringen. Das Gehirn reagiert darauf, indem es beide Hemisphären synchronisiert und eine Differenzfrequenz erzeugt. Beide Gehirnhälften schwingen dann gleich. Damit lässt sich nicht nur eine verbesserte Koordination von linker und rechter Hemisphäre (Fühlen und Denken) bewirken, sondern auch jede beliebige Gehirnwelle erzeugen. Wünscht man zum Beispiel eine Gehirnfrequenz von 10 HZ, so gibt man auf das eine Ohr 200 HZ, auf das andere 210 HZ. Auf diese Weise lassen sich Alpha und Theta Zustände , Entspannung und tiefe Ruhe erzeugen.

Verwandt wird diese Methode unterstützend um leichteres Lernen, Tiefenentspannung, Stadien der Meditation oder einfach nur erholsamen Schlaf zu induzieren.

Musiktherapie in der Klinik

Musiktherapie hat einen festen Platz in der deutschen Klinklandschaft erobert. In den psychiatrischen Einrichtungen in Deutschland gehört die Musiktherapie zu den am häufigsten angewandten Verfahren neben den anerkannten Verfahren der Psychoanalyse und der Verhaltenstherapie. Auch in vielen anderen klinischen Bereichen wird diese Methode sehr geschätzt. Altersdemente Menschen können über die Musik wieder zu früheren Erinnerungen geführt werden. Musiktherapie kann ihnen helfen, Gefühle fließen zu lassen und auszudrücken, Ängste zu verlieren, soziale Integration zu erleben und körperlich wieder vitaler zu werden. Auch in der Onkologie kommt Musiktherapie immer häufiger zum Einsatz. Sie kann Krebskranken helfen, die Angst vor Krankheit und Tod zu lindern. In der psychoonkologischen Behandlung können mit ihrer Hilfe auch die Ursachen des Leidens aufgespürt und gelöst werden. Indem sie schöpferische Potentiale frei setzt, kann sie heilsame Umwandlungsprozesse in Gang setzen.

Die Ärztin und Musiktherapeutin Nicole Bartlau beispielsweise berichtet, wie sie gerade bei der Begleitung Krebskranker und Sterbender die große Kraft heilender Musik erfahren durfte: "Klänge können einen Menschen nicht nur tief berühren, sondern ihm auch großen Halt vermitteln, so dass es ihm möglich wird, wichtige Entscheidungen zu treffen, loszulassen und Abschied zu nehmen von seiner bisherigen Lebensweise". 9

Kliniken wie z.B. Christophsbad in Göppingen (Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik) sind ein wundervolles Beispiel dafür, was möglich wird, wenn Schulmedizin und die sog. Komplementären Methoden Hand in Hand arbeiten, ganzheitlich für das Wohl des Patienten. Der dort tätige Therapeut und Musiker Wolfgang Bossinger sammelte 20 Jahre lang Erfahrungen mit dem gezielten Einsatz von aktiv praktizierter Musik bei kranken Menschen. Aufgrund seiner therapeutischen Arbeit und seiner Forschung ist er davon überzeugt davon, dass Musizieren und besonders der Gesang wirksame Möglichkeiten bieten, "Heilungsprozesse im Körper und in der Seele in Gang zu setzen, soziale Kontakte wieder aufzubauen, Emotionen zu verarbeiten und zu regulieren. 10

Heiltöne für den Alltag

Neben der Musiktherapie entdecken immer mehr Menschen auch außerhalb eines direkt therapeutischen Ansatzes die Heilarbeit mit Klängen – um in Entspannung zu kommen und die eigenen Persönlichkeitsstrukturen zu erweitern. Gerade in der neueren Zeit entstehen hier immer mehr methodische Varianten, was prinzipiell dem Charakter der Musik entspricht. Denn Musik setzt Kreatives, Spielerisches frei, so dass auch in der Behandlung über die Resonanz zwischen Behandler und Klient imdividuelle Angebote erfunden werden. Einen großen Stellenwert nimmt hier immer wieder die eigene Stimme ein. Das Besondere hier ist der urteilsfreie, offene Zugang. Er ist ein wahres Geschenk gerade für Menschen, die sich für nicht musikalisch halten, die vielleicht von Eltern und Lehrer hörten, dass sie nicht singen können. So führt die Heilarbeit mit Klang hier zu einer wohltuenden Erweiterung und auch Korrektur des Selbstbildes, denn es geht nie um ein „Singen können“, heilend wirken echte Töne, wie auch immer sie klingen! „Singen als Selbstbegegnung ist ein sich auf- und abschaukelnder rückgekoppelter Regelkreis, in welchem der singende Mensch sich psychisch und physisch, das heißt fühlend, denkend und handelnd selbst gestaltet“. 11

So wie in dem Wort „Person“ das per-sonare, das Durch-klingen schon in der Wortbedeutung enthalten ist, kann sich eben diese Persönlichkeit neu formen durch die tönende Hinzunahme von Gefühlen oder Ressourcen. Unser verfestigtes "Ich-system" wird zur Verwandlung angeregt. , Selbst-begrenzende oder verletzende Strukturen können sich lösen, neue Schwingungen hinzutreten.

Dieses Prinzip nutzt seit Uhrzeiten die indische Tradition der Mantra-Rezitation. "Mantras sind traditionellerweise Silben, Wörter oder Sätze, die hochverdichtete Energie, also höchste Schwingung enthalten. Wörtlich bedeutet Mantra: "das, was über das Denken hinausgeht“ Im Tönen des Mantras wird seine Schwingung freigesetzt und kann so zur stofflichen Entfaltung kommen. Die Tradition geht davon aus "über die Schwingung des Mantras die Realität zu formen. 12

Instrumente

Zusätzlich zum Tönen und Betönen mit der Stimme kommen in der Klangheilung weitere auch für Laien leicht zu spielenden Instrumente wie Klangschalen, Gongs, Trommel oder Ocean Drums zum Einsatz. Klang erweitert – und so ist es immer wieder schön zu sehen, wie die schüchterne Kursteilnehmerin, die bisher nie den Mut finden fand, laut herauszubrüllen, was sie fühlt, mit einmal kräftig auf den Gong schlägt und endlich unüberhörbar wird, über sich selber staunen lernt.

Klangschalen

In den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts entdeckten westliche Musiker die außerordentlich heilsame Wirkung der Klangschalen in Fernost (oft als tibetische Klangschalen bezeichnet). Der deutsche Peter Hess entwickelte dann in den 80er Jahren, inspiriert durch die Erfahrungen auf seinen Asienreisen, die Klangschalenmassage. Hier werden Metallschalen in verschiedenen Größen auf den Körper des Empfängers platziert und sanft zum Schwingen gebracht. Dies führt zu tiefer Entspannung und der Möglichkeit des Loslassens, der beständige Denkstrom wird verlangsamt und Neues kann sich verankern.

Eine weitere besondere Form stellen die Kristallklangschalen dar, die zu 99,8 % aus Siliziumquarz bestehen. Silizium wirkt als Verstärker und Transmitter und tritt mit dem Silizium im Körper in Verbindung. Und so vielseitig Silizium ist – in reinster Form als Bergkristall reines Licht – und gleichzeitig auch universeller Informationstransporter in der Computertechnologie (oder als Implantat….) etc. – genauso vielseitig ist die Wirkungsweise dieser Töne auf den Körper. Mit Hilfe der Kristallklangschalen ist es möglich, Programmierungen zu wandeln, Erwünschtes zu verstärken und Neues zu verankern, die Schwingung bewegt jede Zelle.

Als schwingendes Licht gelangen über die Töne letztendlich auch Farbenergien in den Körper, die sich positiv auf die Funktion unserer Chakren auswirken (vgl.Artikel r & Z Farb-Töne) – denn Klang kann in seiner Frequenz bestimmten Farben zugeordnet werden.

Klang und Intention

Zusätzlich zum Einsatz der Stimme sowie der Klanginstrumente kommt unserer inneren Haltung eine tiefe Bedeutsamkeit zu. Studien haben gezeigt, wie stark die Absicht eines Beobachters sich auf das Ergebnis eines Experiments auswirkt – positive Gedanken erreichen das gesamte neurologische System eines Empfängers mit deutlich messbaren Ergebnissen in dem Augenblick des Sendens.„Wenn man eine Intention aussendet, dann spiegelt sich jedes wichtige Körpersystem des Senders im Körper des Empfängers. Intention oder Absicht ist die vollkommene Manifestation von Liebe. Zwei Körper werden einer. 14

Wir nehmen Klang auf verschiedene Weise auf – beim Hören über das Ohr werden die Schallwellen in Nervenimpulse umgewandelt und dem Gehirn übermittelt. Die Schallwellen, die über den Körper gefühlt werden, bringen uns jedoch ganzheitlich in Schwingung, denn der menschliche Körper besteht aus rund 70 % Wasser. Wer schon einmal einen Stein in einen ruhigen See geworfen hat, kennt die Auswirkung auf das Wasser – es entstehen Kreise und kleine Wellen - Wasser ist beindruckbar. Genauso wirkt Klang auf unsere Körperzellen – er beeindruckt sie, bewegt und massiert sanft, bringt ins Fließen, löst. Wir schwingen mit.

Der Forscher Jaques Benveniste belegte in seinen Studien über das Gedächtnis des Wassers, dass es möglich ist, molekulare Reaktionen hervorzurufen, ohne dass das auslösenden Molekül tatsächlich präsent war, indem man einfach den Ton, die Frequenz dieses Moleküls einspielt (siehe raum & zeit Nr. 119, "Wasser macht Naturgesetze sichtbar") Auf diese Weise „tönte“ er Heparin in Blut und es führte zu dem gleichen verdünnenden Effekt wie die Gabe von „echtem“ Heparin. (2000) 15

Wird nun über das Medium Klang noch eine Intention, eine heilenden Absicht mit initiiert, ist die Wirkung ganz erstaunlich, einer Radiowelle gleich, die es möglich macht, die verschiedensten Botschaften zu senden und zu empfangen. Auf diese Weise können wir über die Klänge behilflich sein, eine neue energetisch-neuronale Wirk-lichkeit zu schaffen, indem wir die Aufmerksamkeit auf die Stärkung bestimmter Zustände, Gefühle, Sichtweisen lenken, denn Energie folgt der Absicht, Intention generiert Realität, z.B. das einfache Summen einer heilsamen Absicht ermöglicht uns, mit unserer Neurochemie zu kommunizieren, ihr alternative Informationen anzubieten, aufgrund derer sie sich neu ausrichten kann". 15 Jonathan Goldman, seit über 25 Jahren einer der Pioniere der Klangarbeit, nennt die menschliche Stimme „das stärkste Heilmittel“ 17

Bei dieser Form der Heilarbeit mit Klang ist es in vor allem die angebotene Resonanz, das sich-einschwingen auf das Gegenüber, welches Wandlung ermöglicht. Ich muss nicht wissen, welche Töne mein Gegenüber braucht, ich stelle mich selbst als Instrument zur Verfügung. Dies kann zum einen über eine bewußte Intention geschehen – ich betöne mein Gegenüber mit dem gewünschten Gefühl, z.B. Freude. Das besondere ist, dass ich – um diesem Gefühl Ausdruck verleihen zu können – es zunächst in mir selbst hervorrufe. Dann wird es über Vokale – ganz individuell – zum Ausdruck gebracht und gibt im anderen den Heilimpuls.

Eine andere Form des Tönens gleicht der Reinigung einer Wunde – alte Verletzungen oder Schmerz, nicht erlaubte Gefühle - werden über den Tönenden hörbar gemacht, dürfen einfach da sein – und dies wandelt. Nach einer Weile ändern sich die Klänge von selbst und Heilung geschieht. (vgl. ersten Artikel No. 152)

Grundsätzlich gilt natürlich für alle diese Methoden – sie unterstützen Wandel, Heilung und eine neue Ausrichtung – aber nicht als „Pille, die es von außen wieder heil macht, sondern in Form einer persönlichkeitserweiternden und selbstverantwortlichen Lebensweise. Und zu jeder noch so positiven Intention gehören dann auch die Schritte, sie selbst umzusetzen.

Fazit:

Auf dem Gipfel der hochtechnisierten Gerätemedizin und in einer durch Stress zutiefst belasteten Lebensform entdecken immer mehr Einzelpersonen, sozialen Einrichtungen

(Kästchen: z.B. zeigen Studien, dass Wohnsitzlose über gemeinsame Singprojekte wieder Anschluss an die Gesellschaft fanden, Drogenkomsum reduziert wurde und auch dass Schulkinder selbst bei 25 % weniger Unterricht gleiche Leistungen mit mehr sozialer Kompetenz erbrachten – wenn sie regelmäßig sangen, Schwingung und Gesundheit, E.W. Weber, S. 199)

und auch Heilinstitutionen die Möglichkeiten, über komplementäre Wege Gesundheit zu fördern. Die Heilarbeit mit Klang bietet - belegt durch neueste Erkenntnissen der Hirnforschung, der Physik und Biochemie - die Möglichkeit, über Töne eine Wandlung in unser Leben zu bringen - psychisch als auch physisch. Sie fördert Handlungskompetenz und soziale Interaktion, eröffnet Ressourcen und Kreativität und bietet so ein unglaublich weites Feld der Nutzung.

Schwingende Welten – Teil 3

Klangschalen – Heilen mit Musik

Die vielfältigen Töne einer Klangschale durchdringen den Körper und wecken Emotionen. Sie laden in Räume ein, die nicht mehr zugänglich waren und erinnern an die Harmonie, die in jedem angelegt und immer vorhanden ist. Ein Angebot, das man auf sich wirken lassen sollte.

Von Christiane Tietze-Gerhards,

In der griechischen Mythologie galt Harmonia als Tochter von Mars und Venus – dem Kriegsgott und der Liebesgöttin. Wen wundert es da, dass das scheinbar harmlose Streben nach Harmonie soviel Dynamik beinhaltet, uns immer wieder neu nach ihr suchen lässt und sich oftmals der Worte so entzieht.

Kaum ein Medium kann dies so fühlbar werden lassen wie der Klang – denn dieser wirkt ja gerade über sein Gegenüber, die Stille, in seiner ganzen Intensität. Und hier wiederum faszinieren Klangschalen seit über 3500 Jahren Menschen auf dem Weg zu sich, denn ihr Klang kann "die Erleuchtung begünstigen", so ein buddhistischer Mönch.

"Eine Klangschale hören heißt fühlen", schreibt David Lindner in seinem Buch "Gesang der Stille".[i] Fast jeder kennt sie – die in warmen Tönen leuchtenden Metallschalen. In Deutschland wurden sie vor allem durch Peter Hess bekannt, den Begründer der Klangmassage. Inzwischen sind sie aus den meisten Heil- und Entspannungspraxen nicht mehr wegzudenken. Laut David Lindner gehören sie "zu den populärsten Klanginstrumenten überhaupt."[ii] Denn sie klingen nicht nur wunderschön und öffnen dem Hörenden und Fühlenden neue Räume, sie sind auch leicht zugänglich. Es braucht kein jahrelanges Training, mit ihnen Klänge zu erzeugen und so trauen wir uns, sie zu nutzen.

Ursprung der Klangschalen

Der erste Vorläufer der Klangschale ist die so genannte Standglocke. Sie wurde circa 1500 vor Christus in Ostasien in zum Teil ganz erstaunlicher Größe angefertigt. Man stellte sie auf ein Kissen oder eine andere Unterlage und schlug sie an. Hieraus entstanden dann im Laufe der Zeit die vor allem aus Nepal, Indien, Tibet, Japan und China bekannten metallenen Klangschalen. Die genaue Geschichte jedoch ist unbekannt. Oft werden die Schalen als "tibetische Klangschalen" bezeichnet, da sie von den buddhistischen Mönchen in ihren Zeremonien benutzt wurden. Doch es gibt auch Berichte, denen zufolge schon in dem vor dem Buddhismus verbreiteten Bön-Schamanismus Klangkörper verwendet wurden. Heute gibt es kaum noch echte tibetische Schalen, da durch die chinesische Besatzung Tibets nahezu alle religiösen Gegenstände vernichtet und das Spielen von Klangschalen als Ausübung religiöser Praxis verboten wurde.

Schalen aus Metall, Kristall oder Edelstein

Die verschiedenen Schalen können sehr unterschiedlich klingen, je nach Größe - diese rangiert von circa 200 Gramm bis zu 4 Kilogramm – und Metallzusammensetzung. Über die Beschaffenheit der Schlegel kann dieser Klang darüber hinaus noch stark variiert werden.

Doch neben all den verschiedenen Metallschalen gibt es die langsam bekannter werdenden Kristall- und neuerdings auch Edelsteinklangschalen.

Für mich haben die Kristallklangschalen eine ganz besondere Bedeutung, denn sie haben mir eine Brücke gebaut zur Heilarbeit mit Tönen und Klang, zu der ich ohne diese Schalen sicher nicht den Mut gehabt hätte. Niemals hätte ich nach meiner Medialen Ausbildung am Arthur Findlay College in Stansted gedacht, dass ich einmal mit Klang arbeiten würde - noch weniger mit dem Selbst-Tönen, im Musikunterricht in der Schule hatte ich ja immer nur die Lippen bewegt... Doch die Kristallschalen machten mir Mut. Ihr sphärischer Klang öffnete in mir so viele Türen; es war letztendlich so, als flossen die Töne von selbst aus mir heraus. Vielleicht auch, weil sie uns so ähnlich sind, denn sie bestehen aus Siliziumquarz – aus dem auch viele Verbindungen des menschlichen Körpers bestehen. Zum anderen haben sie einen wundervollen Klang, durchdringend, den Raum erfüllend, lebendig. Anders als die Metallklangschalen werden sie "gerührt", man reibt mit einem speziellen Schlegel am Rand der Schale entlang, was die erstaunlichsten, immer auf mehreren Ebenen erklingenden Töne produziert.

Nicht ganz korrekt heißt es oft, die Kristallklangschalen seien aus "Bergkristall" hergestellt. Das stimmt nur insofern, als dass sie zu 99,9 Prozent aus Siliziumquarz bestehen, aus dem eben auch Bergkristall besteht. Dieser Quarz wird pulverisiert und über weit 3000 Grad erhitzt und dann in die Schalenform gebracht. Ursprünglich wurden sie für die Halbleiterindustrie als Medium der Energiebündelung in der Herstellung von Kristall-Silizium Chips entwickelt. Erst seit rund 25 Jahren werden sie vor allem in den USA als Musikinstrumente benutzt, da sie eine ganz außergewöhnliche Wirkung auf den Körper haben. Wie bereits erwähnt besteht dieser, genau wie die Schalen, zu großen Teilen aus Silizium. Sogar auf molekularer Ebene enthalten unsere Zellen kristalline Kieselsäure, die unsere elektromagnetischen Energien ausgleicht, und diese hat die gleiche chemische Formel wie die Kristallklangschalen.

Schwingende Informationen

Somit ist der Effekt, den die Schalen haben, leicht nachzuempfinden. Wenn Sie in die Schale selbst Wasser geben und sie anschlagen, wird das Wasser sofort sichtbar auf die Schwingung reagieren. Das Gleiche geschieht in unserem Körper. Und da es zusätzlich die Grundfähigkeit von Silizium ist, Informationen zu speichern (daher die Verwendung in der Computerindustrie, bei Telefonen etc.), lassen sich die Schalen wunderbar nutzen, um über Intention spezifische heilsame Botschaften einzuschwingen. Die Töne der Schale wirken wie ein Transformator und Verstärker.

Die Intensität der Schalen ist ganz erstaunlich. Nicht nur, dass sie eine Klang-Spannweite von 5 Oktaven erreichen. Ihr Klang breitet sich auch über enorme Distanzen bis zu einem Kilometer aus und sie können, je nach Qualität der Schale, bis zu 10 Minuten nachklingen.[iii] Sie gehen über das für uns Hörbare hinaus, in einen weiteren Raum. So erfahren die Menschen oft tiefe Ruhe und Geborgenheit. Der Verstand schweigt und so wird oft der Weg zu schöpferischer Energie, Ressourcen und neuer Kraft frei.

Klang als Mikro-Massage

Bei einer Klang-Massage werden die klingenden Schalen um den Empfänger herum bewegt und teilweise auch auf seinem Körper platziert und angeschlagen. Dabei können Erinnerungen an die Zeit im Leib der Mutter wieder lebendig werden, wo wir umgeben waren vom Klang ihres Herzens und ihres Körpers. Forscher wie Alfred A. Tomatis und Vera Brandes haben nachgewiesen, dass diese Frequenzen das Gehirn stimulieren, es mit Energie versorgen und unmittelbar das Limbische System ansprechen, was direkt mentale und körperliche Heilimpulse auslöst.[iv] Erinnerungen an diese frühen Eindrücke werden durch die Obertöne, die bei jedem Klangschalenton mitschwingen, aktiviert.

 

 

Individuelle Resonanz

Die beim Reiben der Schalen entstehenden Obertöne wandern, überlagern sich und wirken ganz unterschiedlich auf jeden Anwesenden im Raum. Bei jedem Menschen ergibt sich eine andere Resonanz. Wir haben Klangheilkonzerte gemacht, in denen bei dem einen Zuhörer ein rausgesprungener Wirbel durch den Klang wieder reinrutschte, beim anderen löste sich eine Depression auf und eine andere Zuhörerin kam in Kontakt mit einem lange unzugänglichen Anteil ihrer Persönlichkeit. Kurz gesagt, nicht wir als Klangschalen-Spielende bestimmen, was geschieht, sondern in jedem Empfänger entsteht eine völlig eigene, persönliche Interaktion mit den Schalen. Es tun sich neue Hör-Welten auf, und jeder bekommt, was er braucht. Das besondere an Klangschalen ist ihr extremer Reichtum an Obertönen, die je nach Verwendungsart der Schale vollkommen unterschiedlich sein können. Sie tauchen den ganzen Körper in ein Klang- und Schwingungsbad und erinnern unser Wasser, jene zwei Drittel unseres Körpers, an die harmonische Ur-Schwingung.

 

 

Der Neurobiologe Prof. Gerald Hüther zeigt in seinen Arbeiten über das Gehirn immer wieder, dass letztendlich alle entscheidenden Kompetenzen in uns verankert sind, es geht nur darum, diese wieder "freizuschalten". Und Tomatis sagt über seine Arbeit "Ich behandle keine Kinder. Ich wecke sie auf".[v] Ich finde diese achtungsvolle Haltung so heilsam, es ist schon alles da, es gibt eine harmonische Ordnung, und mit ein wenig Unterstützung ist unser System in der Lage, sich wieder neu auszurichten und diese Fähigkeiten zu nutzen. Hier kann Klang eine Brücke sein zu einem Jetzt der Gestaltungskraft und Heilung. An diese Grundharmonie erinnern uns die Kristallklangschalen.

Inzwischen gibt es mehrere Erscheinungsformen der Kristallklangschalen. Die gefrosteten Schalen mit circa 0,5 bis 1 Zentimeter dicker Wand sind die erste Generation. Sie werden mit einem Gummischlegel angeschlagen und dann "gerührt". Sie sind – zumindest für Kristallklangschalen – relativ robust, können intensiv an Menschen aber auch zur Reinigung und Energetisierung von Räumen eingesetzt werden. Noch neuer sind Edelsteinklangschalen, in denen zu dem Kristallquarz noch verschiedenste Edelsteine oder Edelmetalle zugefügt werden. Deren Energie wird über die Schalen potenziert, aufgeschwungen. So öffnet sich ein ganz neuer Raum, sie wirken über die feinstofflichen Körper hinaus und verbinden – so der Erfahrungsbericht vieler Klienten – mit einer Art kosmischem, göttlichem Raum.

 

Klang und Intuition

Siliziumquarz (wie auch Bergkristall) birgt in sichdie Farben des Regenbogens – daher wirken alle Schalen auch auf alle Energiezentren beziehungsweise Chakren, wenngleich auch hier eine Zuordnung von bestimmten Schalen zu den einzelnen Chakren möglich ist. Hier gibt es kein "richtig" oder "falsch", denn es wirkt. Und so werden die Schalen auch gewählt – intuitiv, sie sprechen uns an.

Das Wort "Intuition" leitet sich von dem lateinischen „intueri“ ab, was „anschauen“, „betrachten“ und „erwägen“ bedeutet. So wird Intuition als ein ganzheitliches Wahrnehmen betrachtet. Intuitive Erkenntnisse sind nicht auf verstandesmäßige Schlussfolgerungen zurückzuführen, sie sind ‚einfach da’. Der Vorteil bei diesem ‚sechsten Sinn’, unserem Bauchgefühl, ist, dass er unendlich schnell arbeitet und so wurde Intuition als kreatives Mittel auch gerade von den großen Denkern durchaus geschätzt. Der Mathematiker Henry Poincaré beschrieb sie in seinem Werk „Intuition and Logic in Mathematic“ als "das Mittel zur Erfindung".

 

Intuition als therapeutisches Mittel?

Die Frage ist nun: Kann und darf Intuition beim Klang als therapeutisches Mittel eingesetzt werden? Hierzu schreibt David Lindner: "Es braucht Klang-Schamanen, die nicht genau wissen, was sie tun. Es braucht Menschen, die darauf vertrauen, dass in den Klängen etwas verborgen liegt, was wirkt. Und natürlich muss man alles loslassen, was man sich so über Heilung und Krankheit gedacht hat. Wie sonst sollte man verstehen."[vi] Was ich an den Schalen so liebe, ist das Entstehen von fast kindlicher Freude beim Anschlagen, beim Reiben und Spielen (!), die in der Verbindung zu den sphärischen, über-irdischen Klängen eine äußerst heilsame Botschaft gibt: ich darf mich loslassen, darf ausprobieren und mal reinhören, darf laut und leise, zart und penetrant sein – und es wirkt. Ich muss nicht die Verantwortung für das Geschehen im Hörenden übernehmen, ich darf ganz bewusst einfach in Resonanz gehen, so wie Wellen schaukeln, kommen und gehen. Gunter Schmidt sagt: „Die Bedeutung eines Satzes, eines Ereignisses bestimmt einzig und allein der Empfänger“. Übertragen auf die Klänge bedeutet das, die Wirkung der Klänge bestimmt das Körper-Seele-Geist-System des Empfängers. Und das ist gut so. Denn das, was allem Missgestimmten, aus der Balance Gefallenen, zugrunde liegt, ist Harmonie - Ihre, meine ganz persönliche, einzigartige Form des Seins – die zum Klingen kommt.

 

In der nächsten Folge von „Schwingende Welten“ wird Christiane Tietze-Gerhards zusammen mit Wolfgang Bossinger das Projekt „Singende Krankenhäuser“ vorstellen.

 

Zitate:

"Höre , so wird deine Seele leben" (Buch Jesaja, Altes Testament", Madel/Henneges 1997, S. 226) Zitat aus Koller

 

Kaum jemand, der den Klang einer solchen Schale hört, wird sich im entziehen können, er öffnet uns, klingt für viele wie ‚zu Hause sein’.

 

 

[1] Lindner, David: "Gesang der Stille", Traumzeit-Verlag, Battweiler 2002, S. 5

[1] Lindner, s. o., Vorwort

[1] vgl. Lindner, S. 34

[1] vgl. Koller, Christina Maria: „Der Einsatz von Klängen in pädagogischen Arbeitsfeldern“, Verlag Dr. Kovac, Hamburg 2007, S 74

[1] Zitiert nach Campbell, 2000, S. 72 Die Heilkraft der Musik, Klänge für Körper und Seele, Droemer Knauer, München.

[1] Bossinger, Wolfgang und Eckle, Raimund (Hg.): „Schwingung und Gesundheit, Neue Impulse für eine Heilungskultur aus Musik, Kunst und Wissenschaft“, Traumzeit-Verlag, Battweiler 2007, S. 365

 

 

Der eigene Rhythmus – sensitive Resonanzklangheilung als lebendiges System

"Der Mensch ist Musik, unsere Körperrhythmen zeigen Abläufe, die an die Themen großer Symphonien erinnern" sagt der Arzt und Chronobiologe Prof. Dr. Maximilian Moser (Schwingung und Gesundheit, Bossinger, S. 63).

Was liegt also näher, als sich dem Menschen mit Klang zu nähern, über Klang Heilung zu bringen dort, wo wir aus der Harmonie gefallen sind. Gerade weil Klang so grundlegend, schnell wirkend und einfach ist (Vgl.mein Artikel r & z….so erreicht er in nur 1/6000 Sekunde jede Zelle).

Uns begegnen jedoch immer wieder Menschen, für die dieser Weg über das Tönen, den musikalischen Ausdruck ungangbar erscheint – denn sie glauben, nicht singen zu können, nicht musikalisch zu sein, können kein Instrument spielen. Ich kann das gut verstehen, denn all das glaubte ich auch von mir – und tue es teilweise immer noch. Aber – das macht überhaupt nichts. Denn um heilsam mit Tönen umzugehen, braucht es nur den Mut, sich auf das Gefühl, auf die Schwingung des anderen Menschen einlassen zu können. Wie es klingt, ist völlig sekundär. Und – wenn der Stress der Leistung herausgenommen ist, klingt es eben einfach richtig – und das passt und heilt. Der Ur-teilen hört auf.

Das Wesentliche in der sensitiven Klangheilung ist das Prinzip der Resonanz. Unsere "Arbeit" liegt erst sekundär darin, Inhalte und Techniken zu vermitteln und zu lernen. Unsere primäre Intention ist die Wiederherstellung und Erweiterung Ihrer Fähigkeit zur Resonanz, dem Mit-schwingen und Sich-Ein-schwingen auf das Energiesystem des Anderen.

Je freier Ihr System wird, je mehr in Ihnen "da-sein" darf, desto leichter können Sie das System eines anderen einladen, in eine neue Frequenz zu kommen.

Es ist hinlänglich bekannt, dass eine Stimmgabel, die angeschlagen wird, eine weitere Stimmgabel im Raum zum Mitschwingen bringen wird – einfach durch ihre Frequenz. Dies kann aber nur geschehen, wenn die Stimmgabel auch frei schwingen kann, sollte sie festgehalten werden, blockiert sein, so schwingt sie nicht. Genau diese Blockierungen in uns lösen wir in der Sensitiven Klangheilung. Durch die Erlaubnis im System des Anwenders (= so darf man sein) erhält der Klient die Einladung, so weit in Schwingung, in Bewegung zu kommen, wie es für ihn passend und möglich ist.

Unser Gehirn ist so strukturiert – man bedenke nur, dass es einem Kind möglich ist, jede beliebige Sprache zu erlernen – wir sind mit unendlich vielen Möglichkeiten ausgestattet – für welche wir uns dann entscheiden, liegt stark an der Umwelt, an den Gegebenheiten, in denen wir aufwachsen – Bruce Lipton bezeichnet diesen tiefgreifenden Einfluss als "Primat der Umgebung", welches dann letztendlich zu entsprechender Formung und Bildung der DNS führt (Bruce Lipon, Intelligente Zellen, Koha, 2006, S. 68 ff.)

Menschen lernen durch Vorbilder – Kinder orientieren sich an dem Verhalten der Erwachsenen, die sie umgeben. Von ihnen schauen sie sich ab, wie man es "richtig" macht – eine sinnvolle Fähigkeit, denn sie sichert unser Überleben. ABER – oft brauchen diese "Kindheit-in-Elternhaus-überleben-und-sich-passend-machen-um-Liebe-zu-bekommen-Strategien eine Überarbeitung, eine Kurskorrektur. Denn es gilt, sie zu nutzen um zu wachsen, um zu klären, wer wir sind, und wie wir leben wollen. Ich mag die Geschichte, in der wir uns vorstellen, dass wir im Himmel, als große Seele vor diesem Leben ein bestimmtes Anliegen haben, einen Entwicklungswunsch, eine Aufgabe. Da wir aber vergessen werden, dass wir das möchten, suchen wir uns eine Familiensituation, die uns an eben dieses Vorhaben erinnert, in dem sie uns – meist durch Schmerz – veranlasst, nach Heilung für dieses Thema suchen zu müssen....

Dazu jedoch ein Bild der Geistigen Welt: Stell dir vor, du machst einen Spaziergang im Grenzgebiet der ehemaligen DDR , mitten im Wald. Natürlich gibt es diese Grenze seit über 20 Jahren nicht mehr. Aber stell wir vor, dort patrouilliert ein Grenzsoldat, der von der Änderung irgendwie nichts mitbekommen hat. Er wird mit aller Kraft versuchen zu verhindern, dass du die vermeintliche Grenze überschreitest und in der Todeszone landest. Vielleicht wird er dich sogar niederschlagen – um zu verhindern, dass du erschossen wirst.

Macht es Sinn, ihn zu beschimpfen, was für ein Idiot er ist? Nein – er will dich schützen, dein Leben retten. Danke ihm, und erklär ihm dann, dass heute nun eine andere Zeit ist, dass es nicht mehr nötig ist, den Übergang zu versperren.

So sollten wir mit unseren inneren Anteilen umgehen, die das Neue verhindern wollen. Aus ihrer Sicht tun sie das aus gutem Grund – nur der ist vielleicht nicht mehr aktuell. Daher braucht es Vorbilder. Und sanfte Einladung, inspirieren….denn wenn Sie sehen, dass jemand, der vielleicht sogar schwerer ist als Sie, problemlos und sicher über eine Hängebrücke geht, wird Sie das sicher sehr viel mehr überzeugen, dass sie trägt, als wenn er Ihnen eine Abhandlung in die Hand drückt, in der steht, dass rein theoretisch die Traglast der Seile passen müsste :- ))

 

Klangheilung ist ein Angebot, eine Einladung. Und also solche entscheidet das System des Empfängers, wie weit es mitgehen kann und will.

Daher ist es wichtig, dem Empfänger vor einer Klangbehandlung zum Beispiel folgende Informationen zu geben:

"Sorgen Sie für sich. Sollte es für Sie zu intensiv werden, zu laut sein, oder wenn Sie merken, dass Sie "genug haben" – melden Sie sich. Klangheilung ist nichts, was man aushalten muss, von dem "mehr" gleichzeitig "besser" ist!"

Im Gegenteil, der erfahrene Klangheiler Jonathan Goldman berichtet von einer Klientin, die durch forciertes Betönen eines Therapeuten, der glaubte, besser zu wissen als seine Klientin, was richtig für sie sei, richtiggehend krank wurde. "Es ist sinnlos, mit einer Frequenz mitschwingen zu wollen, die einen krank macht". Jonathan Goldman, 7 Geheimnisse der Klangheilung, Südwest-Verlag, 2008, S. 51).

Resonanz Klangheilung ist respektvoll, sie ehrt, was geht und läßt Raum für Entfaltung. Probieren Sie es aus – geben Sie einem Gefühl, einem Problem, einem Schmerz Ausdruck (am besten erst mal alleine, dann ist es leichter) und beobachten die Phasen, in denen dies geschieht. Zunächst kommt das Verletzte, das Schmerzende heraus, oft auch Widerstand, Wut…dann wird es ruhiger…und am Ende wunderschön, versöhnlich, voller Frieden….

 

Klang und Berührung:

Eine besondere Kraft der Klangheilung liegt auch darin, dass der Klient nicht direkt physisch vom Behandler berührt werden muss. Für sehr traumatisierte Patienten ist dies unendlich heilsam, denn so wird eine sanfte Schwingungs-Berührung der verletzten Aspekte möglich, ohne dass das System überfordert wird. Bei solchen Klienten muss unbedingt darauf geachtet werden, behutsam vorzugehen, "lieber 100 mal zu langsam als einmal zu schnell" Peter Uwe Hesse, "KlangKörper-Arbeit in der Traumatherapie", Schwingung und Gesundheit, Traumzeit Verlag, S. 209).

In einer Zeit, wo es in den nächsten Jahren laut Prognosen der WHO in den hochentwickelten Industriestaaten zu einer dramatischen Zunahme von stress- und angstbedingten Erkrankungen kommen wird, ist es gerade diese Langsamkeit, dieses nicht Tun-Müssen, sondern Geschehen-Lassen das heilt. Klangheilung ehrt den eigenen Rhythmus – indem sie ihn wieder fühlbar macht, Klang bringt in Bewegung, was starr geworden und aus der lebendigen Harmonie gefallen ist.

Wie sehr uns unsere eigene Stimme leitet, zeigt ein Beispiel aus der Biologie: so wurden ohne Mutter aufgezogenen Enten-, Gänse- und Hühnerküken in je einer Ecke des Brutraumes die Töne von Enten-, Gänse- und Hühnermüttern vorgespielt, und brav lief jedes Küken zur passenden Mutterstimme. Erste Folgerung – die Erkenntnis der Stimme der Mutter, der eigenen Art ist angeboren. Aber die Forscher wollten es genauer wissen – und klebten den Küken im Ei den Schnabel zu, damit sie nicht selber piepsen konnten. Mit dem Ergebnis, dass die kleinen nach dem Schlüpfen keine Ahnung hatten, in welche Ecke sie laufen sollten – denn sie folgten nur dem ähnlichen Klang der eigenen Stimme.

(Zitiert nach Gerald Hüther)

Von daher – möge unsere eigene Stimme für uns hörbar sein, damit sie uns leiten kann!

 

 

Sensitivität und Medialität – Kooperation mit der anderen Wirk-lichkeit.

Heft 154, Juli/August 2008.

 

Die Weltmodelle der Physik und der Spiritualität nähern sich an. Die Forschung von Masaru Emoto und Rupert Sheldrake zeigen, wie Denken auf Materie einwirkt. Und dass Gedanken heilen wie auch schaden, können, haben Filme und Bücher beschrieben, die weltweite Bestseller geworden sind. Um mit unseren Gedanken die von uns gewünschte Welt zu erschaffen, brauchen wir freilich Disziplin und Übung. In England hat das Training der Wahrnehmung, die Mediale Arbeit, eine über 160 jährige Tradition. Und ist populärer denn je, so Simone Key, englisches Medium und Sprecherin des renommierten Arthur Findlay College in London Stansted. Im Interview mit der medialen Heilerin Christiane Tietze-Gerhards gibt sie spannende Einblicke in ihre mediale Arbeit.

 

Es ist die Grundlage jeder sensitiven oder medialen Arbeit, sich in ein anderes Energiesystem einzufühlen. Das geht nur, wenn ich offen und entspannt Anderes, vielleicht mir sogar sehr Fremdes, wahrnehmen kann, ohne es direkt zu verurteilen, bzw. mir wenigstens klar mache, dass ich urteile. Denn dann schaue ich mir selbst genauer zu – bin achtsamer. Macken haben wir alle. Es geht darum, sie nicht zur einzigen Realität zu erheben.

 

Die eigentliche Arbeit geht in zwei Richtungen. Zum einen lernen viele hier zum ersten Mal wirklich verstehen, wie stark sie durch den emotionalen Zustand oder die Geisteshaltung ihres Umfeldes beeinflusst werden. Dass sie nicht falsch sind oder "spinnen", sondern einfach nur zu offen, dass ihre Sensitivität unkontrolliert und daher irritierend ist.

 

Zum anderen dehnen wir uns über die "normale" Wirklichkeit aus, in einen inspirierten,

erweiterten Zustand, der wiederum unser ganzheitliches Sein positiv beeinflussen kann, um "ein verantwortlicheres, gütigeres, verständnisvolles und mitfühlendes menschliches Wesen" zu werden. 2 Es geht um unsere Entwicklung hin zu unserem ganzheitlichen Potential, dem Göttlichen in uns und zum Respekt vor dem anderen.

 

Es gilt, sich mit den eigenen Hindernissen, den Schatten auseinanderzusetzen, denn diese

verhindern eine klare Sicht auf den anderen. Und meine Erfahrung ist, dass die Zusammenarbeit mit den feinstofflichen Energien ein sehr hilfreicher und liebevoller "Schattentransformator" ist.

 

Im traditionellen englischen System ist seit einiger Zeit zu beobachten, dass man sich öffnet – für Impulse aus der östlichen Philosophie und auch für andere Ansätze, besonders in Bezug auf die Trance und ihre Einsatzgebiete.

Das Interesse am traditionellen Spiritualismus nimmt auch in England, dem Mutterland, ab, aber gleichzeitig erlebt das mediale Arbeiten, das Interesse an der Verbindung mit Spirit3, frei von religiösem Hintergrund eine neue Hoch-zeit.

 

Glyn Edwards, eines der wohl bekanntesten und angesehendsten Medien in England, beschäftigt sich seit vielen Jahrzehnten mit sowohl der sensitiv- medialen Arbeit wie auch mit den östlichen Traditionen und Weisheitslehren. In einem Interview erklärt er:

Wenn – wie ich glaube – das Leben ewig besteht und mit allem verbunden ist – warum sollte es dann merkwürdig erscheinen, mit anderen Daseinsbereichen zu kommunizieren und in Kontakt zu treten? In allen großen Weisheitstraditionen wird dieser Kontakt mit anderen Bereichen erwähnt und von Anfang der Geschichte bis heute praktiziert. …und auch die Ahnenverehrung sollten wir in Betracht ziehen – auch sie ist zutiefst (bis heute) in vielen Traditionen verankert…es gibt auch Schamanen und Orakel, die in verschiedenen Systemen konsultiert werden, auch hatten viele anerkannte Mystiker mediale Fähigkeiten.4

 

Im folgenden Interview spricht die Geistliche (Minister) Simone Key 5, Sprecherin des Komitees des Arthur Findlay College in London Stansted, mit mir über Sensitivität, Medialität, die Bedeutung der Trance und der Auswirkung dieser Arbeit auf unser Leben.

 

Interview mit Simone Key

Heilen mit Hilfe der Geistigen Welt

 

Christiane Tietze-Gerhards: Gehören Sensitivität und Medialität eigentlich immer zusammen, und soll Sensitivität immer zur Medialität führen ?

 

Simone Key: Nun, jeder ist in gewissem Umfang sensitiv veranlagt und um ein Medium zu sein, braucht es in jedem Fall eine angeborene sensitive Begabung. Ein Sensitiver arbeitet mit einer anderen Person in dieser Welt, er liest deren Energie. Ein Medium muss in der Lage sein, noch darüber hinauszugehen in den Bereich der übersinnlichen Wahrnehmung.

 

CTG Wie werden Sensitive oder Medien in England angesehen?

 

SK: Mit gemischten Gefühlen. Sensitivität ist eine wunderbare Fähigkeit. Doch es ist leider so, dass die Psychics, die Sensitiven wegen der Telefon-"beratungen" hier einen schlechten Ruf haben, das ist reine Geldmache. Einige meiner Bekannten haben selbst die Erfahrung gemacht und Geld verloren, denn viele sind betrügerisch – sie halten die Menschen in der Leitung, ohne ihnen wirklich Informationen zu geben. Und ich sammle dann die Teile wieder zusammen. So bei einer Frau – sie wandte sich an mich, nachdem sie mit einer Telefon-Beratung gesprochen hatte. Diese Dame hat zwei Kinder – das hat die Sensitive korrekt wahrgenommen, und dann hat sie ihr gesagt, sie sähe drei kleine Gräber. Und das lässt niemanden kalt, das vergisst man nicht so einfach. Ich kann einfach nicht verstehen, wie irgendjemand, der noch ganz richtig im Kopf ist, so etwas sagen kann. Wie schlafen diese Leute eigentlich nachts? Deshalb ist eine gute Schulung so wichtig, damit man einen verantwortungsvollen Umgang mit der Wahrnehmung lernt.

 

Medien stehen besser da. Sie bekommen viel Beachtung in den Medien – gute und schlechte - aber immerhin Beachtung. Medialität ist populärer denn je. Aber es sind nicht die Kirchen, die Menschen wollen den religiösen Teil nicht mehr. Sie wollen Unterhaltung, das Fernsehen. Ich bin ja auch Priesterin in der Spirituellen Gemeinde. Und wo ich lebe, gibt es drei Kirchen und eine Gemeindehalle. Also vier Orte, an denen man medial arbeiten kann in einem Umkreis von sechzig Kilometern – und wir können von Glück sagen, wenn Sonntags vierzig Leute in der Kirche auftauchen, in der zweiten und dritten sind es nur zwanzig – und in der Gemeindehalle – wo es keinen Gottesdienst dazu gibt, sondern wo einfach nur medial gearbeitet wird – da kommen 120 – 150 Menschen. Die Leute wollen das Orthodoxe nicht mehr, das ist die Realität.

 

Spiritualistischer Gottesdienst: Eine für uns Deutsche oft erstaunlich locker-fröhliche Zeremonie, in der eine inspirierte Ansprache, sehr lebendige Lieder (z.B. "Spirit In the Sky oder "I Believe in Angels/I Have A Dream" von Abba) und mediale Botschaften von Verstorbenen an Angehörige in der Gemeinde weitergegeben werden.

 

 

Nähe zwischen Kunst und Medialität

 

CTG Ist es in England häufig, dass Künstler oder Therapeuten Kurse in medialem Arbeiten belegen?

 

SK Ich glaube tatsächlich, dass die Fähigkeit zur Medialität durch unsere kreative Seite kommt. Die meisten Sensitiven wie auch die Künstler sind anders als die "Mainstream" Menschen, sie denken anders, sie sehen die Welt anders. Dies sind die Menschen, die von überall auf der Welt ans College kommen, sie denken selbst nach über das Leben in all seinen Facetten. Meistens nicht mehr ganz junge Leute. Ich kann nicht sagen, dass die Menschen in England zu dieser Art von Arbeit finden, weil sie in einem spiritualistischen Haushalt aufgewachsen sind, das ist nicht der Fall. Die Menschen kommen, weil ihnen Dinge geschehen sind, die ihr bisheriges Glaubenssystem in Frage gestellt haben. Denn man sollte ein Leben gelebt haben, auf jeden Fall.

 

Ich habe einen sehr guten Freund in Schottland. Er ist in einer spiritualistischen Familie aufgewachsen und mit einundzwanzig war er der Präsident seiner Kirche und arbeitete am Arthur Findlay College. Ganz plötzlich änderte sich seine ganze Haltung, er trat von allem zurück, suchte sich eine richtige Arbeit (sie lacht) und erst jetzt, mit Ende 30 kommt er zurück in die mediale Arbeit. Und ich glaube, diese Zeit war ganz wichtig für ihn, sie hat ihn merklich bereichert.

 

Zusammenarbeit zwischen Geistiger Welt und medialen Heilern

Ich bin mir ganz sicher – die Leute in der Geistigen Welt sind nur dann an uns und einer Zusammenarbeit interessiert, wenn wir wirklich etwas anzubieten haben, wenn wir Menschen wirklich behilflich sein möchten. Und dann bringt jeder etwas ganz Individuelles, Einzigartiges mit in diesen Dienst. Das liebe ich so daran, jeder ist ein Individuum.

Denn deine Erfahrungen können sich von meinen total unterscheiden – und die Geistige Welt klinkt sich in deine Ressourcen ein und so kann anderen Menschen geholfen werden als durch mein System. Nichts ist umsonst und nichts geht verloren.

 

CTG Welche Rolle spielt hier die Trance? (im Kästchen)

 

SK: Nun, ich arbeite mit Trance auf zwei unterschiedliche Arten. Einmal als Trance Sprecher, im philosophischen Sinne. Und als Trance Heiler. Für mich unterscheiden sich diese beiden Zustände sehr stark, obwohl sie natürlich beide passiv sind.

 

Trance ist nichts, was am Anfang der medialen Arbeit steht – sie stellt sich bei manchen eher als eine Art natürliches Phänomen ein – nachdem man ein gewisses Verständnis

der Medialität entwickelt hat und eigene Erfahrungen gesammelt hat. Manche Menschen sind einfach bestimmt für Trancearbeit, es ist ihr Ding.

Heute wollen viele Leute über Trance-Ebene als Einstieg kommen– und haben doch keine Ahnung, wie Medialität an sich funktioniert, es braucht eine gute Vorbereitung.

Ich bin der festen Überzeugung, dass man als erstes seine sensitiven und medialen Fähigkeiten trainieren sollte – um dann zu einem Verständnis zu gelangen.

Sie müssen in der Lage sein, Spirit zu fühlen, die Nähe von Spirit zu verstehen, Ihre Sinne verfeinern, den Ablauf, die Verbindung einzugehen. Trance ist wie alles andere, das wir tun – je häufiger wir es tun, umso besser werden wir darin.

 

Zu Anfang der Entwicklung sind es vielleicht 97 % wir selbst, die sprechen, und 3 % Spirit. Wann immer es dogmatisch klingt, wann immer Sachen wie: "du musst, ihr dürft nicht"…vorkommen, kann man sicher sein, dass dies nicht medial empfangen ist, denn die Geistige Welt, mit der ich arbeite, würde so etwas niemals sagen.

 

Es hat mit dem Unbewussten zu tun – denn Trance muss über diesen Weg arbeiten. Durch die Veränderung im Bewusstseinszustand wird der bewusste Geist beruhigt und der Unbewusste mehr und mehr umgangen. Denn sonst greifen unter Umständen Vorurteile und Begrenzungen des Mediums – was eine Botschaft durchaus behindern kann.

 

Die Essenz ist wirklich die Verbindung mit Spirit. Je mehr diese Verbindung erreicht wird, umso stärker geht man in den Trance-Zustand. Ich mag das Wort "tiefer" nicht in Bezug auf Trance, denn es impliziert "besser". Das höre ich die ganze Zeit in England – "Ich weiß nicht, was ich in Trance sage, ich bin ausgeschaltet, ich schlafe ein".

Nun, das ist definitiv der falsche Zustand, denn man kann schlafende nicht in Trance sein, es braucht ein Minimum an Bewusstsein, und sei es nur darüber, dass jemand anders durch mich spricht. Dieses Bewusstsein hat man. Und je näher/enger die Verbindung, desto besser die Trance. Man muss gar nicht in den "tiefen" Zustand gehen. Ich habe mich mit anderen Medien unterhalten, und wir sind der Ansicht, dass Medialität eine Art progressiver Verfeinerung ist. Je häufiger man in Trance geht, desto feinere Zustände können erreicht werden. Und es wird eine Zeit geben, wenn wir diese Verbindung haben werden, ohne überhaupt in einen veränderten Bewusstseinszustand gehen zu müssen.

 

Die Tranceenergie kommt, um den bewusst denkenden Geist zu beruhigen (damit er die Klappe hält) – also dieser Gedanke "im Hier und Jetzt sein" – das ist keine Trance. In dem Trance-Zustand ist es fast so, als wenn du dich aus dem Hier und Jetzt zurückziehst, und in einen stilleren Zustand gehst, wo dann Spirit sich verbinden kann und dein Bewusstsein ausfüllen kann, um Informationen zu geben, die helfen, aufzubauen, zu erleuchten, zu inspirieren und zu lehren.

 

Die Ebene der Trance hängt von dem ab, was du tust. Also wenn ich Trance-Heilung gebe, bringe ich meinen Geist in einen ruhigen Zustand. Dann stehe ich auf, und werde immer passiver, als wenn ich mich in mich selbst zurückziehe. Dann übernimmt der feinstoffliche Heiler. Dieser spricht mit dem Patienten, was mit ihm los ist – nicht nur die Diagnose, sondern auch wie es passiert ist und wie er wieder gesund werden kann. Und das könnte ich nicht, ich könnte als Sensitive erklären, was mit dem Empfänger los ist, aber ich könnte nicht sagen, was die Ursache ist und auch nicht leicht, wie es passiert ist.

 

Und ich muss sagen, die Leute sind echt mutig. Sie gehen zu ihrem Arzt und sagen "der Trance Heiler hat gesagt, dies und dass stimmt nicht mit mir" und lassen dann überprüfen, ob das stimmt.

 

CTG Und – nehmen die Ärzte das so an?

SK (Sie lacht) - Nein, nicht immer, deshalb sage ich ja, sie sind mutig.

Jeder mit klarem Verstand braucht eine gewisse Art der Ermutigung und Bekräftigung, dass sie die richtigen Dinge sagen. Das ist die menschliche Natur.

 

Im Trance-Zustand arbeiten wir mit einem kollektiven Bewusstsein. Da ist nie nur einer. Es ist ein Team von Helfern, sie haben kein Ego, sie wollen nur behilflich sein.

Ich arbeite auf verschiedene Arten, aber Trance ist für mich einfach besonders kostbar. Ich bin da sehr beschützend. Das hat mit der Verbindung mit Spirit zu tun, denn man kann sich ja einfach nicht näher kommen als in der Trance. Manchmal, am Ende der Verbindung kann ich sehr emotional werden. Ich glaube es liegt daran, dass die Verbindung sich zurückzieht, erst diese Erhöhung und Erweiterung – und wenn das dann wieder geht. Das Zurückziehen macht mich emotional. (Lacht), Entzugs-symptome.

 

CTG: Ich habe in einem Kurs gehört, dass die englischen Medien nicht gern so tief in eine Botschaft einsteigen wollen, da sie keine ausgebildeten Therapeuten sind. Aber für mich ist gerade die Botschaft, die Hinweise fürs eigene Leben – so deutlich und tief greifend wie möglich – das entscheidende und nicht, einfach nur einen Beweis für ein Leben nach dem Tod zu erbringen.

 

SK: auf jeden Fall, und ich denke nicht einen Augenblick, dass es bei meiner Arbeit um Beweise für ein Leben nach dem Tod gibt. Diejenigen von uns, die in diesem Bereich arbeiten, brauchen keine Beweise, ich muss nicht wissen, dass meine Mutter in der Geistigen Welt ist, ich will Informationen über meine Arbeit, wie ich sie verbessern kann, wie ich mich besser verbinden kann, und was Spirit für mich will.

 

Außerdem ist meistens die einfachste Botschaft die beste.

Es ist doch klar, wenn jemand sagt – hier ist deine Mutter, dann willst du nicht wissen, wie ihre Schuhe aussehen, du willst etwas hören, was diesen einen Menschen von allen andere unterscheidet. Welchen Sinn macht es, unendlich vieles zu beschreiben, was letztendlich doch kein Beweis ist.

 

Und das wichtig ist doch, wie man seine eigene Arbeit, die Anbindung und Einstimmung verbessern kann, wie man das eigene Leben sinnvoller gestalten kann, mit Schwierigkeiten umgehen und glücklich sein kann.

 

CTG: Für wie wichtig halten Sie die Arbeit im eigenen Schatten, alten Beziehungen, den Eltern…

 

SK: Das ist sehr wichtig, man muss einfach ein Gepäck loswerden, das ist grundlegend. Wenn man das nicht tut, wird jemand in der Sitzung einen Knopf drücken…

 

Außerdem muss man manche Leute tatsächlich daran erinnern, dass sie ja auch Verantwortung im Leben haben – ihren Lebensunterhalt, Beziehungen … Und wenn jemand darauf besteht "Spirit will, dass ich mehr mache, sie schubsen mich, nach vorne zu gehen" – glaube ich, dass es die Leute selbst sind, die das wollen.

Spirit weiß – wir haben die Ewigkeit Zeit, es hinzubekommen. Und manchmal sage ich dann auch zu jemand "komm in 10 Jahren noch mal wieder".

Aber das tue ich nur, wenn's wirklich sein muss, das ist ja nicht, was sie hören wollen. Die meisten wollen bestätigt bekommen, wie wundervoll sie sein werden. Wir sind schließlich alle Menschen. Aber ich bin Realist. Daher weiß ich – von all den Leuten, die wir im Jahr unterrichten, werden nur einige wenige wirklich gute Medien werden. Aber das ist auch nicht die Hauptsache, denn diese Arbeit macht aus ihnen bessere Menschen, es macht sie toleranter, mitfühlender und sensitiver . Und das ist das Wichtigste.

CTG: Vielen Dank für das Gespräch.

 

Trance

Der Begriff "Trance" ist abgeleitet aus dem lateinischen "transire" – hinübergehen und beschreibt den Wechsel von einem aktiv wachen Bewusstseinszustand (Beta) in eine tiefere Entspannung (Alpha bis hin zu Delta-Wellen) hinein, in der eine Öffnung für andere Wahrnehmungsdimensionen möglich ist.

 

Die Trance-Arbeit wird seit Urzeiten von Schamanen überall auf der Welt genutzt, um Informationen und Heilungsenergien herbeizubringen.

 

 

Arthur Findlay College:

Stansted Hall wurde 1871 erbaut und 1964 testamentarisch von Arthur Findlay der Spiritualist National Union überschrieben. Das College bietet – neben einem wundervollen alt-englischen Ambiente(siehe homepage) – für Studenten aus der ganzen Welt die Möglichkeit, sich mit einer Vielzahl von medialen und spirituellen Themen, vermittelt durch ausgezeichnete Lehrer, zu beschäftigen.

 

 

 

Medialität – Hilfe aus der Geistigen Welt

Durch die Zusammenarbeit mit der geistigen Welt erfahren wir Unterstützung und erhalten neue Impulse für unser Leben. Christiane Tietze-Gerhards, die seit 25 Jahren als Medium tätig ist, erklärt, wie diese Zusammenarbeit funktioniert und dass sie von den neuesten Untersuchungen der Wissenschaft bestätigt wird.

Überall auf der Welt arbeiten Schamanen schon immer mit ihrer Wahrnehmung der feinstofflichen Realität. Auch in der Bibel gibt es unzählige Hinweise auf mediale Begabungen, im Alten Testament genauso wie bei Jesus und den Jüngern. Paul Meek geht in seiner interessanten Analyse sogar so weit zu sagen, dass Jesus die Jünger nach Gesichtspunkten eines Zirkels ausgewählt hat, ihren medialen Fähigkeiten entsprechend. 1

 

Auch in der ägyptischen Lehre ging man davon aus, dass unser physischer Körper (Khat) eine Ausstrahlung des Energiekörpers (Ka) ist, der wiederum aus Ba, der Großen Seele entstammt.

Interessanterweise belegt nun die moderne Physik, mit der Messung energetischer Felder, dass wir mit unserem Umfeld in einem ständigen Austausch stehen, dass wir längst nicht so autonom sind, wie wir gerne glauben wollen. Spiegelneuronen wirken beim Beobachten der Handlung einer anderen Person, indem sie in unserem Gehirn die gleichen Prozesse ablaufen lassen(Bauer 2), und die Arbeiten von Backster, Popp und Korotkov zeigen, dass "jeder einzelne Gedanke …die Lichtenergie von jemand (oder etwas) zu fördern oder zu beinträchtigen [scheint]. 3

 

Dem englischen Spiritualismus verdanken wir jedoch unzählige Beweise, die von Menschen aus unserem Kulturkreis erbracht wurden, die Arbeit mit Spirit, der Geistigen Welt, wurde etwas mehr und mehr alltägliches, "normales". Sogar in vielen englischen Altersheimen sitzen die Leute im Zirkel und praktizieren Heilung und Sensitivität, um ihren spirituellen Horizont zu erweitern. Spirituell bedeutet hier einfach nur ein tiefes Wissen, selbst Spirit, selbst ein geistiges Wesen zu sein. Hier gelten die Gaben, über unsere Hellsinne mit den feinstofflichen Körpern zu arbeiten, als natürliche Fähigkeiten, über die viele von uns verfügen und die sich trainieren lassen. In den letzten 150 Jahren hat sich so eine Praxis entwickelt, die Landkarten für die feinstofflichen Länder der Seele anbietet.

 

*** Kästchen: Definition Zirkel

Ein Übungszirkel für die mediale Arbeit ist ein Kreis spirituell gleich gesinnter Menschen. Man trifft sich nach Möglichkeit immer am gleichen Ort und zur gleichen Zeit und übt gemeinsam, Sensitivität und Medialität zu fördern. Der Zirkel stellt einen geschützten und stabilen Raum dar, in dem die Teilnehmer in einem wohlwollenden Umfeld ihr Potenzial zu entfalten lernen. Durch die Stabilität der Gruppe können sich die Energiefelder der einzelnen optimal entwickeln.

 

Das Gesamtenergiefeld des Menschen

Wir sind nicht beschränkt auf den physischen Körper hier unten auf der Erde, sondern von Energiefeldern umgeben, die sich ständig (und messbar) auswirken.

Wir alle sind sensitive Wesen – nehmen ständig wahr, was um uns herum geschieht.

Doch oft sind wir uns nicht bewusst, dass wir mehr wahrnehmen, als unser Denken verarbeitet. Und können so Stressfaktoren nicht also solche erkennen – merken nicht, dass wir nur auf die Stimmung anderer um uns herum reagieren.

 

Es gibt somit viele Aspekte von uns – als Gesamtenergiefeld, (oder mit einem anderen Wort große Geistige Wesen) – die nicht verkörpert sind, aber dennoch sehr konkreten Anteil an unserer Mission, unserer Lernaufgabe hier auf der Erde haben. Ich nenne sie "unser Team" (ein anderes Wort ist "Höhere Selbst".) Jeder kennt die Momente im Leben, wo man auf den emotionalen Horizont eines zweieinhalbjährigen Kindes zurückfällt, und hin und wieder sicher auch jene, in denen wir ca. 120 und sehr erleuchtet sind… Daher ist die Vorstellung, dass es eine zu uns gehörende "Version" von uns gibt, die Zugang hat zu Wissen und Weisheit jenseits unserer Perspektive für die meisten Menschen gut vorstellbar. (Vgl. Akasha Chronik).

 

Da wir ganz sicher die objektive Realität des Seins nicht erfassen können – nur rund 10 % sagt die Wissenschaft, ist natürlich alles, was ich hier über mein Konzept der Welt anbieten kann, nur ein Deutungsmodell.

Aber legen wir die Erkenntnisse der Quantenphysik, der Biologie oder auch der Fotos von Dr. Masaru Emoto zugrunde, macht es unter diesen Umständen sicher Sinn, sich ein Modell auszusuchen, das uns positiv unterstützt - denn die Energie folgt bekanntlich unserer Ausrichtung. (siehe auch "Wasser als Informationsspeicher" Der wissenschaftliche Beweis. raum&zeit nr. 107, Die Botschaft des Wassers, raum&zeit N. 115) So bewirkt eine Heilintention stark kohärente Lichtwellen 4 und unzählige Experimente beweisen, wie durchgreifend die Energie der Absicht sogar Räume programmieren kann. 5

Somit gebe ich einem positiv ausgerichteten, von Unterstützung ausgehenden Weltbild eindeutig den Vorzug. Genauso, wie alleine schon die mentale Heilungserwartung die Heilkräfte des Körpers anregen 6 bewirkt die Grundüberzeugung, in einem uns in einem unterstützenden, wohlwollenden Universum zu leben, eine wirkungsvolle Grundlage, ein erfülltes Leben zu führen und Heilung zu erfahren.

 

Jeder Gedanke fördert oder beeinträchtig die Lichtenergie von jemandem oder etwas.

 

Mediales Arbeiten hilft im Alltag

In Kurzform: Mediales Arbeiten ist die Gabe und Übung, Informationen und Energien aus der feinstofflichen Ebene weiterzuleiten in die irdisch-stoffliche Ebene.

Als erstes sollte sich diese Begegnung gut und förderlich anfühlen, die Informationen sollten hilfreich sein und uns in unsere Fähigkeit, unser Leben zu meistern, unterstützen.

Es geht um eine Förderung unseres ganzheitlichen Wachstums, der Entwicklung unseres alltäglichen Lebens hier auf der Erde. Es sollte in keinem Fall darauf hinauslaufen, eine angeblich weisere Quelle ständig um Rat zu fragen und in Unmündigkeit zu rutschen, vielmehr geht es um Unterstützung zur Entfaltung unseres Potentials. Denn auch wir sind Spirit, große geistige Wesen, die eine menschliche Erfahrung machen. Und durch die Unterstützung unserer "Kollegen" in der Geistigen Welt werden wir daran erinnert, uns unserer Gestalterkraft bewusst zu werden. Mediales Arbeiten ist Teamwork mit Spirit.

Und da wir mit ein wenig Entfernung sehr viel klarer sehen können, den Überblick haben, das große Ganze sehen, liegt es nahe, dass die Informationen von diesem Team immer den Hintergrund unseres gesamten Lebensplanes berücksichtigen können, weit mehr, als dies für uns aus der Situation heraus möglich ist.

 

Ich persönlich finde es gar nicht so wichtig, zu unterscheiden, ob es denn nun Aufgestiegene Meister, Engel, Verstorbene Heiler oder höhere Aspekte unserer selbst sind, die sich hilfreich zur Verfügung stellen. Meine einziger Anspruch ist, dass es heilsam und unterstützend sein muss. Zum einen, weil es in der "Eso"-Szene immer wieder "Medien" gibt, die ihr Ego dadurch aufwerten, dass sie behaupten, Erzengel Michael persönlich zu channeln – und da ist die Gefahr einfach sehr groß, das eigene als höchste Weisheit von oben weiterzugeben. Wahre Spiritualität ist immer gepaart mit einer Demut, nicht der Vermittler ist das Entscheidende, sondern die Unterstützung und der Respekt vor allen drei Bereichen dieser Arbeiten – dem Empfänger, dem Vermittler und der Quelle.

 

In der sensitiven und medialen Arbeit sind wir den Menschen dabei behilflich, ihren Realitäts-Fokus zu überarbeiten 7, denn "Die Wirklichkeit existiert nur, wo der Geist einen Fokus erzeugt". So schreibt die Wissenschaftlerin Lynne McTaggart 8 "Zahlreiche Untersuchungen zur Beschaffenheit des Bewusstseins, die im Laufe von dreißig Jahren weltweit durchgeführt wurden, zeigen, dass Gedanken alles beeinflussen können, von den einfachsten Maschinen bis hin zu den komplexesten Lebewesen".

 

Der Unterschied zwischen sensitiver und medialer Arbeit

In der rein sensitiven Arbeit ist sie horizontal, i.e. ich schwinge mich ein in das energetische System meines Gegenübers und empfange über meine Hellsinne

Informationen, Farben, Gefühle und Symbole. Dies ist unendlich hilfreich, um dem anderen zum einen das Gefühl zu geben, verstanden und gesehen zu sein, zum anderen kann so ein neuer Fokus gelegt werden, Stärken und Gaben werden in den Fordergrund gerückt.

 

Die mediale Arbeit könnte man als vertikal bezeichnen – nicht ich bin aktiv, sondern ich lasse Helfer und Unterstützer (oder wenn Sie wollen auch höhere Aspekte Ihrer Selbst, ist letztendlich eine Definitionsfrage) durch mich wirken. Einer der bekanntesten Heiler, der sein gesamtes Leben lang bemüht war, mit Ärzten zusammenzuarbeiten und die Heilergebnisse messbar zu machen, ist der Engländer Harry Edwards. Für ihn war ganz klar, dass er sich in den Heilungen der weisen Unterstützung seiner Heilführer unterstellt 9, zur Geistheilung), dass er bewußt beiseite trat, um durch sich wirken zu lassen.

Edwards füllte bei seinen Demonstrationen u.a. die Royal Albert Hall und hinterließ bergeweise Heilungsdokumentationen und Korrespondenz mit Ärzten. Aufgrund seiner Lebenserfahrung mit diesen tausenden von Heilungen bestand für ihn kein Zweifel, dass es eine nicht-körperliche Welt gibt, die vollkommen real ist und in unser physisches Leben hineinwirken kann - wenn wir es gestatten. Und so hinterließ Edwards für die Veröffentlichung nach seinem Tod zwei Artikel, in denen er für zukünftige Klienten seine Überzeugung zum Ausdruck brachte, "Ich bin daher sicher, dass ich jetzt, wo ich in die Geistige Welt gegangen bin, noch hilfreicher sein werde, als zu der Zeit, wo ich noch zwischen euch lebte….10 und gleichermaßen, dass "nach meinem Übergang ich genau der gleiche sein werde, wie zu Lebzeiten. …ich werde meine Erinnerungen noch haben….denn obwohl ich im Geistigen Leben sein werde, werde ich weiterhin euer Freund sein und aufgrund meines Bewußtseins euer persönlichen Bedürfnisse und Nöte werde ich euch noch besser behilflich sein können….11

 

Es gibt verschiedene Arbeitsmethoden, um diese feinstoffliche Unterstützung zu nutzen.

Jedem bekannt ist sicher das Gebet – interessanterweise jetzt durch so viele Forschungsergebnisse als so wirkungsvoll erwiesen, dass es an Herzklinken in den USA regulär eingesetzt wird – denn die Patienten haben "signifikant weniger Symptome und brauchen weniger Medikamente und medizinische Interventionen." – im Schnitt ging es diesen Patienten 30-50 % besser als der nicht bebeteten Kontrollgruppe. 12

 

Das Geistige Heilen

Einfach gesagt geht es darum, der Geistigen Welt zu gestatten, heilende Energien durch den menschlichen Vermittler in die Physische Welt zu leiten. Diese können auf allen Ebenen wirken, physisch, mental, emotional und auch spirituell. Das Medium trainiert, sich mit der Geistigen Welt zu verbinden, die Aufmerksamkeit sollte weniger beim Empfänger liegen als bei der Verbindung, denn je höher wir schwingen, desto tief greifender und spezifischer können die heilsamen Energien sein, die zum Empfängern gelangen. Eine Studie über die grundlegenden Gemeinsamkeiten dieser Art des Heilens zeigt, dass das "aus dem Weg gehen und einer heilenden Kraft Platz zu machen" allen Heilern gemeinsam ist. 13 . Auch wenn das Medium "nur" als Kanal fungiert, so ist seine Rolle doch von größter Bedeutung, einem Transformator gleich, der den Strom aus dem Kraftwerk so umwandelt, dass es für die Lampe im Haus nutzbar wird.

 

Channeln

Ein Channel – ein Kanal – lässt etwas durchfließen. In diesem Falle Informationen und Botschaften aus der Geistigen Ebene.

Grundsätzlich jedoch gilt – nichts ist wahr, nur weil es gechannelt ist.

Es gibt eine feine Linie zwischen wirklich neuen, hilfreichen Informationen aus einer Ebene, deren Wissen das unsere übersteigt. Das gibt es und diese Art von Hilfe hat mir selbst und anderen schon sehr viel Unterstützung gegeben.

 

Aber wann immer gesunder Menschenverstand oder therapeutischer Scharfblick

eingesetzt werden können, sollten wir dies bitte tun. Denn wann immer ich Wissen aus einer "höheren" Quelle einsetze, besteht auch die Gefahr, dass dieses Wissen verabsolutiert wird, das es automatisch geglaubt wird, nur weil es angeblich von oben kommt. Und der Markt mit Peinlichkeiten von Erzengel Michael persönlich boomt.

 

Mit dem Erwachen für weitere Realitäten wächst auch die Sehnsucht der Menschen. Sehnsucht nach vollkommenem Verstandensein, nach einer Lösung für all unsere Probleme.

Doch so kann es nicht gemeint sein, so wenig, wie ich Muskeln bekomme, wenn jemand anders mir die Hantelstange trägt, so wenig können wir in unserer Persönlichkeit wachsen, wenn uns jede Aufgabe abgenommen und schon im Vorfeld erklärt würde.

 

Doch in einem Kontext des "Verstehen und Erkennen-Wollens" kann einer Botschaft aus der Geistigen Welt oft der hilfreiche Impuls sein, den es braucht, um einen neuen Weg zu finden, um die Botschaft in den Dingen zu erkennen, die geschehen.

 

Zugleich hat die Übung, die meditative Einstimmung auf die feinstoffliche Welt eine direkte positive Auswirkungen auf unser eigenes Wohlbefinden, wie Studien über die organische Auswirkung von Meditativen Zuständen zeigen:

 

Die Forschungen von Dr. Richard Davidson, Neurowissenschaftler und Psychologe an der University of Winsconsin Laboratory for Affective Neurosciene . 14, der in Zusammenarbeit mit dem Dalai Lama seit 1992 unzählige Mönche untersucht hat, haben ergeben, dass eine spirituell-meditative Praxis – gleich gültig welcher Art - eine direkte Auswirkung auf die Struktur des Gehirns hat.

Ging man in der Vergangenheit davon aus, dass sich das Gehirn während der Jugend fertig einstellt, so ist jetzt erwiesen, dass es sich tatsächlich "ein Leben lang umform(t), je nach der Beschaffenheit der Gedanken. Bestimmte gleich bleibende Gedanken führen zu messbaren körperlichen Unterschieden und verändern seine Struktur. Die Form folgt der Funktion; das Bewusstsein half, das Gehirn zu formen."

Während des Meditierens und während des Heilens werden die Gehirnwellen nicht nur schneller, sondern synchronisieren sich auch. …Meditation macht das Gehirn dauerhaft kohärenter".. 15

Die Meditationspraxis der Mönche führte nachweislich zu einer "dauerhaften emotionalen Verbesserung, denn [sie[ aktiviert den vorderen linken Bereich des Gehirns, der mit Freude assoziiert wird. .." Später wies Davidson nach, dass auch bei "Neulingen" in der Meditationspraxis nach nur 8 Wochen Übung deutlich die Bereiche des Gehirns, die für "glückliche Gedanken" zuständig sind, aktiviert wurden und sich gleichzeitig das Immunsystem der Probanden verbessert hatte . 16

 

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Die 13te Fee

Von Würdigung und Ein-Verstanden-Sein

Vielleicht haben Sie ja auch die Erfahrung gemacht, dass eine "Bestellung ans Universum" nicht ausreicht, um den Wandel zu bewirken, um den es Ihnen geht. Christiane Tietze beleuchtet die Mechanismen, die gesehen und geehrt sein müssen, damit Erneuerung gelingt.

Sie alle kennen sicher das Märchen von Dornröschen – zur Ehre der Geburt ihrer wunderschönen Tochter gaben König und Königin ein großes Fest. Da sie nur 12 goldene Teller hatten, luden sie von den 13 weisen Frauen (Feen) in ihrem Land jedoch nur 12 ein. Als gerade all diese die kleine Prinzessin mit Schönheit, Klugheit, Mut etc. segneten, kam die gekränkte, nicht eingeladene Fee und verfluchte das Kind, auf dass es an seinem 15. Geburtstag sterben sollte. Die letzte Fee, deren Segen noch nicht gesprochen war, konnte den Tod in einen 100 jährigen Schlaf mildern….

Was wäre wohl geschehen, wenn König und Königin einfach ehrlich gesagt hätten, dass sie nur 12 Teller haben…jedoch alle 13 weisen Frauen geehrt und eingeladen hätten….? Wenn sie alle gewürdigt hätten als das, was sie sind? Dann hätte das Kind sicher von allen das Geschenk, den Segen erhalten. (Wir allerdings dann kein Märchen…)

Dieses Märchen läßt sich auch auf den Umgang mit unseren inneren Teilen anwenden. Alles, was ehrlich da sein darf, was geehrt wird, trägt zu unser Fülle und Ganzheit bei und heilt. Das was ausgeschlossen ist, wirkt umso stärker, jedoch nicht in der erwünschten Richtung.

Meist scheitert dies jedoch daran, dass unser Selbstbild klar der Ansicht ist, dass Aspekte, die wir in unserer Erfahrungswelt als störend kennengelernt haben, nicht da sein dürfen, fest weggesperrt werden. Doch auch wie im Märchen – in der hintersten Schlosskammer findet sich, trotz all der Vorkehrungsmaßnahmen des Königs, doch noch einen Spindel, an der sich das Kind sticht und die Prophezeiung erfüllt. Denn - egal wie sehr wir uns anstrengen, zu verbergen, was nicht da sein darf – es zeigt sich irgendwann.

Ein Fallbeispiel: eine sehr attraktive Klientin wünschte sich nichts sehnlicher, als einen Partner zu finden – doch seit Jahren ohne Erfolg. Schluchzend rief sie in die Gruppe: aber ich bin doch so liebevoll und auch attraktiv, warum traut sich denn keiner an mich ran? Der Punkt war – ja, sie war eindeutig liebevoll und weiblich, aber hinter ihr – mit energetischen Augen gesehen – stand eine Amazone mit der Pump-Gun in der Hand und der Haltung "komm mir ja nicht zu nahe". Dieser Persönlichkeitsanteil hatte sich in ihrer Kindheit, die von Übergriffigkeit und Mißbrauch geprägt war, herausgebildet – um sie zu beschützen. Und das tat sie auch heute noch, denn wichtigste Programmierung für diesen Persönlichkeitsaspekt war das Schützen, Gefühle waren sekundär, sie war ein Soldat im Krieg…. Und wegschicken lies sie sich nicht, es war Teil ihres "Jobs", auf nichts zu hören….

Unsere "normale" Reaktion, wenn wir einen solchen, unwillkommenen Mechanismus in uns entdecken ist meist die Ablehnung. Wir nennen ihn Saboteur und wollen ihn weg-haben. Tatsache aber ist, dass dieser Aspekt unserer selbst uns liebt, uns beschützen will. Nur die Wahl der Mittel ist oft nicht mehr zeitgemäß. Wir sollten ihn behandeln wie unseren Lebensretter, der nun in Rente gehen darf…ihn ehren, würdigen, anerkennen. Für seinen Einsatz danken und ihm versichern, dass er dazu gehört. Dass er sich einfach nur jetzt ausruhen darf, weil es nun, heute, Aspekte in uns gibt, die über neue Fähigkeiten verfügen, dass das Alte nicht mehr geschehen wird.

 

Alles, vor allem aber unser Schmerz, muss angemessen geehrt und gewürdigt sein, bevor Veränderung stattfinden kann. Wunder sind möglich, immer. Aber wenn das Wunder der Heilung oder des Erreichens unseres Traums für einen anderen Teil von uns bedeuten würde, dass wir uns mit unserem Schmerz, unserer Schwierigkeit nur "angestellt" haben, weil es sich ja eben in einer Sitzung, in einem Augenblick wandeln läßt, dann dient uns das Wunder nicht, und es wird nicht geschehen. Stellen Sie sich nur einen Augenblick vor, was geschieht, wenn eine Frau, die 20 Jahre lang unter den Folgen einer Vergewaltigung in der Kindheit gelitten hat, welche die Familie aber immer verleugnen wollte, nun in einer Sitzung Heilung erfährt. Und die Familie dann sagt: s iehste, wir haben doch immer gesagt, es war nicht so schlimm….hast dich nur angestellt…oder es dir gar nur ausgedacht….Für diesen Teilaspekt der Frau wäre Heilung gar nicht wünschenswert, denn sie würde bedeutet, dass er seine einzige Chance auf Würdigung des Schmerzes verliert.

Kästchen

Möge das Leben Ihnen aufgehen, Tür um Tür; mögen Sie in sich die Fähigkeit finden, ihm zu vertrauen, und den Mut, gerade dem Schweren das meiste Vertrauen zu geben…
Was von uns verlangt wird, ist, dass wir das Schwere lieben und mit dem Schweren umgehen lernen. Im Schweren sind die freundlichen Kräfte, die Hände, die an uns arbeiten. Mitten im Schweren sollen wir unsere Freuden haben, unser Glück, unsere Träume: da, vor der Tiefe dieses Hintergrunds, heben sie sich ab, da sehen wir erst, wie schön sie sind. Und nur im Dunkel der Schwere hat unser kostbares Lächeln einen Sinn; da leuchtet es erst mit seinem tiefen, träumenden Licht, und in der Helligkeit, die es für einen Augenblick verbreitet, sehen wir die Wunder und Schätze, von denen wir umgeben sind.
Und ich möchte euch so gut ich es kann, bitten, Geduld zu haben gegen alles Ungelöste in Eurem Herzen und zu versuchen, die Fragen selbst liebzuhaben wie verschlossene Stuben und wie Bücher, die in einer sehr fremden Sprache geschrieben sind. Forscht jetzt nicht nach den Antworten, die euch nicht gegeben werden können, weil ihr sie nicht leben könnten. Und es handelt sich darum, alles zu leben. Lebt jetzt eure Fragen. Vielleicht lebt ihr dann allmählich, ohne es zu merken, eines fernen Tages in die Antwort hinein.

 

 

 

Rainer Maria Rilke (Briefe, zitiert nach Birgit Trappmann-Korr, Hochsensitiv, VAK 2010)

Kennen Sie Menschen, die sich selbst oft die besten Gelegenheiten im letzten Moment verderben? Die ein Händchen für Missgeschicke und Desaster zu haben scheinen? Dann arbeiten in diesem Menschen zwei Anteile mit ganz unterschiedlichem Ziel. Das, was ist, dient immer einem Teil von uns. Und je unwandelbarer eine Lebenssituation sich zeigt, desto mehr Angst hat dieser Teil vor Veränderung. Wann immer in Ihrem Leben sich etwas nicht verwirklicht, trotz aller Anstrengung, dann gibt es einen guten Grund. Denn erreichen immer, ausnahmslos, was wir wollen. Und wenn wir das angestrebte Ziel nicht erreichen, dann erreichen wir ein Ziel, das für einen Teilaspekt – unbewußt – noch viel wichtiger ist. Daher gilt es, mit dem vermeintlichen Saboteur nicht etwa zu kämpfen – denn das verleiht ihm nur mehr Kraft. Vielmehr geht es darum Frieden zu schließen und ihn endlich zu fragen, was er braucht und ihn dann damit zu nähren. (vgl. Artikel Dämonen Füttern, Angelika Fischer, r & z 162)

Annahme und Würdigung

Das einzige, was wirk-lich löst, ist Annahme und Würdigung dessen, was uns im Jetzt so hindert und stört. Denn spannenderweise, wenn wir ehren und würdigen, was (scheinbar) hindert, wandelt es sich oft (gerade weil es nicht mehr muss). Wird Teil unseres Ganzen, und entfaltet nicht selten wunderbare Fähigkeiten.

Be the change that you want to see in the world.

Andreas Krüger nennt es "die Tafelrunde unserer Seele" – die Gesamtheit aller Aspekte dessen, was wir sind. Denn nur, wenn jeder Aspekt unserer Vielheit dazugehören darf, können wir unsere besondere Gabe, unsere Kraft entfalten. Vielleicht darf ich Sie ja dazu einladen, bei sich selbst einmal zu schauen, wer bei Ihnen noch darauf wartet, dazugehören zu dürfen? Dazu gibt es eine ganz einfache Frage: was für Menschen mögen Sie überhaupt nicht, wie darf man auf keinen Fall sein? Wobei werden Sie ärgerlich, wenn Sie ein anderen Mensch also solches bezeichnet ? (Und damit meine ich nicht nur, wenn Ihr Mann sagt: Du bist wie deine Mutter ;-))

Es geht jetzt gar nicht in erster Linie darum, all die "Bösen" aufzuzählen, lassen Sie uns ganz klein, alltäglich und persönlich bleiben…Hierzu ein eigenes Beispiel: für mich waren Frauen mit dieser besonderen "ach, ich bin ja so wichtig…man bringe mir….man nehme Rücksicht" ein Greuel. So durfte man auf gar keinen Fall sein!! Was dazu führte, dass ich immer großen Wert darauf legte, besonders "pflegeleicht" zu sein. Und mich bloss nicht in den Vordergrund zu stellen. Daher habe ich in den ersten Jahren meiner Lehrtätigkeit auch möglichst wenig vorgemacht…schließlich wollte ich ja die anderen ermächtigen, es zu tun. Dass es jedoch (allein schon aufgrund der Spiegelneuronen –

Kästchen…[Ein Spiegelneuron ist eine Nervenzelle, die im Gehirn von Primaten während der Betrachtung eines Vorgangs die gleichen Reize auslöst, wie sie entstünden, wenn dieser Vorgang nicht bloß (passiv) betrachtet, sondern selbst (aktiv) durchgeführt würde. Wikipedia)

sehr viel leichter ist, etwas zu tun, was man vorgemacht bekommt, wurde mir erst später klar. Und dass ich, um Vorträge vor vielen Menschen halten zu können, durchaus ein gewisses Vergnügen am Gesehen-Werden brauche, wurde mir auch erst klar, nachdem ich mit diesem Schattenanteil gearbeitet hatte und meine innere "Diva" mit an den Seelentisch lud.

"Es geht nicht darum, die Dinge auszumerzen, die wir an uns nicht mögen, sondern darum, die positiven Seiten dieser Aspekte zu finden und sie in unser Leben zu integrieren." (Debbie Ford, Die dunkle Seite der Lichtjäger, Goldmann 1999, S. 26).

Viele dieser Schattenanteile kann man als die zu laut gedrehte Lautstärke eines Radios beschreiben. Was bleibt, wenn Sie nun z.B. bei einem vor Wut tobenden Menschen die "Lautstärke reduzieren": Jemand, der entschieden sagen kann, was er möchte? Der Entschlossenheit, sein Grenzen zu setzen und deutlich zu machen, signalisiert? Eine sicherlich nützliche Ressource.

„Jeder von uns besitzt jede existierende menschliche Eigenschaft. Es gibt nichts, was wir sehen oder wahrnehmen können, das wir nicht sind, und der Zweck unserer Reise ist es, diese Ganzheit wieder in uns herzustellen.“[1] Ford, S. 21

 

Ich habe häufig mit Klientinnen gearbeitet , die – unter großen Schuldgefühlen – und oft zum ersten Mal in ihrem Leben „verbotene“ Gefühle wie zum Beispiel ihre Wut auf die Eltern oder Kinder ausgesprochen haben. Welche Erlösung war jedes Mal zu beobachten, wenn das Gefühl da sein darf, wenn es erlaubt ist, ja sogar "normal" ist. So sind wir doch alle.

Transformation wird möglich, wenn wir uns uns selbst zuwenden, unserem Mangel an Selbst-liebe und Selbst-Annahme – um das wir zwar im Außen, mit dem Gegenüber ringen, dass aber nur durch uns selbst geschehen kann. Erst wenn ich mir die Liebe und Zuwendung geben kann, nach der ich beim anderen suche, kann er diesem Vorbild folgen. Und so schreibt Byron Katie: „Unsere Eltern, unsere Kinder oder unsere Partner werden uns immer wieder ärgern, bis wir in unserem Ärger etwas erkennen, was wir bisher über uns nicht wissen wollten.“[2]

Kästchen: "Sie leben mit Gott in Gestalt Ihres Mannes [Ihrer Frau, Ihrer Kinder Anm.d. Verf.], und er wird Ihnen all Ihre unklaren Stellen zeigen und Ihnen geben, was Sie brauchen, damit Sie sich befreien können. Das ist Liebe." (Byron Katie, Über Liebe, Sex und Beziehungen, Goldmann Arkana, S. 29.)

Es ist ja nicht so, dass wir nur dieser eine Anteil sind, wir sind immer Fülle, Wahlmöglichkeit. Nur oft sind die Gefühle und auch die Hilflosigkeit so stark, dass wir das vergessen. Sie alle kennen sicher Momente, in denen Sie sich völlig erleuchtet, wissend, entspannt und abgeklärt fühlen. Alles verstehen, erkennen….Und die anderen, in denen wir gerade mal drei Jahre alt sind…und gefangen in übermächtigen Emotionen uns zum kompletten Narren machen…. Ohne eine bewußte Lenkung, ohne den inneren Beobachter, reagieren dann andere Teilaspekte auf diesen inneren Kinderteil – der Antreiber zum Beispiel. Aber was würde ein kindlicher Teil in einer solchen Situation wirklich brauchen? Einen verständnisvollen Erwachsenen, der die Dinge wieder in Perspektive rückt. Der zuhört, und beruhigt. Nun, genau das können wir für uns sein. Und das kann man lernen.

Ich habe diese Gefühle – aber ich bin sie nicht. Ich bin auch noch jemand anders. Ich bin in der Tat nicht mehr das hilflose bedürftige Kind, ich habe es, als Anteil in mir. Und anders als damals, in der Kindheit, habe ich jetzt mich, kann mich um mich kümmern, so, wie es gebraucht wird. Dass ich es vom anderen brauche ist nur eine Illusion, denn – mein Gegenüber spiegelt mir lediglich, was ich in mir noch nicht annehmen kann, wie ich mit mir umgehe oder was ich in mir nicht sehen will.

"Wenn wir unsere Überzeugungen ändern, ändern wir unser Leben" sagt Gregg Braden. Denn es ist immer unser Denken, dass uns Schmerzen bereitet – nicht die Dinge selbst. "Die Bedeutung einer Botschaft bestimmt der Empfänger" sagt Gunther Schmidt und in der Tat bestimmt immer das, was wir uns über eine Sache erzählen unser Gefühl: wenn ein Bekannter Sie in der Stadt nicht grüßt – was erzählen Sie sich dann – "wusste ichs doch, er mag mich nicht"? Oder "er hat mich nicht gesehen"? Wenn Ihr Partner vergisst, den Mantel aus der Reinigung mitzubringen – sagen Sie sich dann: Typisch, ich bin ihm nicht wichtig, nie denkt er an mich? (Und fühlen sich natürlich dann schlecht, ungeliebt, zurückgewiesen, nicht gesehen etc…wir kennen das alle) Oder "er war mit anderen Dingen beschäftigt, so wie ich auch manchmal"…. Und es geht Ihnen gut. Sie entscheiden!

Das was geschieht sind Hin-weise, auf das, was ein Teil von uns braucht oder befürchtet. In dem Augenblick, wo wir uns offen hin-wenden, anstatt uns als Opfer widriger Umstände im Außen zu sehen, können wir auf das Bedürfnis, die Angst eingehen, und somit löst sich die Notwendigkeit für unangenehme Widerkehr von Ereignissen auf.

Ich habe früher stets ("so macht ein netter Mensch das eben") alles getan, um die Bedürfnisse anderer zu erfüllen, so z.B. auch nie eine Einladung abgesagt, nur weil es mir nicht gut ging, schließlich wollten ja die Gastgeber so gerne, dass ich komme. Ich habe sie nicht enttäuscht – aber mich. Eines Tages hatte ich – wie so oft – eine starke Halsentzündung und wählte neu – ich beschloss, zuhause und im Bett zu bleiben. Und prompt wurde mein Hals besser, denn seine Botschaft, sein Hilfeangebot war gehört worden. Unser Körper, unser Leben will uns nie sinnlos schikanieren. Es ist ein Hinweisschild, aber nicht nach außen, sondern zu uns selbst, in unser Inneres, unsere Vielfalt.

Wie wäre Ihr Leben, wenn Sie ganz und gar vertrauensvoll davon ausgehen würden, dass alles, was geschieht in der Tat Ihrem höchsten Wohl dient? Jedes Ereignis genau richtig ist und Ihnen gibt, was Sie brauchen um dahin zu gelangen, wo Sie Ihre Erfüllung finden? Zu sich.

Wenn Sie ein-verstanden wären.

Und so ist der Satz zu verstehen: Glück ist, zu wollen was ist.

_______________________________________________Ende

 



[1] Ford, ebd. S. 21.

[2] Byron Katie, Lieben was ist, Goldmann Arkana 2002, S. 71

 



[i] Lindner, David: "Gesang der Stille", Traumzeit-Verlag, Battweiler 2002, S. 5

[ii] Lindner, s. o., Vorwort

[iii] vgl. Lindner, S. 34

[iv] vgl. Koller, Christina Maria: „Der Einsatz von Klängen in pädagogischen Arbeitsfeldern“, Verlag Dr. Kovac, Hamburg 2007, S 74

[v] Zitiert nach Campbell, 2000, S. 72 Die Heilkraft der Musik, Klänge für Körper und Seele, Droemer Knauer, München.

[vi] Bossinger, Wolfgang und Eckle, Raimund (Hg.): „Schwingung und Gesundheit, Neue Impulse für eine Heilungskultur aus Musik, Kunst und Wissenschaft“, Traumzeit-Verlag, Battweiler 2007, S. 365

 

 

Schöpfung

Glück ist eine Blickrichtung.

Ich lebe in Wuppertal. Bergisches Land. Und der Name passt – vor allem beim Radfahren – bergauf, bergab, bergauf…. Mit Anfang 20 hätte ich fast bei der ersten Tour mein gerade gekauftes Rad in den Graben geworfen…aber heute denke ich „das macht fit und mir geht’s prima“ und die Berge sind mir willkommmen. Paradigmenwechsel heisst das glaube ich. Und ähnlich verhält es sich mit unserem Leben. Wir alle haben Probleme. Aber wie das schon klingt. Viel schöner wäre es doch, könnten wir sie als „Projekte“ sehen. Dann darf sich die ganze Haltung wandeln, und das Spielerische, Leichte kommt hinzu, das Ausprobieren, was Teil unseres Menschseins ist, wenn wir es denn zulassen. Denn ehrlich gesagt, mit unserer heutigen Haltung in Bezug auf Fehlschläge hätte wohl keiner von uns Laufen gelernt.

Aber - so wirklich Spass macht sie am Anfang nicht – die Übernahme von Verantwortung für mein Leben - für das, was ich erlebe und wie ich damit umgehe.

Im Folgenden werde ich gern beleuchten, welche Faktoren berücksichtigt sein wollen, wenn wir tatsächlich bereit sind zu üben, glücklich zu sein.

Warum üben?

Weil ein sich selbst überlassenes Gehirn negativ ist - Unser gesamter Körper ist darauf ausgerichtet, sich effektiv an das „ist“ anzupassen. Jeder der schon einmal eine Weile auf die gewohnte Bewegung verzichten musste, weiss, wie schnell unser Körper in der Lage ist, nicht benötigte Muskeln abzubauen ;-). Das gleiche gilt für unser Gehirn. Was viel genutzt wird, wird verstärkt, ungenutztes abgebaut. Die immer gleichen Gedanken über Befürchtungen, die zwar dazu gedacht sind, unseren Stress zu reduzieren, weil wir ja angeblich nach Lösungen suchen, stärken die immer gleichen negativen neuronalen Erwartungs- Netzwerke. Zwar erneuern sich unsere Zellen ständig, aber es ist fast so, als würden die alten den neuen „sagen“ – he, du brauchst viele Rezeptoren für emotionales Leid, Stress, Wut etc…und diese werden dann ein Selbstläufer…unsere Gedanken kreisen ständig um das Befürchtete.. und für Freude, das was wir wollen, ist kein Raum. Doch diese Neuroplastizität können wir uns zunutze machen, indem wir aufhören, diese Schaltkreise weiter zu stärken und uns auf erwünschtere Zustände fokussieren (vgl. David Perlmutter, Alberto Villoldo, Das erleuchtete Gehirn, Mit Schamanismus und Neurowissenschaft das Geheimnis gesunder Zellen entdecken, Goldmann 2011, S. 119).

Die Macht unserer Gedanken ist beeindrucken - ein Gedanke reicht – und schon liefert es uns eine Ganzkörpererfahrung in mehr als 3-D. Sie kennen das – gerade noch sitzen Sie mit Ihrem Mann/Ihrer Frau harmonisch zusammen…. . –bis er/sie sagt: ach übrigens, heute abend kommen meine Eltern zum Essen…..

Besonders deutlich können wir diese Kraft unseres Gehirns im Traum erkunden: wir liegen sicher zuhause im Bett. Erst träumen wir von Südsee und Sandstrand….und wohlige Gefühle stellen sich ein, alle Systeme sind entspannt. Dann der nächste Traum – wir werden verfolgt, stehen auf einer Klippe….Adrenalin und Co. setzen alle Systeme in Alarmbereitschaft, das Herz pumpt wie wild, wir kriegen einen Schweissausbruch….und wachen vielleicht sogar auf…Großes Kino, alles folgt den Bildern im Kopf.

Wir alle sind wahre Meister der Autosuggestion. Wenn wir uns beispielsweise vor einem Fest ausmalen, dass wir bestimmt den ganzen Abend auf das Party dumm am Rand stehen. Sicher werden sich alle prima amusieren, nur wir nicht. Natürlich wünschen wir es uns ganz anders, aber die alten Gedanken wollen uns beschützen und erinnern uns sicherheitshalber ständig daran, wie es eben immer war…..Sie wissen sicher selbst, wies ausgeht – wir erleben, was wir befürchten.

Weil das so sein muss? Sicher nicht. Aber weil wir es ausstrahlen, schöpfen, selber herstellen. Denn die anderen Menschen in unserem Leben sind – zumindest was ihr Verhalten uns gegenüber angeht oft nichts als engagierte Darsteller. Bestätiger von Glaubensmustern und Spiegelvorhalter, für die Art, wie wir uns zutiefst auch betrachten.

Vielleicht kennen Sie auch Menschen wie Claudia. Sie hilft jedem. Wann immer man Hilfe braucht – sie ist da. Auch, wenn sie sich gerade – völlig erschöpft vom Arbeitstag und 2 Überstunden weil die Kollegin eine Familienfeier hat – nur noch nach ihrer Couch sehnt. Wenn dann die Freundin anruft und wiedermal ein Drama lebt –Claudia springt.

Sie sagen, in einer „gerechten“ Welt würde nun gleichermaßen Claudia, wann immer sie etwas braucht, Hilfe bekommen. Aber – sollte sie es in der Tat einmal versuchen und um Hilfe bitten – was sie eh nur im äußersten Notfall täte – ist es sehr wahrscheinlich, dass leider gerade niemand Zeit hat. Das bestätigt natürlich ihr vertrautes Muster, nichts wert zu sein, wenn sie nichts tun kann. Fakt jedoch ist, dass das Außen sehr gerecht ist – es behandelt Claudia genauso, wie sie sich behandelt. Denn – wir sind das Vorbild, so wie wir mit uns verfahren – dem folgt die Welt.

Das beste Beispiel für die wundersame Wirkung der Gedanken – und Neurochemie ist das Verliebt-sein. Alles ist wunderbar, wir fühlen uns glücklich und beschwingt, nichts ist zuviel, alles beglückend. Doch nicht der Andere „macht“ diese Gefühlen, sie finden in uns statt. Wir sind das! Und so geht es ums „grundllos“ glücklich sein.

Ich bin glücklich, noch bevor ich einen Grund dazu habe. Ich bin voller Licht, noch bevor der Himmel Sonne oder Mond begrüßen kann Hafiz (persischer Dichter, 23 Jhd)

Das klingt doch alles wunderbar, warum tun es denn nicht alle? Und so fragen wir: Was muss ich tun, um glücklich zu sein?

Die wichtigste Frage lautet: sind Sie bereit, Gerechtigkeit gegen Glücklich-sein einzutauschen – einfach jetzt, hier, sofort? Alles herzugeben (im Sinne von Frei-lassen) was Sie von außen, als Grund glücklich machen kann – um dem Sie ein Leben lang nachjagen – und es einfach so sind. Jetzt. Eben weil es das ist, was Sie wirklich SIND. Ohne einen Grund zu brauchen?

Der Deal ist hart. Denn er kostet den Teil von uns, der endlich anerkannt, gesehen werden will, endlich so geliebt sein will, wie er es verdient hat, alles. Sie schenken all die mühsam erlittenen Schuldscheine ans Leben her – und haben die Hände frei, zu empfangen. Nur – tun können wir das aktiv nicht. Und da unser Tun uns meist Sicherheit gibt…macht das Loslassen so viel Angst.

Wie wäre Ihr Leben, wenn Sie ganz und gar vertrauensvoll davon ausgehen würden, dass alles, was geschieht in der Tat Ihrem höchsten Wohl dient. Jedes Ereignis genau richtig ist und Ihnen gibt, was Sie brauchen um dahin zu gelangen, wo Sie gern hinmöchten und wo Sie Ihre Erfüllung finden.

Es gibt unzählige Bücher über das Eins-Sein, über den Weg zum Göttlichen, zur Einheit. Aber mein Eindruck ist, das – was wir am dringendsten benötigen, ist das Eins-sein mit uns selbst, mit alle unseren Teilen, allen Aspekten dessen, was wir sind. Wenn der Ängstliche, der Mutige, die Verletzte, der Lügner in uns endlich angenommen sind- erfahren wir das Himmelreich auf Erden, denn dann gibt es nichts mehr, was wir im anderen bekämpfen, fürchten oder ersehen müssen. Es ist alles da – in uns.

Experten der Quantenphysik sagen, dass wir Menschen mit unseren Sinnen nur maximal 8 % der wahrnehmbaren Wirklichkeit erfassen. Mehr als 80 % unserer Sehnerven – dem bei den meisten Menschen sicher als am "wichtigsten" bewerteten Sinn – haben gar keine Verbindung zum Auge, nach Außen. Nachweislich lädt unser Gehirn nur sehr wenig der "echten" Situation, in der wir uns befinden, auch tatsächlich als "Realität" hoch, über sondern aus unser Gehirn filtert noch einmal aufgrund von bekanntem Wissen, gemachten Erfahrungen und Vorurteilen eine Schnell-Version der Realität, die sich deckt mit dem Altbekannten oder Erwarteten. (mehr dazu im meinem Buch Kontakt mit Spirit, Ehlers Verlag…)

Soviel zu der Sicherheit, dass wir wissen, wie es war, wie wir sind und was richtig ist.

Spirit sagt - Wir sind zur Zeit eingeladen, unsere alten Geschichten loszulassen. Natürlich, je nachdem wo ein Mensch, der Unterstützung sucht, steht, geht es zunächst darum, dieses vergangene Schwere zu würdigen. Den Teil in uns zu ehren, der zutiefst gelitten hat. Und der überlebte. Und dank dessen Opfer wir überlebt haben. Diese Würdigung ist ein ganz grundlegender Akt.

Aber. Er soll nicht dazu dienen, das Alte ins Jetzt zu holen. Eine sehr originelle Idee eines Kollegen – zu dem viele Klienten mit dicken Krankenakten und Diagnosen kommen: Er sagt „würde ich all diese Berichte und Diagnosen lesen, wäre ich nicht mehr frei, könnte mich nicht im Jetzt unvoreingenommen auf den Menschen mir gegenüber einstellen. Und das ist doch gerade Basis einer Heil-hilfe, jene Offenheit im Jetzt. Aber – sie müssen gewürdigt sein, geehrt. Daher wiege ich die Akten. Ehre sie. Und lasse sie dann ruhen.

Haben Sie schon einmal Geschwister über ihre Kindheit reden hören? Oft denkt man bei Zuhören, sie haben jeder andere Eltern gehabt. Denn es ist der Fokus, mit dem wir auf die Erinnerungen schauen, der den Unterschied macht. Durch die gewählte Erinnerung an die Zurückweisungen schaffen wir uns im JETZT ein anderes chemisch-emotionales Klima als wenn wir den einen schönen Ausflug zur Kirmes mit dem Vater erinnern. Die Gerechtigkeit will das Leiden sehen, denn das war schlimm. Aber wohl tut es uns nicht.

Der Arzt und Hypnotherapeut Gunther Schmidt meint: und wenn wir nur einen einzigen guten Nachmittag hatten – wenn wir den als Fokus unseres Erinnerns, als Basis unseres jetzt nutzen – dann haben wir einen glückliche Kindheit, eine glückliche Grundlage. Wir wählen. Wichtig: um unseretwillen! Natürlich entschuldigt das nichts an Vernachlässigung und Leiden, es geht nur um unser eigenes Leben im Jetzt.

Denn das Problem ist – für einen Teil in uns wirkt es so ungerecht. Denn seine einzige Hoffnung ist doch Widergutmachung. Aber im Jetzt verdammt sie uns – zur immer wiederkehrenden Wiederholung des alten Leides. Wie eine Klientin, die auch 10 Jahre nach der Trennung von ihrem Mann noch darauf wartet, dass er endlich anerkennt, was sie alles in die Beziehung investiert hat. Das Tragische – sie gibt ihre Macht ab an und braucht , dass ihr Mann sich soweit entwickelt, dieses sehen zu können oder die Großzügigkeit hat, es ihr zu sagen. Dabei würde es völlig ausreichen, wenn sie es selbst anerkennt. Und sich freigibt.

Wir lassen dem Jetzt meist gar keine Chance, neu zu sein. Uns zu überraschen, auf gute Art. Daher ist eine der heilsamsten Haltungen die des Staunens. Über die Welt, die uns umgibt – und ihre Schönheit (und manchmal auch Absurdität ;-). Über den Partner, der neu und unvoreingenommen betrachtet ein wahres Wunder ist, völlig einzigartig. Und der auch ganz neue Dinge sagt, wenn ich aufhören kann, mit verletzten Ohren zu hören. (Sie glauben gar nicht, wie erstaunlich es für mich immer noch ist, herauszufinden, dass mein Partner nicht gesagt hat, was ich zu hören glaube, sondern etwas viel netteres!)

Warum ist es so schwer, bei all dieser Erkenntnis, etwas zu ändern?

Alle alten Gedankenmuster wirken in uns, schaffen neuronale Verknüpfungen, die wiederum Neurotransmitter ausschütten. Und die machen Gefühle. Immer die gleichen. Es geht für uns alle darum zu lernen, die altbekannte Verführung des Schmerzes, der schmerzhaften Gedanken und Fantasien – das, was wir auf keinen Fall haben wollen aber immer wieder in unseren Gedanken vorstellen – loszulassen.

Wie ein Stück Torte, von dem wir einfach wissen, dass uns davon schlecht wird – immer schon schlecht wurde und sicher wieder schlecht werden wird. Dafür haben wir es einfach oft genug probiert. Keine Sorge, Sie werden nicht davon ablassen, bevor Sie sicher sind.

Aber wenn Sie sicher sind – und dieser Zeitpunkt kommt, dann brauchen Sie sich als Stütze. In diesem entscheidenden Moment zu dem Schmerz zu sagen: ich sehe dich. Und deine Verlockung. Aber ich spiele nicht mehr mit. Ich entscheide neu. Sie fragen vielleicht, wie denn für uns Schmerz so verlockend sein kann. Nein, ich bin nicht verrückt. Aber es ist in der Tat so. Wir beschäftigen uns ständig mit dem, was wir nicht wollen. Aber da die Welt nach dem Resonanzprinzip funktioniert bekommen wir natürlich das, womit wir uns immer beschäftigen. Denn wir können nur dann etwas anziehen, wenn es mit uns in Resonanz gehen kann – also in uns wirken darf. So ziehen wir im negativen an, was wir befürchten. Um das zu wandeln braucht es eine Ausrichtung auf das Gewünschte – wir müssen es fühlen, damit wir es bekommen. Und das gelingt nur über Übung – wir trainieren unser wunderbares Gehirn, neue Pfade zu nutzen. Und es reagiert, mit der Ausprägung neuer Synapsenverbindungen, und der Stärkung des linken Frontallappens – dem Teil unseres Gehirns, der in der Lage ist, unangenehme Emotionen abzuschalten oder zu dämpfen, die alten gespeichterten Informationen aus Amygdala und Hirnstamm nicht mehr alles bestimmen zu lassen. Hier „wohnen“ die Fähigkeit zu Vision und Zielgerichtetheit, zu Glücksgefühlen und die Möglichkeit, anderen Gehirnbereiche positiv zu beeinflussen. Studien am Gehirn von Mönchen zeigen, dass sich die Aktivität im linken Frontallappen massiv verstärkt und somit eine glückliche Grundstimmung und Gestaltungsfreiheit ermöglicht.

 

Im Kästchen: zitat aus Anita Moorjani, Heilung im Licht- Wie ich durch eine Nahtoderfahrung den Krebs besiegte und neu geboren wurde“ arkana, 2012), S. 219

Ein wundervolles Buch, da es uns so deutlich erinnert, wie wir eigentlich gemeint sind – und wie sehr das göttliche in uns lebet

Wir ziehen stets die perfekten Resultate an, und Gleiches zieht Gleiches an. Je freundlicher und gütiger ich zu mir selbst bin, desto stärker wird sich dieser Umstand in äußeren Ereignissen widerspiegeln. Je härter ich zu mir bin, desto mehr wird meine äußere Situation dem entsprechen. Das Universum bestätigt mich immer in meiner Selbstmeindung.

Und so folgert sie: Wenn sich mit einem Schlag jeder Mensch seiner wahren Vollkommenheit und Großartigkeit bewusst würde – angenommen alle auf dem Planeten machen eine spirituelle Erfahrung, die sie transformieren würde – dann würde sich unsere manifeste Welt verändern und diesen neuen Zustand widerspiegeln. Die Menschen wären eigenständiger, hätten weitaus weniger Angst und wären weniger vom Konkurrenzdenken erfüllt, …die Kriminalitätsrate würde enorm sinken…unser Immunsystem wäre gestärkt…und Kinder wären in ihrem Aufwachsen davon geprägt, dass sie Liebe sind…“S. 205.

Aber was können wir tun, wenn uns ein Leben in Meditation nicht ruft? Nicht vergessen, Studien belegen „the brain runs on fun“ – das Gehirn funktioniert viel besser, wenn wir Spass haben (S. 119 ff bei Stefan Klein, wie die guten Gefühle entstehen, Rowolt 2004).

Spielen Sie, probieren Sie neues Verhalten aus, oder einfach neue Kleidung in einem Geschäft. Umgeben Sie sich mit inspirierenden Dingen (so zeigte ein Versuch mit Bewohnern eines Altenheimes im durchschnittlichen Alter von 75, dass sich viele der körperlichen und geistigen Beschwerden komplett auflösten, als man sie in das Umfeld eines Hauses aus den 50er Jahren brachte – die Umgebung aktivierte das Gefühl, wieder jung wie damals zu sein….und das wirkte.

Experimentieren Sie – Wenn es Ihnen gerade nicht gut ist - was würde es ein bisschen besser machen. Und wenn das gar nicht geht – überlegen Sie, was es schlimmer machen könnte (die Schwiegermutter kommt J) – und schon müssen Sie lachen. Das macht es besser.

Alles, was unsere Schwingung wandelt hilft – denn wir sind Klang, oder wie der Klangheiler und Psychotherapeut Tom Kenyon sagt “wandelnde Synphonien“. Und da Klang in 1/6000 Sekunde in der Zelle ist und wirkt (vergleiche meine anderen Artikel) ist er ein hilfreiches Werkzeug, unseren Schwingungszustand zu verändern…

Genauso kann die Sensitive Wahrnehmung behilflich sein, unseren Blick konsequenter auf Ressourcen als auf Probleme zu fokussieren…..sein Sie kreativ und spielen, es einfach etwas anders zu machen – morgen am Frühstückstisch….

Wir sind hier, um zu erkunden. Es gibt kein „besser“ oder „schlechter“. Mensch sein ist eine Erfahrung. Genießen wir sie – und probieren einfach mal eine neue Haltung aus. Glück ist eine Blickrichtung.

 

 

 

 

 

Was hilft mir, wenn Wandel geschieht?

Haben Sie schon einmal in Ihrem dämmrigen Keller eine 25-Watt Birne gegen eine 100 Watt Birne ausgetauscht? Was passiert? Es zeigt sich, was ist. Nicht der Keller hat sich verändert, aber Sie erkennen jetzt, was dort in den Ecken liegt, dass es nasse Wände gibt oder Schimmel…. Und haben so die Gelegenheit, damit heilend umzugehen…

So ähnlich ist es mit 2012, bzw. mit den immer schneller und intensiver werdenden Energien, die wir alle spüren, der zunehmenden Ereignisdichte, wie Dieter Broers sie nennt. (http://www.revolution-2012.com/blog/2010/04. Die Frequenzerhöhung verstärkt, verdeutlicht das, was ist.

Die gilt in besonderer Weise für unsere Gefühle - die höhere Schwingung holt sie an die Oberfläche, macht sie bewusst, denn latent haben sie ihre Wirkung immer gehabt. Wenn nun in uns viel Angst ist, kommt sie jetzt immer deutlicher in unser Bewusstsein, wird in Resonanz gefüttert mit Katastrophenberichten und Angstszenarien. Wir suchen uns natürlich nur die "passenden" Prophezeihungen aus…und eine Angst schürt die nächste.

Vielleicht darf ich sie einladen, eine kleine Übung mitzumachen, die wir in unseren Kursen gern verwenden. Sie dauert nicht länger als zwei Minuten – aber richtig genutzt kann sie Ihr Weltbild erstaunlich erweitern (bitte nicht nur lesen, sondern mit-reinfühlen, nur so kommts an…)

Sie stellen sich vor, sie sitzen mit einigen Menschen zusammen, Freunden, Fremden, ganz egal. Auf jeden Fall ist links und rechts neben Ihnen der Platz besetzt.

Nun stellen Sie sich vor, neben Ihnen rechts säße Ihr größter Kritiker, der Mensch, der bei allem, was Sie tun, skeptisch und kritisch nach Fehlern Ausschau hält. Wie fühlen Sie sich, jetzt gerade, wenn dieser Mensch neben Ihnen sitzt und so auf Sie schaut?....Bitte wirklich vorstellen….

Und nun Teil 2. Links von Ihnen sitzt Ihr größter Förderer. Ein Mensch, der nur für Sie da ist, der Sie liebt und ehrt, der Ihnen nur Gutes bewirkt, der in allem, was Sie tun, etwas Wunderbares und Unterstützenswertes sieht. Wie fühlen Sie sich?

Und nun stellen Sie sich vor, dass alle Menschen in diesem Raum nur für Sie da sind, für Ihr Höchstes Wohl, für Ihr Glück. Das das tiefste Bestreben aller ist, Ihnen behilflich zu sein, Sie zu ehren. Wie fühlen Sie sich?

Die Antwort der meisten ist, dass sie sich im ersten Fall schlecht, eng, klein, atemlos fühlen, bei der zweiten Variante prima und aufrecht und bei der dritten einfach glücklich, wunderbar. Der Clou kommt dann immer, wenn ich frage, wer von den Teilnehmern sich denn aktiv sendend auf den Nebenmenschen konzentriert hat – egal ob negativ oder fördernd denkend. Die Antwort ist immer klar – niemand, denn jeder war ja ganz damit beschäftigt, in sich selbst hinein zu fühlen.

In der Tat sind es unsere Gedanken über den anderen, über das Leben, die es formen, die bestimmen, wie wir uns fühlen.

Wenn ich glaube, dass mir die Welt Schlechtes will, ich werde viele Gelegenheiten haben für den Beweis. Meine Nachbarin grüßt mich nicht (sie mag mich nicht, wir sind ihr zu laut…), mein Partner fragt mich nicht, wie mein Tag war (ich bin ihm egal), die Waschmaschine geht kaputt , es regnet an meinem freien Tag….

Das gleiche Szenario – aber mit einer anderen Haltung - kann sich ganz anders anfühlen: Meine Nachbarin hat mich nicht gesehen (eigenes Erlebnis – sie erzählte mir jedoch am gleichen Tag abends, wie froh sie ist, dass wir neben ihr wohnen), mein Partner merkte, dass es mir nicht gut geht und - nach Männerart - gab er mir sein bestes und lies mich in Ruhe, eine neue Waschmaschine kann Erneuerung auf allen Ebenen ankündigen… und Regen sind frei fließende Gefühle, Reinigung….und vielleicht die Erlaubnis für einen kuscheligen Tag auf dem Sofa….

Sie sehen, es liegt an uns, wir sind der Bedeutungs-Geber und schaffen somit unserer Welt. Eine Realität "an sich" gibt es nicht, maximal 8 % bekommen wir mit von der wahrnehmbaren Wirklichkeit….(Pierre Frankh, Das Gesetz der Resonanz, Koha 2009, S.68)

Stellen Sie sich vor, Sie würden plötzlich gepackt, die Augen würden Ihnen verbunden und Sie würden auf eine einsame Insel gebracht und – zwar mit allem versorgt - sich selbst überlassen. Eine wahrscheinlich eher schreckliche Vorstellung. Die anderen Variante: Sie gewinnen eine Überraschungs-Luxusreise auf eine Insel, ganz für sich….Äußerlich ähnlich, innerlich liegen Welten zwischen beiden Erlebnissen.

Und den Unterschied macht, wie wir darüber fühlen, worauf wir uns ausrichten. Gunther Schmidt berichtet von einem Versuch, in dem Gruppen von aktiven Teilnehmern zum einen Vorträge über Sport und Gesundheit hörten, und eine andere Gruppe über Geriatrie und Einschränkungen im Altern. Vermeintlich, um Fragen zu den Sachgebieten zu diskutieren.

Das eigentliche Untersuchungsziel der Studie fand jedoch erst nach der Diskussion statt- es wurde gemessen, mit welcher Geschwindigkeit sich die beiden Versuchsgruppen jeweils nach dem Vortrag zur Cafeteria bewegten – und die Gruppe, die sich mit Einschränkung im Alter beschäftigt hatte, ging deutlich langsamer…..Wir werden zu dem, womit wir uns beschäftigen, und wenn wir uns mit Schutz, Angst, Sorge beschäftigen…..

Nicht umsonst haben Filme wie Matrix oder Avatar einen solchen Erfolg, denn sie berühren ein tiefes Wissen in jedem von uns – es gibt mehr als eine Realität, und wir erfahren uns durch unsere Umgebung neu. (In einer anderen Studie wurden 70jährige in ein Haus gebracht, in dem alles in der Umgebung im Stil der Zeit gehalten war, in der sie 20 waren. Nach einigen Wochen verbesserte sich deren Sehkraft, Vitalität, Herzrhythmus und alle anderen Körperfunktionen erfuhren eine deutliche Verjüngung. Erzähl nach Gunther Schmidt).

Erwachen heißt nichts weiter, als erkennen, dass die Welt uns wohl gesonnen ist, indem sie uns – mit allen Menschen, allen Begegnungen und Ereignissen, uns selbst spiegelt. Doch wie lesen wir diesen Spiegel, um nicht in ein Ablehnen oder ein Gefühl von Vorwurf zu verfallen ? Hier hilft das Bild von einem Computer. Wenn auf der Basisebene der Programmierung etwas nicht mehr stimmt, hilft es nicht wirklich, sich coole neue Software zu kaufen – sie erreicht nicht die Ebene, auf der die Störung entsteht.

Und so sind es oft – zu einem anderen Zeitpunkt – höchst sinnerfüllte Glaubensmuster und Handlungsweisen, die uns heute jedoch daran hindern, uns auf neue Möglichkeiten, eine neue Sichtweise der Welt einzulassen. Wenn ein Kind in einer Familie groß wird, in der es mit unberechenbarer Gewalt und emotionaler Bedürftigkeit konfrontiert wird, so lernt es schnell, seine Wahrnehmungs"fühler" stets auf den anderen auszurichten – um sich Sicherheit zu ermöglichen. Ein sehr sinnerfülltes, weil das Überleben sicherndes Verhalten.

Doch Jahrzehnte später wird dieser Mensch wahrscheinlich immer noch unbewusst stets einfühlen, was der Chef, der Partner, die Kinder, die Nachbaren etc. etc. brauchen, wünschen, wollen. Um vorzubeugen, um sich einstellen und passend machen zu können. Unendlich anstrengend, unendlich frustrierend, denn man selbst in seiner Individualität kommt im eigenen Leben nicht mehr vor. Und es wirkt nicht, denn wenn ich mich nicht zu schätzen weiß, tut dies auch kein anderer. Durch unseren Umgang mit uns selbst geben wir nämlich der Welt die Anleitung, wie sie mit uns umgehen soll. Und zwar nicht auf einer äußeren bewussten Ebene, sondern eben durch den tief verwurzelten Glauben über uns bestimmt. Daher hilft es wenig, wenn die erschöpfte Hausfrau um Anerkennung durch die Familie ringt – leidet, dass wo sie doch stets an die Bedürfnisse aller denkt, niemand an sie zu denken scheint, sie nicht wertgeschätzt wird. Doch genauer betrachtet erlebe ich immer wieder Klientinnen, die gar nicht mehr wissen, was sie selbst denn gerne essen, die nicht leben, wie sie es für sich tun würden, die vergessen haben, wie es sich anfühlt mit sich, für sich zu sein. Spirit sagt: mache dich zum Mittelpunkt deines Lebens, denn nur wenn du als Kapitän dein Steuer in die Hand nimmst, sind alle anderen an Bord sicher.

Damit ist kein Egoismus gemeint, sondern eher ein Vorbild-Verhalten. Oder würden Sie einem ketterauchenden Arzt folgen, der ihnen predigt, wie schädlich das Rauchen ist? Oder lassen sie sich inspirieren von jemand, der Gesundheit und Lebensfreude und die Lust an einer wertschätzenden Lebensführung ausstrahlt? So ist unser Gehirn konstruiert – nicht etwa die alte Lehrmethode der Angst, des erzwungenen Auswendig-lernens fördert die Freude am Lernen und unsere Kreativität (Gerald Hüther: Angst ist eine Katastrophe für das Gehirn), sondern ein Einladen und Inspirieren (CD – quelle).

So schildert Hüther eine großangelegte Studie an einer Fastenklink. Man ging von der Hypothese aus, dass Fasten – da es ja so gesund ist - die Stresshormone der Testpersonen reduzieren würde. Für 50 % der Patienten traf dies auch zu. Die anderen 50 % jedoch hatten sogar erhöhte Stresswerte. Gleiche Klink, gleiches schönes Ambiente…alles gleich. Der einzige Unterschied war – die ersten 50 % waren freiwillig in der Klinik und fasteten um ihr Wohlbefinden zu steigern. Die anderen 50 % waren von ihrer Krankenkasse geschickt worden um endlich abzunehmen….

Somit ist klar – eine Wirkung hat alles, gerade wenn es unbewußt oder im Schatten verborgen ist – und daher ist der erste Schritt ein Annehmen und Anerkennen (vgl. auch Artikel Die ausgegrenzte Fee), dass alles, was im Außen in mir eine starke Reaktion hervorruft, sei es die Haltung des Partners, meine unmöglichen Kinder, der nervige Chef etc..in gewisser Weise auch in mir ist. Ich begegne also möglicherweise meiner eigenen Wut, Schlampigkeit, Nervigkeit etc… Die gute Nachricht daran ist, dass sich eben auch und nur in uns die Schalter befinden, die einen Wandel möglich machen. Wenn wir von dem Kampf gegen das Unerwünschte im Außen zu einer – sicher zunächst sehr distanzierten, widerwilligen – Begegnung im Innen kommen können, ist der größte Schritt schon getan.

Dann lädt man diesen Teilaspekt mit an den Verhandlungstisch. Sicher noch ungeliebt. Aber eben ein Teil des Ganzen. Und beginnt, herauszufinden, worum es geht. Denn wenn ein Pferd nach links an meiner Kutsche zieht, das andere nach rechts oder gar hinten, komme ich nur schwer ans Ziel… Dann muss ich zunächst herausfinden – wohin wollen sie denn. Welchen Grund haben sie – der ja eben subjektiv für diesen Aspekt richtig und wichtig ist. Das alleine weitet uns, unser Selbst- und damit auch unser Weltbild.

Und dann erkunden Sie – wer in mir fühlt, denkt, spricht denn als "Ich"? Und nach einiger Zeit geben Sie das Mikrofon dieser Ich-Identifikation einfach mal weiter – an die anderen Teilaspekte….ein Akt der Demut, sicherlich. Aber sehr heilend, denn Heilung ist Ganz-werden. Hätten Sie 5 Kinder und kümmern sich immer nur um eines davon – die anderen werden die verschiedensten Störmaßnahmen auffahren, um auch Beachtung zu bekommen, von auffällig bis ganz brav…aber eben alles Versuche, mit etwas Ungerechtem umzugehen. Wenden Sie sich jedoch allen Kindern zu – dann werden die anderen lernen, dass selbst wenn Sie sich mal mehr um eines kümmern, sie drauf vertrauen können, dass auch sie gesehen sind und ihre Aufmerksamkeit bekommen werden. Genauso verhält es sich mit den Teilaspekten in uns.

In der Sicherheit, nicht überfahren zu werden, geachtet und gesehen zu sein, können diese Teilpersönlichkeiten dann Neues erlauben und Wandel darf geschehen.

Als ich mit meiner medialen Arbeit begann fragte mich in einer Meditation die Geistige Welt: "würdest du deine Aktien kaufen?" Für mich ein riesiges Geschenk. Denn wenn ich meine Aktien nicht kaufe, worum sollten Sie dies dann tun?

In diesem Sinne – investieren Sie in sich – kaufen Sie Ihre Aktien, es lohnt !!!

 

Schöpfung

Glück ist eine Blickrichtung.

Ich lebe in Wuppertal. Bergisches Land. Und der Name passt – vor allem beim Radfahren – bergauf, bergab, bergauf…. Mit Anfang 20 hätte ich fast bei der ersten Tour mein gerade gekauftes Rad in den Graben geworfen…aber heute denke ich „das macht fit und mir geht’s prima“ und die Berge sind mir willkommmen. Paradigmenwechsel heisst das glaube ich. Und ähnlich verhält es sich mit unserem Leben. Wir alle haben Probleme. Aber wie das schon klingt. Viel schöner wäre es doch, könnten wir sie als „Projekte“ sehen. Dann darf sich die ganze Haltung wandeln, und das Spielerische, Leichte kommt hinzu, das Ausprobieren, was Teil unseres Menschseins ist, wenn wir es denn zulassen. Denn ehrlich gesagt, mit unserer heutigen Haltung in Bezug auf Fehlschläge hätte wohl keiner von uns Laufen gelernt.

Aber - so wirklich Spass macht sie am Anfang nicht – die Übernahme von Verantwortung für mein Leben - für das, was ich erlebe und wie ich damit umgehe.

Im Folgenden werde ich gern beleuchten, welche Faktoren berücksichtigt sein wollen, wenn wir tatsächlich bereit sind zu üben, glücklich zu sein.

Warum üben?

Weil ein sich selbst überlassenes Gehirn negativ ist - Unser gesamter Körper ist darauf ausgerichtet, sich effektiv an das „ist“ anzupassen. Jeder der schon einmal eine Weile auf die gewohnte Bewegung verzichten musste, weiss, wie schnell unser Körper in der Lage ist, nicht benötigte Muskeln abzubauen ;-). Das gleiche gilt für unser Gehirn. Was viel genutzt wird, wird verstärkt, ungenutztes abgebaut. Die immer gleichen Gedanken über Befürchtungen, die zwar dazu gedacht sind, unseren Stress zu reduzieren, weil wir ja angeblich nach Lösungen suchen, stärken die immer gleichen negativen neuronalen Erwartungs- Netzwerke. Zwar erneuern sich unsere Zellen ständig, aber es ist fast so, als würden die alten den neuen „sagen“ – he, du brauchst viele Rezeptoren für emotionales Leid, Stress, Wut etc…und diese werden dann ein Selbstläufer…unsere Gedanken kreisen ständig um das Befürchtete.. und für Freude, das was wir wollen, ist kein Raum. Doch diese Neuroplastizität können wir uns zunutze machen, indem wir aufhören, diese Schaltkreise weiter zu stärken und uns auf erwünschtere Zustände fokussieren (vgl. David Perlmutter, Alberto Villoldo, Das erleuchtete Gehirn, Mit Schamanismus und Neurowissenschaft das Geheimnis gesunder Zellen entdecken, Goldmann 2011, S. 119).

Die Macht unserer Gedanken ist beeindrucken - ein Gedanke reicht – und schon liefert es uns eine Ganzkörpererfahrung in mehr als 3-D. Sie kennen das – gerade noch sitzen Sie mit Ihrem Mann/Ihrer Frau harmonisch zusammen…. . –bis er/sie sagt: ach übrigens, heute abend kommen meine Eltern zum Essen…..

Besonders deutlich können wir diese Kraft unseres Gehirns im Traum erkunden: wir liegen sicher zuhause im Bett. Erst träumen wir von Südsee und Sandstrand….und wohlige Gefühle stellen sich ein, alle Systeme sind entspannt. Dann der nächste Traum – wir werden verfolgt, stehen auf einer Klippe….Adrenalin und Co. setzen alle Systeme in Alarmbereitschaft, das Herz pumpt wie wild, wir kriegen einen Schweissausbruch….und wachen vielleicht sogar auf…Großes Kino, alles folgt den Bildern im Kopf.

Wir alle sind wahre Meister der Autosuggestion. Wenn wir uns beispielsweise vor einem Fest ausmalen, dass wir bestimmt den ganzen Abend auf das Party dumm am Rand stehen. Sicher werden sich alle prima amusieren, nur wir nicht. Natürlich wünschen wir es uns ganz anders, aber die alten Gedanken wollen uns beschützen und erinnern uns sicherheitshalber ständig daran, wie es eben immer war…..Sie wissen sicher selbst, wies ausgeht – wir erleben, was wir befürchten.

Weil das so sein muss? Sicher nicht. Aber weil wir es ausstrahlen, schöpfen, selber herstellen. Denn die anderen Menschen in unserem Leben sind – zumindest was ihr Verhalten uns gegenüber angeht oft nichts als engagierte Darsteller. Bestätiger von Glaubensmustern und Spiegelvorhalter, für die Art, wie wir uns zutiefst auch betrachten.

Vielleicht kennen Sie auch Menschen wie Claudia. Sie hilft jedem. Wann immer man Hilfe braucht – sie ist da. Auch, wenn sie sich gerade – völlig erschöpft vom Arbeitstag und 2 Überstunden weil die Kollegin eine Familienfeier hat – nur noch nach ihrer Couch sehnt. Wenn dann die Freundin anruft und wiedermal ein Drama lebt –Claudia springt.

Sie sagen, in einer „gerechten“ Welt würde nun gleichermaßen Claudia, wann immer sie etwas braucht, Hilfe bekommen. Aber – sollte sie es in der Tat einmal versuchen und um Hilfe bitten – was sie eh nur im äußersten Notfall täte – ist es sehr wahrscheinlich, dass leider gerade niemand Zeit hat. Das bestätigt natürlich ihr vertrautes Muster, nichts wert zu sein, wenn sie nichts tun kann. Fakt jedoch ist, dass das Außen sehr gerecht ist – es behandelt Claudia genauso, wie sie sich behandelt. Denn – wir sind das Vorbild, so wie wir mit uns verfahren – dem folgt die Welt.

Das beste Beispiel für die wundersame Wirkung der Gedanken – und Neurochemie ist das Verliebt-sein. Alles ist wunderbar, wir fühlen uns glücklich und beschwingt, nichts ist zuviel, alles beglückend. Doch nicht der Andere „macht“ diese Gefühlen, sie finden in uns statt. Wir sind das! Und so geht es ums „grundllos“ glücklich sein.

Ich bin glücklich, noch bevor ich einen Grund dazu habe. Ich bin voller Licht, noch bevor der Himmel Sonne oder Mond begrüßen kann Hafiz (persischer Dichter, 23 Jhd)

Das klingt doch alles wunderbar, warum tun es denn nicht alle? Und so fragen wir: Was muss ich tun, um glücklich zu sein?

Die wichtigste Frage lautet: sind Sie bereit, Gerechtigkeit gegen Glücklich-sein einzutauschen – einfach jetzt, hier, sofort? Alles herzugeben (im Sinne von Frei-lassen) was Sie von außen, als Grund glücklich machen kann – um dem Sie ein Leben lang nachjagen – und es einfach so sind. Jetzt. Eben weil es das ist, was Sie wirklich SIND. Ohne einen Grund zu brauchen?

Der Deal ist hart. Denn er kostet den Teil von uns, der endlich anerkannt, gesehen werden will, endlich so geliebt sein will, wie er es verdient hat, alles. Sie schenken all die mühsam erlittenen Schuldscheine ans Leben her – und haben die Hände frei, zu empfangen. Nur – tun können wir das aktiv nicht. Und da unser Tun uns meist Sicherheit gibt…macht das Loslassen so viel Angst.

Wie wäre Ihr Leben, wenn Sie ganz und gar vertrauensvoll davon ausgehen würden, dass alles, was geschieht in der Tat Ihrem höchsten Wohl dient. Jedes Ereignis genau richtig ist und Ihnen gibt, was Sie brauchen um dahin zu gelangen, wo Sie gern hinmöchten und wo Sie Ihre Erfüllung finden.

Es gibt unzählige Bücher über das Eins-Sein, über den Weg zum Göttlichen, zur Einheit. Aber mein Eindruck ist, das – was wir am dringendsten benötigen, ist das Eins-sein mit uns selbst, mit alle unseren Teilen, allen Aspekten dessen, was wir sind. Wenn der Ängstliche, der Mutige, die Verletzte, der Lügner in uns endlich angenommen sind- erfahren wir das Himmelreich auf Erden, denn dann gibt es nichts mehr, was wir im anderen bekämpfen, fürchten oder ersehen müssen. Es ist alles da – in uns.

Experten der Quantenphysik sagen, dass wir Menschen mit unseren Sinnen nur maximal 8 % der wahrnehmbaren Wirklichkeit erfassen. Mehr als 80 % unserer Sehnerven – dem bei den meisten Menschen sicher als am "wichtigsten" bewerteten Sinn – haben gar keine Verbindung zum Auge, nach Außen. Nachweislich lädt unser Gehirn nur sehr wenig der "echten" Situation, in der wir uns befinden, auch tatsächlich als "Realität" hoch, über sondern aus unser Gehirn filtert noch einmal aufgrund von bekanntem Wissen, gemachten Erfahrungen und Vorurteilen eine Schnell-Version der Realität, die sich deckt mit dem Altbekannten oder Erwarteten. (mehr dazu im meinem Buch Kontakt mit Spirit, Ehlers Verlag…)

Soviel zu der Sicherheit, dass wir wissen, wie es war, wie wir sind und was richtig ist.

Spirit sagt - Wir sind zur Zeit eingeladen, unsere alten Geschichten loszulassen. Natürlich, je nachdem wo ein Mensch, der Unterstützung sucht, steht, geht es zunächst darum, dieses vergangene Schwere zu würdigen. Den Teil in uns zu ehren, der zutiefst gelitten hat. Und der überlebte. Und dank dessen Opfer wir überlebt haben. Diese Würdigung ist ein ganz grundlegender Akt.

Aber. Er soll nicht dazu dienen, das Alte ins Jetzt zu holen. Eine sehr originelle Idee eines Kollegen – zu dem viele Klienten mit dicken Krankenakten und Diagnosen kommen: Er sagt „würde ich all diese Berichte und Diagnosen lesen, wäre ich nicht mehr frei, könnte mich nicht im Jetzt unvoreingenommen auf den Menschen mir gegenüber einstellen. Und das ist doch gerade Basis einer Heil-hilfe, jene Offenheit im Jetzt. Aber – sie müssen gewürdigt sein, geehrt. Daher wiege ich die Akten. Ehre sie. Und lasse sie dann ruhen.

Haben Sie schon einmal Geschwister über ihre Kindheit reden hören? Oft denkt man bei Zuhören, sie haben jeder andere Eltern gehabt. Denn es ist der Fokus, mit dem wir auf die Erinnerungen schauen, der den Unterschied macht. Durch die gewählte Erinnerung an die Zurückweisungen schaffen wir uns im JETZT ein anderes chemisch-emotionales Klima als wenn wir den einen schönen Ausflug zur Kirmes mit dem Vater erinnern. Die Gerechtigkeit will das Leiden sehen, denn das war schlimm. Aber wohl tut es uns nicht.

Der Arzt und Hypnotherapeut Gunther Schmidt meint: und wenn wir nur einen einzigen guten Nachmittag hatten – wenn wir den als Fokus unseres Erinnerns, als Basis unseres jetzt nutzen – dann haben wir einen glückliche Kindheit, eine glückliche Grundlage. Wir wählen. Wichtig: um unseretwillen! Natürlich entschuldigt das nichts an Vernachlässigung und Leiden, es geht nur um unser eigenes Leben im Jetzt.

Denn das Problem ist – für einen Teil in uns wirkt es so ungerecht. Denn seine einzige Hoffnung ist doch Widergutmachung. Aber im Jetzt verdammt sie uns – zur immer wiederkehrenden Wiederholung des alten Leides. Wie eine Klientin, die auch 10 Jahre nach der Trennung von ihrem Mann noch darauf wartet, dass er endlich anerkennt, was sie alles in die Beziehung investiert hat. Das Tragische – sie gibt ihre Macht ab an und braucht , dass ihr Mann sich soweit entwickelt, dieses sehen zu können oder die Großzügigkeit hat, es ihr zu sagen. Dabei würde es völlig ausreichen, wenn sie es selbst anerkennt. Und sich freigibt.

Wir lassen dem Jetzt meist gar keine Chance, neu zu sein. Uns zu überraschen, auf gute Art. Daher ist eine der heilsamsten Haltungen die des Staunens. Über die Welt, die uns umgibt – und ihre Schönheit (und manchmal auch Absurdität ;-). Über den Partner, der neu und unvoreingenommen betrachtet ein wahres Wunder ist, völlig einzigartig. Und der auch ganz neue Dinge sagt, wenn ich aufhören kann, mit verletzten Ohren zu hören. (Sie glauben gar nicht, wie erstaunlich es für mich immer noch ist, herauszufinden, dass mein Partner nicht gesagt hat, was ich zu hören glaube, sondern etwas viel netteres!)

Warum ist es so schwer, bei all dieser Erkenntnis, etwas zu ändern?

Alle alten Gedankenmuster wirken in uns, schaffen neuronale Verknüpfungen, die wiederum Neurotransmitter ausschütten. Und die machen Gefühle. Immer die gleichen. Es geht für uns alle darum zu lernen, die altbekannte Verführung des Schmerzes, der schmerzhaften Gedanken und Fantasien – das, was wir auf keinen Fall haben wollen aber immer wieder in unseren Gedanken vorstellen – loszulassen.

Wie ein Stück Torte, von dem wir einfach wissen, dass uns davon schlecht wird – immer schon schlecht wurde und sicher wieder schlecht werden wird. Dafür haben wir es einfach oft genug probiert. Keine Sorge, Sie werden nicht davon ablassen, bevor Sie sicher sind.

Aber wenn Sie sicher sind – und dieser Zeitpunkt kommt, dann brauchen Sie sich als Stütze. In diesem entscheidenden Moment zu dem Schmerz zu sagen: ich sehe dich. Und deine Verlockung. Aber ich spiele nicht mehr mit. Ich entscheide neu. Sie fragen vielleicht, wie denn für uns Schmerz so verlockend sein kann. Nein, ich bin nicht verrückt. Aber es ist in der Tat so. Wir beschäftigen uns ständig mit dem, was wir nicht wollen. Aber da die Welt nach dem Resonanzprinzip funktioniert bekommen wir natürlich das, womit wir uns immer beschäftigen. Denn wir können nur dann etwas anziehen, wenn es mit uns in Resonanz gehen kann – also in uns wirken darf. So ziehen wir im negativen an, was wir befürchten. Um das zu wandeln braucht es eine Ausrichtung auf das Gewünschte – wir müssen es fühlen, damit wir es bekommen. Und das gelingt nur über Übung – wir trainieren unser wunderbares Gehirn, neue Pfade zu nutzen. Und es reagiert, mit der Ausprägung neuer Synapsenverbindungen, und der Stärkung des linken Frontallappens – dem Teil unseres Gehirns, der in der Lage ist, unangenehme Emotionen abzuschalten oder zu dämpfen, die alten gespeichterten Informationen aus Amygdala und Hirnstamm nicht mehr alles bestimmen zu lassen. Hier „wohnen“ die Fähigkeit zu Vision und Zielgerichtetheit, zu Glücksgefühlen und die Möglichkeit, anderen Gehirnbereiche positiv zu beeinflussen. Studien am Gehirn von Mönchen zeigen, dass sich die Aktivität im linken Frontallappen massiv verstärkt und somit eine glückliche Grundstimmung und Gestaltungsfreiheit ermöglicht.

 

Im Kästchen: zitat aus Anita Moorjani, Heilung im Licht- Wie ich durch eine Nahtoderfahrung den Krebs besiegte und neu geboren wurde“ arkana, 2012), S. 219

Ein wundervolles Buch, da es uns so deutlich erinnert, wie wir eigentlich gemeint sind – und wie sehr das göttliche in uns lebet

Wir ziehen stets die perfekten Resultate an, und Gleiches zieht Gleiches an. Je freundlicher und gütiger ich zu mir selbst bin, desto stärker wird sich dieser Umstand in äußeren Ereignissen widerspiegeln. Je härter ich zu mir bin, desto mehr wird meine äußere Situation dem entsprechen. Das Universum bestätigt mich immer in meiner Selbstmeindung.

Und so folgert sie: Wenn sich mit einem Schlag jeder Mensch seiner wahren Vollkommenheit und Großartigkeit bewusst würde – angenommen alle auf dem Planeten machen eine spirituelle Erfahrung, die sie transformieren würde – dann würde sich unsere manifeste Welt verändern und diesen neuen Zustand widerspiegeln. Die Menschen wären eigenständiger, hätten weitaus weniger Angst und wären weniger vom Konkurrenzdenken erfüllt, …die Kriminalitätsrate würde enorm sinken…unser Immunsystem wäre gestärkt…und Kinder wären in ihrem Aufwachsen davon geprägt, dass sie Liebe sind…“S. 205.

Aber was können wir tun, wenn uns ein Leben in Meditation nicht ruft? Nicht vergessen, Studien belegen „the brain runs on fun“ – das Gehirn funktioniert viel besser, wenn wir Spass haben (S. 119 ff bei Stefan Klein, wie die guten Gefühle entstehen, Rowolt 2004).

Spielen Sie, probieren Sie neues Verhalten aus, oder einfach neue Kleidung in einem Geschäft. Umgeben Sie sich mit inspirierenden Dingen (so zeigte ein Versuch mit Bewohnern eines Altenheimes im durchschnittlichen Alter von 75, dass sich viele der körperlichen und geistigen Beschwerden komplett auflösten, als man sie in das Umfeld eines Hauses aus den 50er Jahren brachte – die Umgebung aktivierte das Gefühl, wieder jung wie damals zu sein….und das wirkte.

Experimentieren Sie – Wenn es Ihnen gerade nicht gut ist - was würde es ein bisschen besser machen. Und wenn das gar nicht geht – überlegen Sie, was es schlimmer machen könnte (die Schwiegermutter kommt J) – und schon müssen Sie lachen. Das macht es besser.

Alles, was unsere Schwingung wandelt hilft – denn wir sind Klang, oder wie der Klangheiler und Psychotherapeut Tom Kenyon sagt “wandelnde Synphonien“. Und da Klang in 1/6000 Sekunde in der Zelle ist und wirkt (vergleiche meine anderen Artikel) ist er ein hilfreiches Werkzeug, unseren Schwingungszustand zu verändern…

Genauso kann die Sensitive Wahrnehmung behilflich sein, unseren Blick konsequenter auf Ressourcen als auf Probleme zu fokussieren…..sein Sie kreativ und spielen, es einfach etwas anders zu machen – morgen am Frühstückstisch….

Wir sind hier, um zu erkunden. Es gibt kein „besser“ oder „schlechter“. Mensch sein ist eine Erfahrung. Genießen wir sie – und probieren einfach mal eine neue Haltung aus. Glück ist eine Blickrichtung.

 

 

Geistiges Heilen –

 

Es würde den Umfang dieses Sonderheftes sprengen, wollte ich eine umfassende Auflistung all der weltweit angewandten Methoden zum Geistigen Heilen auf der Welt geben und ihrer ganz unterschiedlichen komplexen Herangehensweise an das Phänomen "Krankheit".

Aber es kann und darf ja auch einfach sein: Daher beginne ich mit der Sichtweise der Aborigines, der Ureinwohner Australiens. Für sie sind all diese von uns "modernen Menschen" als esoterisch, alternativ oder übersinnlich beschriebenen Heilweisen und Gaben einfach nur ganz normale menschliche Fähigkeiten. Dies schildert Marlo Morgan eindrücklich in ihrem Roman Traumfänger“, der mir zu Beginn meiner eigenen Ausbildungsreise Anfang der 90er Jahre in die Hände fiel. Sie beschreibt darin die Reise der „Heldin“ von einer erfolgreichen Managerin zu einem „wahren Menschen". Die Aborigines nehmen sie mit auf einen Walkabout, eine Initiations-Wanderschaft, und sie gelangt auf dieser Reise zu einem ganz neuen Bild ihrer selbst und der Welt. Um ihr die Macht des menschlichen Geistes zu demonstrieren bricht sich ein Mitglied der Gemeinschaft das Bein – und sie wird Zeugin, wie es innerhalb weniger Stunden über Singen, Intention und heilende Berührung wieder heilt und er weiterwandern kann. Fiktion oder Wirklichkeit?

Inzwischen füllen Berichte von den erstaunlichsten Heilungen auf geistigem Wege Bände. Universitäten prüfen in aufwendigen Doppelblindstudien die Wirkung Geistigen Heilens (vgl. Lynne McTaggart, Intention, Vak Verlag) und kommen eindeutig zu dem Schluss: Ja, es wirkt. Oft, deutlich, unerklärlich. Unvoraussagbar.

Doch was genau ist Geistiges Heilen eigentlich? Denn alleine der Begriff kann auf verschiedene Weise gedeutet werden. Viele denken vielleicht an einen weiss gekleideten Heiler/Heilerin, die mit verklärtem Lächeln die Hände auf den Körper des Kranken legen….oder an wild tanzende halbnackte Eingeborene, tabakspuckend oder Hühnerblut verreibende Zeremonien abhalten….

Dabei bin ich sicher, Sie selbst haben schon viele Male in Ihrem Leben geistiges Heilen praktiziert….falls Sie Kinder haben, indem Sie die Hand auf die schmerzende Stelle legen, oder auf das aufgeschürfte Knie pusten, wenn Sie dem Freund sagen, dass Sie ganz sicher sind, dass er die Prüfung schafft, wenn Sie ein sanftes Lied summen, damit ein Kranker besser schläft…. Oder Sie hatten eine Uroma, die jemand kannte, der Warzen "besprach" …All diese Dinge sind normales menschliches Tun. Und geistiges Heilen.

Doch es gibt einen Unterschied, der darin liegt, ob ich meine eigene Energie weitergebe – wie bei meinem Kind, das krank ist – oder ob ich mich zum Kanal mache für eine Energie, die jenseits der meinen liegt. Hier beginnt der Bereich der Geistigen Heilweisen, dem, was Schamanen, Priester, Heiler aller Kulturen seit Anbeginn der Menschheitsgeschichte tun.

Schon in den Höhlenmalereien der Steinzeitmenschen gibt es Bilder eines heilenden Handauflegens, in ägyptischen Schriften, im Buddhismus, in der griechischen Antike und im Christentum ist immer wieder von der Kraft des Geistes zur Bewirkung von Heilung die Rede.

"Dein Glaube hat die geholfen" sagt Jesus zu dem Lahmen in der Bibel – und tatsächlich vermag unser Glaube auf geradezu dramatische Art und Weise unsere Gesundheit zu beeinflussen. So berichtete vor einiger Zeit eine Zeitung über einen jungen Mann, der nachdem sich seine Freundin von ihm getrennt hatte, nicht mehr leben wollte. Er nahm zu der Zeit an einer Medikamentenstudie an der Universität teil – und beging Selbstmord, indem er alle Schmerzmittel der Studie einnahm. Er wurde gefunden, ins Krankenhaus gebracht aber die Ärzte konnten ihn nicht stabilisieren. Man rief den leitenden Arzt der Studie an – und dieser teilte erstaunt mit, dass der junge Mann zur Testgruppe der Placebo-Teilnehmer gehörte…Als dies die Ärzte dem Bewusstlosen dies laut mitteilten, stabilisierten sich seine Werte.

Auch der Glaube der anderen für jemand kann Wunder wirken – Patienten einer Herzstation, für die in einem Experiment gebetet wurde (Randolf Byrd 1988, zit. Aus Lynne McTaggart, Intention, Vak Verlag, S. 122) hatten "signifikant weniger Symptome und brauchten weniger Medikamente und medizinische Interventionen." Es ging ihnen um 30 – 50 % besser (ebd. S. 124) In einer anderen Gebetstudie wurden von 100 Frauen, die gern schwanger werden wollten, in der Gruppe mit Gebet doppelt so viele schwanger wie in der Vergleichsgruppe (ebd.)

Heilende Intention zeigt sich messbar im Gehirn, es gibt elektrostatische Ladungen, die bis zu 100.000 Mal höher als normal sind. S. 54. "Die Heilintention erzeugt Lichtwellen – und diese gehören zu den kohärentesten Lichtwellen, die in der Natur zu finden sind. Schwarz, zit. Nach Lynne Mc. Taggart, S. 61.

 

Doch zuerst die grundlegende Frage: Wer heilt? Denn der beste Heiler kann nur ein Angebot machen – es ist immer (immer!) die Selbstheilungskraft des Einzelnen, die angeregt, eingeladen wird, in einer anderen Resonanz mitzuschwingen.

Und so kann "heilen" nie ein weg-machen der Symptome sein – denn welcher Autofahrer würde ein Pflaster über das rot leuchtenden Öllämpchen kleben, oder das Warngeräusch unterbinden, indem er die Sicherung rausdreht, und dann seelenvergnügt weiterfahren…

Heilen ist ein Angebot zum ganz werden. Denn wenn Krankheit einen Grund hatte – so muss mehr als nur Symptomfreiheit entstehen, damit Gesundheit möglich wird, es muss für denjenigen möglich werden, die Botschaften der Seele in sein Leben zu integrieren. Auch hier leicht nachzuprüfen – es ist ein Allgemeinplatz, dass der Manager, der nach einem überstandenen Herzinfarkt genauso weitermacht wie bisher, nicht lange warten muss, bis der zweite und der dritte folgen….

Für mich ist unser Körper wirklich unser bester Freund. Denn er bringt zum Ausdruck, was wir auf keine andere Art hören wollen. Nicht als Strafe, nicht als Fehler. Als In-form-ation. Sie kennen das sicher auch – Sie haben einen lästigen Termin, nichts lebenswichtiges, aber sie fühlen sich verpflichtet…und eine Erkältung kommt…manchmal die Entschuldigung, die wir brauchen, um nein sagen zu können…Auf anderes hören wir nicht…

Immer wieder gibt es Klienten, die selbst mit gravierenden Erkrankungen nicht pausieren – Grippe mit 41 Fieber – doch kein Grund, nicht zur Arbeit zu gehen. Da kommt dann von einem Tag auf den anderen der Gehirntumor. Der bekommt dann Aufmerksamkeit. Was er will ? Ein Umdenken (ja, der Körper ist konkret, wie Rüdiger Dahlke in Bestsellern wir Krankheit als Weg, oder Krankheit als Sprache der Seele verdeutlicht). In seinem neuen Buch "Das Schattenprinzip - die Aussöhnung mit unserer verborgenen Seite" (Arkana, 2010) beschreibt er die "Komposition von Symptomen als Krankheitsbild als Kunstwerk" S. 219…

Verstehen wir die Botschaft kann Heilung geschehen. Oder der Mensch hat in diesem Umdenken sein Ziel erreicht. Auch wichtig: Sterben ist kein Versagen. Heiler kämpfen nicht gegen den Tod. Sondern für Heil-werden, Ganz-werden. Einheit. Wirkliches Heilen heißt immer "ganz werden". Dazu gehört, den Schatten, das Nicht-Genommene, integrieren, nach Hause holen. Einen gesunden Umgang mit meinen Gefühlen entwickeln, meine Aggressionen nicht gegen mich richten (Auto-immun Erkrankungen, Krebs) sondern zu lernen, für mich zu sorgen, für mich einzustehen, auf gesunde Weise. Wer gut gehen kann, braucht keine Krücken…aber wenn ich verletzt bin, sind Krücken eine wunderbare Hilfe auf dem Weg.

Ein Heiler kann behilflich sein, ein Feld wieder in Schwingung zu bringen – indem er eine frische Energie, eine Erinnerung an den heilen Zustand anbietet. Um dies tun zu können, sollte er sich möglichst frei von persönlicher Erwartung machen können. Daher ist die persönliche Entwicklung des Heilers immer auch Teil der Heilung - Villolo schreibt: "…ich erkannte, welche entscheidende Rolle die ethische Grundeinstellung des Heilers spielt. Die oft jahrzehntelange Ausbildung des Schamanen gilt der Entwicklung einer hohen Ethik, eines Wertsystems, des in der tiefen Verbundenheit mit allem Leben wurzelt. Nur so können die einzelnen Techniken wohlbringen angewendet werden." (Alberto Villoldo, Das geheime Wissen der Schamanen, Goldmann, 2001, S. 17)

Was kann Geistiges Heilen sein:

Im Sinne eines "Den Geist heilen" bezieht er sich auf die Heilung behindernder Gedankenmuster, denn wie oft verletzen wir uns selbst einfach durch unsere Interpretation der Worte anderer.

Dabei sind es nicht die Worte und Taten der Menschen, die uns verletzen, es sind die Geschichten, die wir uns selbst darüber erzählen. Wir erzählen uns „Geschichten“ aufgrund unserer alten Erfahrungen und interpretieren „Wenn mein Mann vergisst, dass er mir den Mantel aus der Reinigung mitbringen sollte, bin ich ihm egal….Hier kann sicher jeder Leser unzählige eigene Beispiele anführen.

Eine weitere Deutung ist das Mit dem Geist heilen – durch Klärung, durch Intention, die Lenkung unserer Gedanken in die erwünschte Richtung - denn viele Studien im Bereich der Gehirnforschung und der Bio-Chemie belegen inzwischen die heilsame Kraft der Gedanken, der Absicht.

Immer mehr Studien renommierter Universitäten werden veröffentlicht, wo z.B. bewiesen wird, dass alleine schon, wenn wir wohlwollend und heilend an einen anderen Menschen denken, in der gleichen Sekunde beim anderen – selbst wenn er in einem anderen Raum ist – wir physisch messbare Veränderungen in Atmung, Immunsystem, Herzfrequenz und Gehirnwellen bewirkt.

Nichts neues – doch in der modernen "Sprache" von Meßbarkeit, von Beweisen gesprochen, und so bin ich sicher, dass die Tragweite all dieser Erkenntnisse unsere ganze Weltsicht revolutionieren wird. Vor allem aber, und das ist das Wichtigste – auch die Art, wie wir über uns selbst denken, dass wir lernen, uns selbst anzunehmen, genau so, wie wir gerade sind, dass wir lernen, liebevoller und wohlwollender mit uns selbst umzugehen. Und dann – und dies ist der zentrale Teil dieses Berichtes - das Heilen mit Hilfe der Geistigen Welt, mit Hilfe einer Quelle, die unsere physische Energie übersteigt, Heilung weiterzuleiten.

Mein erster bewußter Kontakt mit diesem Begriff war im Arthur Findlay College in England, wo in einem Kurs über Sensitivität und Medialität der Bereich "Geistiges Heilen" ehrend vorgestellt wurde. In Großbritannien gilt – besonders gefördert durch die spiritualistische Religion die Weitergabe heilsamer Energien als Teil unseres Mensch-seins und wird ganz alltäglich –ergänzend auch z.B. zu medizinischer Betreuung – praktiziert. Was mich immer wieder berührt ist die Selbstverständlichkeit, mit die englischen Heiler diesen liebevollen „Dienst“ am anderen sehen, und wie beglückend es ist, als ein solcher Kanal fungieren zu dürfen. Es wird sowohl durch ein Auflegen der Hände praktiziert als auch über das Energiefeld einer Fernheilung – beides mit nachweisbaren Resultaten.

Geübt wird – und hier ist die heilende Wirkung für das Medium, den Mittler, deutlich ersichtlich – die eigene Schwingung anzuheben, um ein immer klarerer Kanal für die heilsamen Frequenzen zu sein. Das hat zum einen eine wunderbar ent-lastende Wirkung auf uns selbst, denn nicht tun zu müssen ist für viele heilsame Medizin. Gleichzeitig bringt es über die Schwingungsbegegnung mit der Geistigen Ebene uns selbst immer mehr in Balance.

In klein das Schaubild aus der Sensi-Skript – kraftwerk…..

Die Ebene der QUELLE Göttliche Ebene = Das Kraftwerk

sendet, was der Empfänger braucht universell, alles, was ist

òòòòò

Die Transformatoren Geistige Welt der Transformator Spirit

auf der Geistigen Ebene die Starkstromleitung das Schwingungsfeld der Heiler,

Aufgestiegenen Meister

Geistigen Lehrer und Engel….

òòòò â Unser Arbeitsbereich = Die Verbindung

je mehr wir unsere Schwingungsfrequenz anheben können, desto mehr kann Heilenergie/ oder Information der QUELLE runterkommen,

um an den Empfänger zu gelangen. Das ist unser Job, nicht die Heilung, diese entzieht sich eh unsere Einflussnahme.

ñññ ê Unser Fokus ð Geistige Welt, nicht Empfänger!!!!!

 

Die Transformatoren Physische Ebene = Transformator Mensch

auf der körperlichen Ebene das Medium = Du Hausstrom

damit es ungehindert durchfließen kann

òòò

Der Empfänger Physische Ebene

der Klient Glühbirne

 

Die Wirkung hängt hierbei nicht davon ab, wie viel das Medium oder der Empfänger spüren, denn wenn die Heilfrequenz genau passend ist, wirkt sie lasergenau und in Sekundenschnelle – manchmal unfühlbar. Echte Heilung kann sehr unspektakulär sein – wieder eben so, wie es Heiler und Empfänger brauchen.

Darreichungsform

Nicht nur bei Tabletten haben Farbe und Form eine Wirkung auf die Einnahme-reaktion des Patienten – die Effekte einer Heilzeremonie auf den Kranken dürfen nicht leichtfertig abgetan werden, sondern in ihnen liegt eine umfassende Kraft.

Wir schauen immer so gern auf das, was trennt, betonen unsere Unterschiede, unsere Besonderheit – doch gerade beim Geistigen Heilen geht es gerade darum zu erkennen, dass es letztendlich gleich-gültig ist, welche Form die Heilung annimmt, denn es geht um die Kraft darunter, die wirkt.

All die vielen verschiedenen Ausprägungen des Geistigen Heilens sind kulturell bedingt, sie spiegeln in ihren Ritualen und Vorstellungen den Lebenshintergrund der Praktizierenden. Die von der Quelle wirkenden Kraft ist immer die gleiche – ob es nun Pachamama, die Urmutter Erde der Andenvölker ist, der Gott der Christen oder Juden, Allah des Islam, Manitu oder Wakan Tanka das höchste spirituelle Wesen der Indianer – ABER – ihre "Darreichungsweise" unterscheidet sich.

Und hier liegt ein wichtiger Faktor für Heilung: Denn was bewegt kranke Menschen dazu, tausende von Kilometern weit in den Urwald oder in den Fernen Osten zu reisen und sich den erstaunlichsten und oft schmerzhaften Heilungszeremonien zu unterziehen – wenn doch Heilung immer die gleiche Urkraft ist? Krebskranke, die im südamerikanischen Urwald bei Don Augustin Pflanzenextrakte zu sich nehmen, von schrecklichen Krämpfen und Halluzinationen geschüttelt werden – und gesunden; schmerzhafte Knie- und Rückenoperationen durch tibetische Tranceheilerinnen, die bei der schwarzer Schleim aus dem Schmerzbereich gesaugt wird – dramatische Heilzeremonien durch die Trance-Tanzheilerin Hi-Ah Park, Clemens Kuby zeigt sie alle in seinem Film "Unterwegs in die nächste Dimension". Tausenden pilgern zu dem Heiler Joao de Deus und werden gesund. Und für wieder anderen sind deutsche Heiler wie Dorothea Fuckert, Wolfang Bitterscheidt etc. der Weg zu sich selbst und zur Heilung.

Ich selbst habe viele Heilungen beobachten dürfen, wenn meine englischen Heilerkollegen im Arthur Findlay College in London Stansted wirken, und der englische Heiler Harry Edwards hat sein Leben lang eine Zusammenarbeit mit Ärzten angestrebt, um seine Heilungsergebnisse zu dokumentieren. Nicht, um zu beweisen, was für ein toller Heiler er ist - denn das wollen sie alle nicht. Kein Heiler, der von sich sagt: Ich mache das.

Allen gemein ist – egal welche Praxis, welche Methode sie nutzen – sie sagen "es heilt durch mich". Ich verbinde mich mit der Quelle, lasse sie wirken durch mich. Edwards betont: "Der Mensch wirkt als Durchleitungsrohr und die Heilung kommt nicht von ihm". S. 10 Harry Edwards, Wege zur, Geistheilung, Mächler, 2007) Einziges Üben des Heiler ist es, sich durchlässig werden zu lassen für diese Kraft. Edwards unterscheidet jene, die heilende Hände haben und jene die Kraft und Lebensmut auf die Kranken übertragen sowie jene, die ihre Heilende Arbeit in Trance verrichten – wo der Geistführer "Besitz vom Gemüt des Heilers [ergreift] und durch ihn wirkt. In solchen Fällen ist eine Entwicklungszeit nötig, um Heiler und Geistführer zu verbinden" (siehe - Zirkelpraxis – LEB/S). Dann wird von der Geistigen Welt Heilenergie über das Medium – den Heiler – zum Empfänger geleitet. Diese enge Zusammenarbeit mit der Geistigen Welt ist auch für den Heiler sehr beglückend und unterstützend. Ich glaube für uns ist so heilsam, nichts tun zu müssen, in einem Beiseite-treten und geschehen lassen (let go and let god) liegt einerseits eine tiefe Demut, ein Respekt vor einer uns übersteigenden Kraft, aber auch Respekt vor dem Klienten. Nicht ich muss wissen, was er braucht – es fließt zum ihm von einer höheren Quelle in genau der passenden Frequenz. Außerdem ist diese Zeit des In-Verbindung auch für das Medium immer eine Quelle von Heilung und Inspiratio.

Und so erklären sich die oft drastisch unterschiedlichen Methoden – denn die Heilung muss zu dem passen, was im Patienten ist. Wenn jemand, der glaubt ein böser Dämon sitze in seiner Schulter auf einen westlichen Heiler trifft, so wird dieser kaum mit dem Dämon arbeiten, er wird die Schulterverspannung sehen…Und doch kann beides das gleiche meinen. (Da sind wir alle ein wenig wie Kinder. Es hilft bekanntermaßen besser, wenn sie sich vor einem bösen Troll im Zimmer fürchten, ihnen einen Trollbannextraktor (auch bekannt als Taschenlampe) auf den Nachttisch zu legen oder selbst einen Schutzzauber zu sprechen, als zu sagen "es gibt keine Trolle, das ist Unsinn"…..)

Dazu müssen wir wissen, dass im schamanischen Sprachgebrauch Dämonen nicht das sind was sie bei uns bedeuten …

Hier liegt die Gefahr, blind Vorstellung zu übernehmen, sie müssen auch tragen. Sie müssen greifen, wenn die Angst kommt, denn dann helfen alle Konstrukte des Großhirns wenig, wie Prof. Gerald Hüther eindrucksvoll in seinen unzähligen Veröffentlichungen beweist….Aus diesem Grund hat der Dalai Lama immer wieder westliche Schüler geraten, bei ihrem Glauben aus der Kindheit zu bleiben – denn wenn wir wirklich in Not sind, wenn wir uns voller Verzweiflung nach oben wenden, dann brauchen wir etwas, das vom Fühlen her trägt…und oft ist das aus der Kindheit Vertraute dann näher als eine Überzeugung aus dem Erwachsenenalter. Es wäre tragisch, dann orientierungslos zu sein…und in seiner Weisheit ist dem Dalai Lama sicher klar, dass hinter all diesen Vorstellungen eh das Eine steht….

Heiler und Patient sollten die gleiche Sprache sprechen oder aber offen sein für die Sprache des anderen….vielleicht weil die Ursache, der Ursprung des Leidens in einer ganz anderen Zeit oder vor einem anderen Hintergrund angesiedelt ist. Dies bietet dann eine Erklärung, warum eine Krebskranke aus Köln Heilung findet bei einem Brasilianischen Urwald Heiler…er spricht auf einer Seelenebene die passende Sprache, die es für Heilung braucht.

In Europa war es u.a. der Forscher und Astronom Franz Anton Mesmer, der mit Hilfe des "thierischen Magnetismus" bemüht war, Heilung zu bewirken. So schrieb er 1779 in seinen Thesen "Memoire sur la decouverte du magnetisme animal, zitiert nach Dr.med.univ. Christian Thuile, Studienbuch Magnetfeldtherapie, igem, 2001, S. 19) "Nach den praktischen Rgelen, die ich eingeführt habe, ist es klar, dass das Prinzip des thierischen Magnetismus mentale Krankheiten direkt und alle anderen Krankheiten indirekt heilen kann". Hierzu hielt Mesmer seine Hände über die Ohren eines tauben Mannes – und er konnte wieder hören, über die Brust eines Patienten mit starken Brust und Magenschmerzen – und sie verschwanden. Mesmer war jedoch eine schillernde Persönlichkeit und sein Hang zu Dramatik machte ihm viele Kritiker und Feinde. Fakt ist jedoch, dass seine Heilsalons großen Zulauf hatten und vielen Kranken geholfen wurde, auch wenn eine von König Louis dem XVI angeordnete Studie über den "Mesmerismus" keine deutlichen Beweise für seine Heilwirkung erbrachten. Doch Mesmers Ideen hielten sich und wurden – mit Hinwendung zu der Arbeit mit Magneten - durch viele Ärzte weitergehführt. So zum Beispiel Arnold Wienholt (1749-1804), der selbst Heilung durch das Handauflegen fand, und dann im 19. Jahrhundert durch Chirurgen, die das Mesmerisieren – im Sinne eines Hypnotisierens als Methode entdeckten, Operationen schmerzfrei durchzuführen und so die Äthernarkose zu umgehen (vgl. S. 22 in Studienbuch Magnetfeldtherapie, igem, 2001). Auch der bekannte Geistheiler Theo Bullinger, von vielen Patienten als "Wunderheiler" betitelt, schreibt der Heilhypnose und der Durchstrahlung der Patienten mit magnetischer Energie seine Heilungen zu (S. 55, Erich Renner, Theo Bullinger- Wunderheiler, AT Verlag, 2009).

 

Warum heilen Heiler?

Auch hier gibt es keine einheitliche Antwort. Manche müssen einfach – so schreibt Theo Bullinger: "meine Kraft ist so stark, dass ich den Leuten helfen muss, sonst habe ich das Gefühl zu explodieren…." Ebd. S. 27.

Auch die Schamanen werden traditionell zum Heilen gerufen, oftmals durch eine Initiationskrankheit- die Schamanenkrankheit. An der Schwelle zwischen Leben und Tod kommen sie mit Kräften und Gaben in Kontakt, die sie dann nach ihrer Rückkehr in die Welt heilbringend einsetzen können – und auch müssen. Indem sie ihre Dämonen und Geister in der Krankheit besiegt haben, heisst es, haben sie dann die Kraft, diesen für andere entgegenzutreten. Doch auch hier wirkt die heilende Schattenbegegnung und Integration und so schreibt der Inka-Schamane Alberto Villoldo "Indem ich meine eigenen seelischen Wunden heilte, lernte ich, mich selbst und andere zu lieben. Ich folgte dem Pfad des verwundeten Heilers und lernte, Schmerz, Trauer, Wut und Scham in Quellen der Stärke und des Mitgefühls zu transformieren. S. 17 ebd.

Andere entwickeln die Gabe hingebungsvoll in Übungszirkeln, da sie die heilende Kraft selbst erfahren haben und anderen nun behilflich sein möchten. Denn auch das ist klar, ohne Menschen, die bereit sind, als Mittler zu fungieren, kann die Geistige Welt nicht wirken – denn es fehlt das physische Element, der Überträger…

Noch andere fühlen die Kraft Gottes so stark, dass sie als Quelle der Heilung durch ihre Hände fließt, im Reiki nennt man es Chi oder KI, "universelle Energie" und so bringt es der Dachverband Geistes Heilen e.V. in einer Informationsbroschüre wie folgt auf den Punkt "Geistiges Heilen steht für die Tätigkeit von Menschen, die mittels ihres und des universell-göttlichen Geistes, mit Ihren Händen, mit Klängen, mit Edelsteinen, Ritualen und anderen Methoden darauf abzielt, universelle Lebens- oder Bioenergie zu aktivieren, zu lenken, zu harmonisieren, bzw. Energieflüsse wieder herzustellen und somit Heilung im ganzheitlichen Sinne zu fördern. Geistige, spirituell, mentale Heilweisen sind stets auf die Aktivierung der Selbstheilungskräfte gerichtet. (DGH e.V. Sonderdruck Wie heilt der Geist?)

In diesem Sinne – mögen immer mehr Menschen sich voller Achtung und Respekt bereit erklären, die ihnen innewohnenden Heilkräfte für sich und andere zu entfalten und zu tun, was nun auch die Wissenschaft belegt…Zum ersten und wichtigsten – für sich selbst, für Ihre eigene Heilung. Denn die äußere Welt ist ein Spiegel unseres Inneren – und so trägt die Gesundheit eines jeden einzelnen zur Gesundheit der Welt bei. Und zum anderen - es gibt wohl kaum etwas Beglückenderes als behilflich sein zu dürfen, dass ein anderer Mensch Heilung findet. Also – machen wir uns glücklich – heilen wir.